Microsoft hat den Xbox Game Pass grundlegend umgebaut und sorgt damit für eine der größten Umstellungen seit Einführung des Dienstes. Die Kosten für Abonnenten steigen dabei in nahezu allen Modellen spürbar an, in der Spitze sogar um rund 50 Prozent. Gleichzeitig will Microsoft den Mehrpreis mit zusätzlichen Spielen, erweiterter Plattformunterstützung und neuen Extras rechtfertigen. Besonders der Game Pass Ultimate bekommt ein stark erweitertes Angebot, wird dafür aber auch zu einem Premium-Abo mit entsprechend hohem Preis.
- Neue Struktur: Essential, Premium, PC und Ultimate
- Mehr Spiele: bis zu 400+ Titel im Ultimate-Abo
- Cloud-Gaming für fast alle Modelle verfügbar, höchste Qualität nur im Ultimate
- Preise: zwischen 8,99 Euro (Essential) und 26,99 Euro (Ultimate) pro Monat
Mehr Inhalt, aber auch höhere Kosten
Das bislang als Game Pass Core bekannte Einstiegsmodell wird durch den neuen Game Pass Essential ersetzt. Mit Zugang zu über 50 Spielen und Online-Multiplayer kostet er nun 8,99 Euro monatlich, was einer Preiserhöhung von 28 Prozent entspricht. Deutlich umfangreicher fällt das Premium-Modell aus: Für 12,99 Euro gibt es Zugriff auf mehr als 200 Spiele sowie das EA-Play-Abo. Der Preis entspricht dem alten „Standard“-Abo, bleibt also konstant. Der PC Game Pass wiederum erhält keine großen Funktionsänderungen, wird aber ebenfalls teurer – von 11,99 Euro auf 14,99 Euro.

Die größte Veränderung betrifft den Game Pass Ultimate. Statt 17,99 Euro kostet er künftig 26,99 Euro im Monat – ein Plus von rund 50 Prozent. Dafür bringt er den vollen Umfang mit über 400 Spielen, darunter alle Neuerscheinungen direkt zum Launch sowie das Ubisoft-Classics-Abo und sogar Fortnite Crew mit monatlich 1.000 V-Bucks. Ultimate ist zudem das einzige Modell, das Cloud-Gaming in maximaler Qualität mit bis zu 1440p bietet. Damit positioniert sich Microsofts Top-Tarif klar als Komplett-Paket für Vielspieler.

Cloud-Gaming und Plattformfreiheit im Fokus
Ein Kernaspekt der neuen Struktur ist die stärkere Verzahnung von Plattformen. Jedes Abo – mit Ausnahme des reinen PC-Modells – erlaubt nun den Zugriff über Xbox, PC oder Cloud. Letzteres wird auf Smart-TVs, Browser und die Meta Quest 3 ausgeweitet. Allerdings bleibt die Cloud-Qualität abhängig vom jeweiligen Abo – nur Ultimate schaltet die höchste Stufe frei. Für viele Spieler dürfte somit die Wahl weniger von der Plattform als vielmehr vom gewünschten Leistungs- und Inhaltsumfang abhängen.
Belohnungssystem für Spieler
Parallel zur Umstellung führt Microsoft ein erweitertes Rewards-System ein. Spieler sammeln Punkte, indem sie Quests erfüllen oder Käufe tätigen. Je nach Abostufe gibt es Multiplikatoren (Essential x1, Premium und PC x2, Ultimate x4), die höhere Belohnungen ermöglichen. Punkte lassen sich in Microsoft-Guthaben umwandeln, was im Idealfall auch wiederum für den Game Pass eingesetzt werden kann. Microsoft versucht damit, den Preisanstieg durch ein Mehr an Interaktivität und Mehrwert abzufedern.
Fazit
Die Umstellung des Xbox Game Pass bringt spürbare Preissteigerungen mit sich, liefert aber auch messbar mehr Inhalte und Plattformunterstützung. Besonders der starke Sprung beim Ultimate-Abo dürfte Diskussionen auslösen, gleichzeitig wird das Paket aber zum umfassendsten Gaming-Angebot im Abo-Bereich. Ab dem 4. November 2025 soll die neue Struktur auch in Deutschland verfügbar sein. Die Frage bleibt, ob Spieler für die erweiterten Funktionen und Inhalte den deutlichen Aufpreis akzeptieren oder auf günstigere Alternativen wie Essential oder PC-Abo zurückgreifen.