Der XGIMI Elfin Flip 4K ist ein kompakter Heimprojektor mit RGB-Triple-Laser, 4K-Wiedergabe und 1.600 ISO-Lumen, der ab dem 15. Juli 2026 für 999 Euro erhältlich ist. Er bildet zusammen mit dem Elfin Flip Laser (799 Euro) und dem bereits verfügbaren Elfin Flip Plus (499 Euro) die neue Elfin Flip Serie. Das Besondere: Es ist XGIMIs erster Beamer im handlichen Elfin-Format, der überhaupt 4K-Inhalte projiziert.
- Elfin Flip 4K: 4K-Wiedergabe, RGB-Triple-Laser, 1.600 ISO-Lumen, optischer Zoom, Gaming mit 120 Hz, VRR und ALLM – 999 Euro
- Elfin Flip Laser: 1080p, derselbe RGB-Triple-Laser mit 1.600 ISO-Lumen, ohne optischen Zoom und Gaming-Extras – 799 Euro
- Elfin Flip Plus: der bekannte LED-Einstieg mit 1080p und 500 ISO-Lumen – 499 Euro
- Release: 15. Juli 2026, Vorbestellung ab 25. Juni mit gratis 70-Zoll-Leinwand
- Wichtig: kein Akku verbaut – alle Modelle brauchen eine Steckdose
XGIMI ist hierzulande kein unbekanntes Gesicht. Vom AURA und Halo+ über die MoGo-Reihe bis zur Dual-Light-Technologie hat der Hersteller in den letzten Jahren einiges an portabler Projektionstechnik abgeliefert. Mit der Elfin Flip Serie schiebt er jetzt drei Modelle nach, die das gleiche klappbare Gehäuse teilen, sich unter der Haube aber deutlich unterscheiden.
Kompaktes Gehäuse trifft auf Laser-Lichtquelle
Das auffälligste Merkmal der Reihe ist nach wie vor das Design. Der Standfuß lässt sich um bis zu 150 Grad neigen und dient gleichzeitig als Tragegriff – damit projiziert das Gerät auf Wunsch auch an die Decke, etwa für den Film am Abend im Bett. Mit 1,55 Kilogramm Gewicht und 24,5 Zentimetern Breite wandert der Elfin Flip 4K problemlos vom Wohn- ins Schlaf- oder Arbeitszimmer.
Ein Punkt, den man kennen sollte: „portabel“ heißt hier nicht „mobil“. Einen Akku gibt es bei keinem der drei Modelle, eine Steckdose ist also Pflicht. Wer einen echten Beamer für draußen sucht, ist eher bei der MoGo-Serie richtig.
Beim Licht setzt XGIMI im Flip 4K und im Flip Laser auf eine RGB-Triple-Laser-Lichtquelle (von Zulieferer Nichia) mit 1.600 ISO-Lumen. Das ist viermal so hell wie beim ursprünglichen Elfin Flip, der bei 400 ISO-Lumen lag – ein spürbarer Sprung, der den Beamer auch bei etwas Restlicht brauchbar machen sollte. Dazu kommen ein dynamisches Kontrastverhältnis von 20.000:1, eine BT.2020-Farbraumabdeckung von 110 Prozent und eine Farbgenauigkeit von ΔE kleiner als 1.
Eine Sache zur Auflösung: Beim Flip 4K handelt es sich nicht um nativen 4K-Sensor, sondern um eine 0,39-Zoll-DLP-Einheit, die per Pixel-Shift die vollen 3.840 × 2.160 Bildpunkte erzeugt – Standard in dieser Kompaktklasse. In der Praxis wirkt das Bild trotzdem deutlich schärfer als bei den 1080p-Geschwistern. Ein netter Bonus, der in der Preisklasse selten ist: Der optische Zoom mit einem Projektionsverhältnis von 0,98 bis 1,3:1 passt die Bildgröße an, ohne dass man den Beamer verschieben oder Schärfe opfern muss.
