Wallhack K-001 & M-001: Hall-Effect-Tastatur und ultraleichte Magnesium-Maus vorgestellt

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
Wallhack K-001
Bild: Wallhack

Wallhack, bisher vor allem für hochwertige Glas-Mauspads und Gaming-Zubehör bekannt, wagt den Sprung in den heiß umkämpften Markt für Gaming-Peripherie. Mit der Wallhack K-001, einer 65-Prozent-Tastatur mit magnetischen Hall-Effect-Schaltern, und der ultraleichten M-001 Maus mit Magnesiumgehäuse und Hot-Swap-Akkus stellt der Hersteller gleich zwei Produkte mit ein paar echten Eigenheiten vor. Preise und ein konkretes Verkaufsdatum bleibt Wallhack zum Start allerdings noch schuldig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die K-001 ist eine 65 %-Tastatur mit CNC-gefrästem 6063-Aluminiumgehäuse und Hall-Effect-Schaltern (KS-TR, entwickelt mit Gateron).
  • Ein gerastertes Drehrad justiert Auslösepunkt und Rapid Trigger in Echtzeit direkt an der Tastatur – mit 0,01 mm Auflösung.
  • Technische Eckdaten: 8.000 Hz Polling, 16.000 Hz Scan-Rate, 0,129 ms Latenz, Konfiguration über die Web-App „Wallhack Terminal“.
  • Die M-001 setzt auf ein Magnesium-Gehäuse, einen PixArt-PAW3950-Sensor mit 30.000 DPI und ein Wechselakku-System mit Ladestation.
  • Preis und Verfügbarkeit sollen laut Wallhack „sehr bald“ folgen.

Wallhack K-001: 65-Prozent-Tastatur mit Hall-Effect-Technik

Erfahrung im Bereich mechanischer Tastaturen bringt Wallhack als Newcomer kaum mit – entsprechend will man mit Material und Technik punkten. Das Gehäuse der K-001 besteht aus CNC-gefrästem 6063-Aluminium, kugelgestrahlt und eloxiert. Darunter sitzt eine massive, strukturierte Silikonunterseite, die die 1,3 Kilogramm schwere Tastatur an Ort und Stelle hält. Der Neigungswinkel lässt sich über zwei beiliegende Riser aus gefrästem Aluminium zwischen 0, 4 und 7 Grad wechseln – festgeschraubt statt geklappt.

Wallhack K-001
Bild: Wallhack

Das Herzstück sind die eigens mit dem Switch-Spezialisten Gateron entwickelten KS-TR-Schalter. Diese arbeiten nach dem Hall-Effect-Prinzip, messen also magnetisch, wie weit eine Taste gedrückt wird. Genau das erlaubt frei einstellbare Auslösepunkte und Funktionen wie Rapid Trigger. Die Schalter gibt es in drei Federstärken – Light, Medium und Heavy –, die sich mischen lassen. Standardmäßig liefert Wallhack die Medium-Variante aus, Light und Heavy sind zum Launch separat erhältlich.

Drehrad statt Software-Menü

Das wohl ungewöhnlichste Feature ist ein gerastertes Endlos-Rad, mit dem sich Auslösepunkt und Rapid-Trigger-Empfindlichkeit jederzeit direkt am Gerät anpassen lassen – mit einer Auflösung von 0,01 mm. Wer tiefer eingreifen will, nutzt das Wallhack Terminal: eine webbasierte Software, die ohne Installation im Browser läuft. Alle Einstellungen – von Gamepad-Emulation über verschiedene SOCD-Modi bis zur Tastenbelegung – werden direkt auf der Tastatur gespeichert. Angetrieben wird das Ganze von Wallhacks hauseigener Elektronikplattform Core-MK1, die 8.000 Hz Polling-Rate, 16.000 Hz Scan-Rate und laut Hersteller nur 0,129 ms Eingabeverzögerung erreicht.

Wallhack K-001
Bild: Wallhack

Ein Hinweis zur Anschlussart: Einige Meldungen sprechen von einer „drahtlosen“ Polling-Rate. Auf der offiziellen Produktseite listet Wallhack die K-001 jedoch ausdrücklich als kabelgebunden – per 1,8 m langem USB-C-auf-USB-A-Kabel. Ein Funkmodul ist bei der Tastatur bislang nicht dokumentiert.

Fokussiertes Licht und Stealth-Look

Auch bei der Beleuchtung geht Wallhack einen eigenen Weg: Eine spezielle Lichtleiterstruktur in den Switches lenkt das Licht der Per-Key-Beleuchtung gezielt zur Tastenbeschriftung und minimiert Streulicht zwischen den Tasten. Die maßgefertigten Double-Shot-PBT-Keycaps mit 0,1 mm präzisen Legenden sorgen so für eine saubere Ausleuchtung. Bei Helligkeit 0 wirken die Keycaps nahezu komplett schwarz – ein „Stealth“-Look, den Wallhack als Verkaufsargument ins Feld führt. Geliefert wird die Tastatur inklusive Transportcase, Switch- und Keycap-Puller, Schraubendreher sowie beiden Risern.

