XGIMI bringt mit der XGIMI MIRA und der MIRA Pro zwei neue 4K-Ultrakurzdistanz-Beamer, die aus rund 19 Zentimetern Wandabstand ein 100-Zoll-Bild werfen. Beide setzen auf RGB-Triple-Laser, Google TV und ein 36-Watt-Soundsystem von Harman Kardon. Die MIRA startet am 15. Juli 2026 für 1.699 Euro, die hellere MIRA Pro folgt im Sommer für 1.999 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei UST-Modelle: MIRA mit 2.000 ISO-Lumen, MIRA Pro mit 3.000 ISO-Lumen
- RGB-Triple-Laser, 4K-Ausgabe (3.840 × 2.160) über einen 0,39-Zoll-DMD-Chip mit Pixel-Shift
- 110 % BT.2020, Kontrast 20.000:1 im DBLE-Modus, Dolby Vision, HDR10+ und HLG
- Throw Ratio 0,175:1 – 100 Zoll aus 19,3 cm, bis 120 Zoll Bilddiagonale
- Gaming: 1 ms Latenz bei 1080p/240 Hz, VRR und ALLM
- Google TV, ISA 5.0 für automatische Bildanpassung, 36 W Harman Kardon
- Preise: MIRA 1.699 Euro (Release 15. Juli 2026), MIRA Pro 1.999 Euro (Sommer 2026)
Kompaktes Design im Stil des AURA 2
Optisch lehnt sich die MIRA-Serie an den AURA 2 an. Das Gehäuse ist mit grauem Akustikstoff bezogen und misst laut XGIMI 464 × 268 Millimeter in der Grundfläche bei 122 Millimetern Höhe. Damit gehört die Serie zu den kompakteren Ultrakurzdistanz-Beamern und eignet sich für Bilddiagonalen von 80 bis 120 Zoll. Eine nette Spielerei: Der Stoffbezug ist nanobeschichtet, sodass Wasser abperlt.
Wie flexibel XGIMI die eigene UST-Idee weiterdenkt, hat der Hersteller schon auf der CES gezeigt. Wer das Konzept „Beamer statt Fernseher“ mit fest integrierter Leinwand kennenlernen will, findet in unserem Bericht zum XGIMI Ascend mehr dazu.
4K RGB Triple Laser – was der Chip wirklich leistet
Beide Modelle geben ein 4K-Bild mit 3.840 × 2.160 Pixeln aus und decken 110 Prozent des BT.2020-Farbraums ab. Der Kontrast liegt laut XGIMI bei 20.000:1, allerdings nur im dynamischen DBLE-Modus. Ein Detail, das in der Ankündigung gern untergeht: Das Bild entsteht über einen 0,39-Zoll-DMD-Chip mit Pixel-Shift-Verfahren. XGIMI selbst spricht in den Datenblättern von „Standard Resolution“, nicht von einer nativen 4K-Auflösung. Für die Praxis heißt das: Du bekommst ein scharfes 4K-Bild, aber technisch arbeitet der Chip mit Bildversatz und nicht mit physisch 8,3 Millionen Spiegeln. Wer echtes Natives-4K erwartet, sollte das im Hinterkopf behalten.
Bei HDR hält sich die Pressemitteilung bedeckt, das offizielle Datenblatt ist da deutlicher: Unterstützt werden Dolby Vision, HDR10+ und HLG. Gerade Dolby Vision ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit und ein echtes Argument gegenüber günstigeren UST-Modellen.
Beim Licht trennt sich die Serie: Die MIRA erreicht 2.000 ISO-Lumen, die MIRA Pro legt auf 3.000 ISO-Lumen zu. Für abgedunkelte Wohnzimmer reicht die Basisversion locker, in helleren Räumen mit Restlicht spielt die Pro ihre Reserven aus.
Gaming: 1 ms bei 1080p und 240 Hz
Für Konsolen und PC ist die MIRA-Serie erstaunlich gut aufgestellt. XGIMI nennt eine Eingangslatenz von 1 Millisekunde, allerdings bei 1080p und 240 Hz im Spielemodus, nicht bei 4K. Dazu kommen VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode) sowie mehrere Bildmodi für Genres wie FPS, RTS oder Sport. Für schnelle Shooter auf großer Leinwand ist das eine solide Basis.
