VW ID. Cross: Kompaktes E-SUV kommt im Herbst 2026 ab 28.000 Euro

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 4 Min. Lesezeit
VW ID. Cross Elektro-SUV 2026 in der Seitenansicht

Volkswagen arbeitet mit Hochdruck daran, die Elektromobilität auch im Einstiegssegment attraktiv zu machen – und der VW ID. Cross soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Das kompakte Elektro-SUV wird laut offizielle Angaben von Volkswagen im Herbst 2026 in Europa auf den Markt kommen, mit einem Einstiegspreis von rund 28.000 Euro. Damit positioniert sich der ID. Cross als direkte elektrische Alternative zum bisherigen T-Cross und nimmt Konkurrenten wie den Renault R4, den Citroën C3 Aircross oder den Opel Frontera ins Visier.

VW ID. Cross: Das steckt technisch drin

Basis des ID. Cross ist die weiterentwickelte MEB+-Plattform – eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten Modularen E-Antriebsbaukastens von Volkswagen. Im Gegensatz zum größeren ID.3, der auf Hinterradantrieb setzt, setzt der ID. Cross konsequent auf Frontantrieb. Herzstück ist die neu entwickelte E-Maschine vom Typ APP290 – die Bezeichnung verrät: maximales Drehmoment von 290 Nm.

Drei Leistungsstufen stehen zur Wahl:

  • 85 kW (116 PS)
  • 99 kW (135 PS)
  • 155 kW (211 PS)

Kombiniert werden diese mit zwei Batterievarianten: einem 37-kWh-LFP-Akku für die Basisversionen sowie einem 52-kWh-NMC-Akku für die stärkeren Varianten. Die WLTP-Reichweite liegt je nach Konfiguration bei bis zu 316 km (37-kWh) bzw. bis zu 436 km (52-kWh). In ersten Testfahrten mit dem Vorserienmodell ermittelte der Bordcomputer bei gemäßigtem Tempo sogar einen Verbrauch von nur 11,8 kWh/100 km – ein beeindruckender Wert für ein SUV dieser Klasse.

Laden: DC-Schnellladen serienmäßig

Serienmäßig unterstützt der ID. Cross DC-Schnellladen – mit dem kleinen 37-kWh-Akku mit bis zu 90 kW, mit dem großen 52-kWh-Akku sogar mit bis zu 105 kW. Damit soll der Ladezustand von 10 auf 80 Prozent in etwa 24 bis 27 Minuten erreicht werden. AC-seitig lädt der Wagen serienmäßig mit 11 kW. Das Ladekabel findet seinen Platz komfortabel im 20-Liter-Frunk.

Design und Innenraum: Vernunft siegt

Volkswagen hat beim ID. Cross sichtbar aus den Kritikpunkten der bisherigen ID-Modelle gelernt. Statt kaprizierter Slider-Leisten und Doppelbelegungen auf Tasten gibt es im Cockpit wieder echte physische Tasten für die Klimabedienung, vier separate Fensterheberschalter und klar strukturierte Lenkradbedienelemente. Das Design folgt der neuen VW-Formensprache „Pure Positive“ – frisch und urban, aber nicht extravagant.

Mit einer Außenlänge von 4,15 Metern und einem Radstand von 2,60 Metern bietet der Fünfsitzer überraschend viel Platz. Der Kofferraum fasst 475 bis 1.340 Liter. Optional ist ein Panoramadach (740 × 905 mm) mit elektrischem Sonnenschutzrollo erhältlich, ebenso elektrisch verstellbare Vordersitze mit zwölf Einstellmöglichkeiten und Massagefunktion.

Besonders praktisch: Der ID. Cross unterstützt Vehicle-to-Load (V2L) und kann externe Geräte mit bis zu 3,6 kW versorgen. Mit der 52-kWh-Batterie darf er zudem Anhänger bis 1.200 kg ziehen – in dieser Fahrzeugklasse alles andere als selbstverständlich.

Technik-Übersicht: VW ID. Cross auf einen Blick

Merkmal Details
Marktstart Herbst 2026
Einstiegspreis ca. 28.000 Euro
Plattform MEB+
Antrieb Frontantrieb
Leistungsstufen 85 kW / 99 kW / 155 kW
Batterievarianten 37 kWh (LFP) / 52 kWh (NMC)
Reichweite WLTP bis zu 316 km / bis zu 436 km
DC-Ladeleistung bis zu 90 kW / bis zu 105 kW
Länge 4,15 m
Sitze 5
Kofferraum 475 – 1.340 Liter
Anhängelast bis zu 1.200 kg (52-kWh-Variante)
V2L bis zu 3,6 kW
Produktionsort Martorell, Spanien

Assistenzsysteme und Konnektivität

Beim Thema Fahrerassistenz ist der ID. Cross gut aufgestellt: Serienmäßig an Bord ist der überarbeitete Connected Travel Assist, ergänzt durch Notbremsassistent, Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung. Das Fahrwerk kombiniert vorne eine McPherson-Konstruktion mit neu entwickelten Federbeinen und groß dimensionierten Dämpfern – für ein lineares, präzises Lenkgefühl, das im Prototypen-Test bereits überzeugt hat.

Wer sich für die VW ID-Familie interessiert, findet auf basic-tutorials.de auch Infos zum VW ID.3 mit seinem überarbeiteten Infotainment-System sowie zum günstigen VW ID.1, der das Einstiegssegment noch weiter nach unten öffnen soll.

Fazit: VW ID. Cross als Hoffnungsträger

Der VW ID. Cross trifft einen Nerv: Er kombiniert einen wettbewerbsfähigen Einstiegspreis von rund 28.000 Euro mit ordentlicher Reichweite, serienmäßigem Schnellladen und einem Innenraum, der endlich wieder auf Alltagstauglichkeit setzt statt auf technische Spielereien. Wenn Volkswagen hält, was die Prototypen-Testfahrten versprechen, könnte der ID. Cross im Herbst 2026 zum echten Volumenmodell werden – und VW dabei helfen, verlorenes Terrain im E-Auto-Markt zurückzugewinnen.

Weitere Infos zum ID. Cross gibt es auf der offiziellen VW-Produktseite.