Wallhack M-001: ultraleichte Maus mit Wechselakku

Die Tastatur ist laut Wallhack nur die halbe Gleichung – zum Setup gehört die M-001. Deren Gehäuse besteht aus einer dünnen Magnesiumlegierung, das Scrollrad aus Aluminium, was die symmetrische Maus zu einem echten Leichtgewicht machen soll. Ein finales Gewicht nennt Wallhack bislang aber noch nicht.

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Mehr Informationen

Im Inneren arbeitet der bekannte PixArt PAW3950 mit bis zu 30.000 DPI, 8.000 Hz Polling-Rate, 750 IPS und 50 G Beschleunigung. Für die Klicks sorgen optische Omron-Switches (D2FP-FN2). Das Alleinstellungsmerkmal ist jedoch das Hot-Swap-Akkusystem: Die M-001 kommt mit zwei wechselbaren Akkus und einer Ladestation, sodass ein leerer Akku im Handumdrehen gegen einen vollen getauscht werden kann – lästiges Laden per Kabel entfällt. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Nager ist, findet in unserem Ratgeber Tipps, wie du die perfekte Gaming-Maus findest.

Technische Daten im Überblick

Spezifikation Wallhack K-001 Wallhack M-001
Kategorie 65 %-Tastatur (Hall Effect) Gaming-Maus (symmetrisch)
Gehäuse 6063-Aluminium (CNC, eloxiert) Magnesiumlegierung, Alu-Scrollrad
Schalter / Sensor KS-TR Hall-Effect (mit Gateron) PixArt PAW3950, Omron D2FP-FN2
Auflösung Auslösepunkt bis 0,01 mm bis 30.000 DPI
Polling-Rate 8.000 Hz 8.000 Hz
Scan-Rate / Latenz 16.000 Hz / 0,129 ms 750 IPS, 50 G
Maße 125 × 313 × 33 mm 121 × 63,7 × 39,1 mm
Gewicht 1.300 g (ohne Riser) noch nicht bekannt
Verbindung Kabel (USB-C auf USB-A, 1,8 m) Funk, Hot-Swap-Akkus + Dock
Software Wallhack Terminal (Web-App) k. A.
Farben Natural, Slate k. A.

Preis und Verfügbarkeit

Und genau hier liegt der Haken: Zu Preis und Verkaufsstart hält sich Wallhack noch bedeckt. Beide Angaben sollen laut Hersteller „sehr bald“ bestätigt werden. Angesichts der Materialwahl – Vollaluminium, Magnesium, hauseigene Elektronik – und der Positionierung als Premium-Peripherie dürfte vor allem die K-001 kein Schnäppchen werden. Interessenten können sich derzeit über die Wallhack-Webseite und den Discord-Server für Updates zum Launch anmelden. Sobald belastbare Preise vorliegen, aktualisieren wir diesen Artikel.

Häufige Fragen zur Wallhack K-001 und M-001

Was kostet die Wallhack K-001?

Einen Preis hat Wallhack zum Vorstellungszeitpunkt noch nicht genannt. Preis und Verfügbarkeit sollen „sehr bald“ folgen. Aufgrund der hochwertigen Materialien ist mit einer Einordnung im Premium-Segment zu rechnen.

Ist die K-001 kabellos?

Nein. Laut offizieller Produktseite ist die K-001 kabelgebunden und wird über ein 1,8 m langes USB-C-auf-USB-A-Kabel angeschlossen. Die 8.000 Hz Polling-Rate werden also per Kabel erreicht.

Was macht die Hall-Effect-Schalter der K-001 besonders?

Die mit Gateron entwickelten KS-TR-Schalter messen den Tastendruck magnetisch. Dadurch lässt sich der Auslösepunkt frei einstellen – bei der K-001 sogar in Echtzeit über ein Drehrad – und Funktionen wie Rapid Trigger werden möglich.

Welchen Sensor nutzt die Wallhack M-001?

Die M-001 setzt auf den PixArt PAW3950 mit bis zu 30.000 DPI, 8.000 Hz Polling-Rate, 750 IPS und 50 G. Dazu kommen optische Omron-Switches und ein Wechselakku-System mit zwei Akkus und Ladestation.

Fazit: Viel Technik, offene Preisfrage

Als Quereinsteiger legt Wallhack ein selbstbewusstes Debüt hin. Das justierbare Drehrad an der K-001, die browserbasierte Konfiguration ohne Installationszwang und das Hot-Swap-Akkusystem der M-001 sind Details, die zeigen, dass hier nicht einfach ein weiteres Aluminium-Board mit Magnetschaltern durchgereicht wird. Besonders das Terminal als reine Web-App ist ein Ansatz, den sich so mancher etablierter Hersteller abschauen dürfte – Stichwort nervige Treiber-Suiten.

Der Haken bleibt die fehlende Preisangabe. Erst wenn klar ist, wo sich K-001 und M-001 gegen Platzhirsche wie Wooting, Razer oder SteelSeries einsortieren, lässt sich beurteilen, ob aus den spannenden Ideen auch eine echte Kaufempfehlung wird. Für Aim-Enthusiasten, die Wallhack ohnehin von den Glas-Mauspads kennen, ist der Auftritt aber allemal einen genauen Blick wert – ähnlich gründlich, wie wir es etwa bei der Razer Basilisk im Test gehalten haben.

Quellen