Automatische Einrichtung dank ISA
Wie schon bei früheren Modellen übernimmt die Intelligent Screen Adapt (ISA)-Technologie die lästige Einrichtung. Autofokus, automatische Trapezkorrektur, Bildausrichtung, Hinderniserkennung und Wandfarbanpassung laufen automatisch ab. Heißt im Klartext: aufstellen, einschalten, das Gerät richtet sich selbst aus. Gerade in Räumen ohne feste Leinwand spart das spürbar Nerven.
Gaming und Streaming: Was der XGIMI Elfin Flip 4K bietet
Hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen den Modellen. Nur der Elfin Flip 4K bringt echte Gaming-Funktionen mit: eine Latenz von bis zu 1 ms bei 1080p und 120 Hz, dazu VRR (Variable Refresh Rate), ALLM (Auto Low Latency Mode), einen Black Equalizer für dunkle Szenen sowie einen eigenen Gaming-Modus. Die 120 Hz gibt es allerdings nur bei reduzierter Full-HD-Auflösung – wer in 4K spielt, bleibt bei niedrigeren Bildraten.
Für den Ton sorgen bei Flip 4K und Flip Laser je ein 7-Watt-Lautsprecher von Harman Kardon mit Dolby-Audio-Unterstützung. Mono und 7 Watt – das füllt kein großes Wohnzimmer, reicht für gelegentliche Filmabende aber aus. Für mehr lässt sich per HDMI eARC eine Soundbar oder ein AV-Receiver anschließen.
Beim Betriebssystem setzt XGIMI auf Google TV. Netflix, Prime Video, YouTube und der Rest des Play Stores sind direkt an Bord, ein externer Streaming-Stick erübrigt sich. Anschlussseitig gibt es zwei HDMI-Ports (einer mit eARC), zwei USB-A, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Intern arbeiten laut Herstellerangaben 2 GB RAM und 64 GB Speicher.
Die Elfin Flip Serie im Überblick
| Modell | Elfin Flip Plus | Elfin Flip Laser | Elfin Flip 4K |
|---|---|---|---|
| Preis | 499 € | 799 € | 999 € |
| Auflösung | 1080p | 1080p | 4K (Pixel-Shift) |
| Lichtquelle | LED | RGB Triple Laser | RGB Triple Laser |
| Helligkeit | 500 ISO-Lumen | 1.600 ISO-Lumen | 1.600 ISO-Lumen |
| Kontrast | 4.000:1 | 10.000:1 | 20.000:1 |
| Audio | 2 × 3 W XGIMI | 7 W Harman Kardon | 7 W Harman Kardon |
| Gaming-Funktionen | – | – | VRR, ALLM, 1 ms Latenz |
| Optischer Zoom | – | – | 0,98–1,3:1 |
| System | Google TV | Google TV | Google TV |
Preise, Release und Vorbestellung
Die neue Elfin Flip Serie ist ab dem 15. Juli 2026 erhältlich. Der Elfin Flip 4K kostet 999 Euro, der Elfin Flip Laser 799 Euro, ergänzt um den bereits verfügbaren Elfin Flip Plus für 499 Euro. Verkauft werden die Geräte zunächst über die offizielle XGIMI-Webseite.
Die Vorbestellungsphase läuft bereits seit dem 25. Juni auf XGIMI.com. Wer früh zuschlägt, bekommt eine portable 70-Zoll-Leinwand kostenlos dazu – ein netter Anreiz, gerade weil der Beamer von Haus aus keine eigene Leinwand mitbringt.
Fazit: Lohnt sich der XGIMI Elfin Flip 4K?
Mit dem XGIMI Elfin Flip 4K bekommt die beliebte Klapp-Serie endlich genug Helligkeit und Schärfe, um über reine Schlafzimmer-Bespaßung hinauszukommen. RGB-Triple-Laser, optischer Zoom und vollwertige Gaming-Funktionen sind in dieser Größe und Preisklasse eine seltene Kombination. Der fehlende Akku trübt das „portabel“-Versprechen ein wenig, fällt aber für den typischen Einsatz zwischen Wohn- und Schlafzimmer kaum ins Gewicht. Wer 4K und Gaming nicht braucht, fährt mit dem 200 Euro günstigeren Flip Laser womöglich besser – die Laser-Helligkeit teilen sich beide. Ein finales Urteil zur tatsächlichen Bildqualität gibt es naturgemäß erst nach einem ausführlichen Test.