Velodyne MiniVee X Acrylglas: Der Subwoofer zum Durchschauen

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
Velodyne MiniVee X Acrylgla
Bild: Velodyne

Velodyne Acoustics verkauft seinen kompakten Subwoofer MiniVee X ab sofort auch mit durchsichtigem Acrylglas-Gehäuse. Wer reinschaut, sieht die komplette Technik: die beiden gegenüberliegenden 8-Zoll-Treiber, die verstrebte Innenkonstruktion, die massive Frontplatte. Klanglich und technisch bleibt alles beim Alten, nur der Preis zieht deutlich an: 1.999 Euro inklusive Mehrwertsteuer, gut doppelt so viel wie das schwarze Serienmodell.

Kurz zusammengefasst
Velodyne MiniVee X gibt es seit dem 24. August 2026 auch mit transparentem Acrylglas-Gehäuse. Die Technik ist identisch zum Serienmodell: zwei 8-Zoll-Treiber im Force-Cancelling-Design, 350 Watt RMS, Steuerung über die Velodyne Auto EQ App mit automatischer Raumkorrektur. Preis der Acrylglas-Version: 1.999 Euro inkl. MwSt., die schwarze Variante startet bei 999 Euro.

Transparentes Gehäuse, gleiche Technik

Normalerweise verschwindet die Technik eines Subwoofers hinter MDF und Lack. Bei der Acrylglas-Version kann man ihr beim Arbeiten zusehen. Sichtbar werden die beiden 8-Zoll-Treiber im Force-Cancelling-Design (einer aktiv, einer passiv), die zusätzlichen Gehäuseverstrebungen und die dicke Frontplatte, an der die Treiber montiert sind.

Velodyne MiniVee X Acrylgla
Bild: Velodyne

Der Grundgedanke dahinter: Zwei sich gegenüberliegende Treiber heben die mechanischen Rückstoßkräfte gegenseitig auf. Das Gehäuse selbst muss weniger Schwingungsenergie abfangen, was sich in saubererem, weniger dröhnendem Bass niederschlagen soll. Ob man die Optik mag, ist Geschmackssache, aber als reines Techniktransparenz-Statement funktioniert das Gehäuse.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Wert
Treiber 2× 8 Zoll (1 aktiv, 1 passiv), Force-Cancelling-Anordnung
Schwingspule 2 Zoll, vierlagige Kupferwicklung
Leistung 350 Watt RMS, bis zu 800 Watt Peak
Frequenzgang 18-300 Hz (±3 dB: 32-180 Hz)
Anschlüsse Cinch/LFE, symmetrisch XLR, Lautsprecherklemmen, 12-V-Trigger
Steuerung Velodyne Auto EQ App (Lautstärke, Übergangsfrequenz, Phase, Raumkorrektur)
Maße (B × H × T) 30 × 29 × 29 cm
Gewicht ca. 15 kg
Preis Acrylglas-Version 1.999 Euro inkl. MwSt.
Preis Serienmodell (Schwarz) ab 999 Euro

Anschlüsse und Steuerung per App

Für einen Subwoofer dieser Größe ist die Ausstattung ungewöhnlich umfangreich. Neben unsymmetrischen Cinch- und LFE-Eingängen gibt es auch symmetrische XLR-Anschlüsse, dazu Lautsprecherklemmen zum klassischen Einschleifen in eine Stereokette und einen 12-Volt-Trigger für die automatische Einschaltung mit dem Rest der Anlage.

Eingemessen wird der MiniVee X über die Velodyne Acoustics Auto EQ App. Sie übernimmt per mitgeliefertem Mikrofon die automatische Raumkorrektur und lässt sich zusätzlich für Lautstärke, Übergangsfrequenz und Phasenlage feinjustieren. Wer schon einen Aktivlautsprecher wie den Cambridge Audio L/R X im Wohnzimmer stehen hat, kennt das Prinzip der App-gestützten Einmessung bereits.

Vom Sondermodell zum Serienmodell

Die Acrylglas-Optik ist kein komplett neuer Einfall. Vor der aktuellen Ankündigung existierte sie bereits als limitiertes Sondermodell, bevor Velodyne sie nun fest ins Programm aufnimmt, zusammen mit einer zusätzlichen Hochglanz-Weiß-Ausführung. Am Klang ändert das nichts, denn technisch ist die Acrylglas-Version zu hundert Prozent baugleich mit dem schwarzen Serienmodell.

Und das schwarze Serienmodell hat sich in Tests bereits einen Namen gemacht. lowbeats.de bescheinigte dem MiniVee X für 999 Euro einen „wahrscheinlich besten Subwoofer unter 1.000 Euro“ mit sauberem, verzerrungsarmem Bass und einer für diese Preisklasse ungewöhnlich umfangreichen App-Steuerung. Wer auf der Suche nach einem Subwoofer-Ersatz fürs kompakte Heimkino ist, findet in unserem Test der Teufel Cinebar Duett übrigens auch einen Vergleichspunkt, wie viel (oder wenig) Bass eine gute Soundbar allein schon liefert.

Preis und Verfügbarkeit

Die Acrylglas-Version des Velodyne MiniVee X ist ab sofort erhältlich, der Aufpreis zum Serienmodell beträgt exakt 1.000 Euro. Ob einem 1.999 Euro für ein durchsichtiges Gehäuse ohne klanglichen Mehrwert das wert sind, muss jeder selbst entscheiden. Wer nur den Klang will, greift zum schwarzen oder weißen Modell für 999 Euro. Wer seinen Subwoofer als Möbelstück begreift, bekommt hier eine der wenigen Optionen im Markt, die das ernst meint.

Fazit: Der Velodyne MiniVee X bleibt klanglich das, was er vorher war: ein kompakter, gut ausgestatteter Subwoofer für unter 1.000 Euro. Die neue Acrylglas-Version ändert daran nichts, macht aus dem Gerät aber ein Designobjekt für alle, die ihre HiFi-Technik nicht verstecken wollen.