Einrichtung per ISA 5.0
Die Einrichtung übernimmt XGIMIs ISA-5.0-Technologie weitgehend automatisch. Dazu gehören Autofokus, automatische Trapezkorrektur, Anpassung an Wandunebenheiten und Wandfarben, eine Ausrichtungshilfe für die Leinwand sowie eine Augenschutzfunktion. Mit einem Projektionsverhältnis von 0,175:1 steht der Beamer für ein 100-Zoll-Bild nur 19,3 Zentimeter vor der Wand. Deckenmontage oder aufwendige Verkabelung entfallen. Wer XGIMIs automatische Bildanpassung im Detail verstehen will, findet in unserem Artikel zur ISA-Technologie die Grundlagen.
Google TV und Harman-Kardon-Sound
Als Betriebssystem kommt Google TV zum Einsatz. Netflix, Prime Video, Disney+ und weitere Apps sind also direkt an Bord, ein zusätzlicher Streaming-Stick ist nicht nötig. Beim Ton setzt XGIMI auf ein 36-Watt-System von Harman Kardon: zwei 8-Watt-Breitbandlautsprecher plus ein 20-Watt-Subwoofer, abgestimmt auf die Harman Target Curve. Dolby Audio und DTS Virtual:X sind mit dabei. Angetrieben wird die Basis-MIRA von einem MediaTek-MT9679-Prozessor mit Mali-G52-Grafik, 2 GB RAM und 64 GB Speicher. Bei den Anschlüssen gibt es dreimal HDMI (einmal mit eARC), zweimal USB, LAN sowie optischen Audioausgang. Funk läuft über Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2.
XGIMI MIRA und MIRA Pro im Vergleich
| Merkmal | XGIMI MIRA | XGIMI MIRA Pro |
|---|---|---|
| Lichtquelle | RGB-Triple-Laser | |
| Auflösung | 4K (3.840 × 2.160) via 0,39″ DMD mit Pixel-Shift | |
| Helligkeit | 2.000 ISO-Lumen | 3.000 ISO-Lumen |
| Farbraum | 110 % BT.2020 | |
| Kontrast | 20.000:1 (DBLE-Modus) | |
| HDR | Dolby Vision, HDR10+, HLG | |
| Throw Ratio | 0,175:1 (100″ aus 19,3 cm) | |
| Bilddiagonale | 80 – 120 Zoll | |
| Gaming | 1 ms (1080p/240 Hz), VRR, ALLM | |
| Sound | 36 W Harman Kardon (2 × 8 W + 20 W Subwoofer) | |
| System | Google TV | |
| Preis (UVP) | 1.699 Euro | 1.999 Euro |
| Release | 15. Juli 2026 | Sommer 2026 |
Preis und Verfügbarkeit
Die MIRA erscheint am 15. Juli 2026 zum Preis von 1.699 Euro, die MIRA Pro folgt später im Sommer für 1.999 Euro. Verkauft werden beide zunächst über die XGIMI-Website. Die Vorbestellaktion für die MIRA läuft bis zum 14. Juli 2026, Vorbesteller bekommen vier 3D-Brillen als Zugabe. Sobald ein deutscher Amazon-Listing vorliegt, ergänzen wir hier den passenden Link.
FAQ zur XGIMI MIRA
Was kostet die XGIMI MIRA?
Die XGIMI MIRA kostet 1.699 Euro (UVP) und erscheint am 15. Juli 2026. Die hellere MIRA Pro liegt bei 1.999 Euro und kommt später im Sommer 2026.
Ist die XGIMI MIRA ein echter 4K-Beamer?
Die MIRA gibt ein 4K-Bild mit 3.840 × 2.160 Pixeln aus, erzeugt es aber über einen 0,39-Zoll-DMD-Chip mit Pixel-Shift und nicht über ein natives 4K-Panel. XGIMI selbst nennt das im Datenblatt „Standard Resolution“.
Wie groß ist das Bild und wie viel Abstand braucht die MIRA?
Dank Throw Ratio von 0,175:1 projiziert die MIRA ein 100-Zoll-Bild aus 19,3 Zentimetern Wandabstand. Insgesamt sind 80 bis 120 Zoll möglich.
Was ist der Unterschied zwischen MIRA und MIRA Pro?
Der Hauptunterschied ist die Helligkeit: 2.000 ISO-Lumen bei der MIRA gegenüber 3.000 ISO-Lumen bei der MIRA Pro. Restliche Ausstattung wie Laser, 4K, HDR und Sound ist weitgehend identisch.
Eignet sich die MIRA zum Zocken?
Ja. Sie bietet 1 ms Latenz bei 1080p und 240 Hz, dazu VRR und ALLM. Für 4K-Gaming gelten höhere Latenzen, für schnelle Titel in 1080p ist sie aber gut gerüstet.
Fazit zur XGIMI MIRA
Die XGIMI MIRA trifft einen Nerv: großes Bild, wenig Platzbedarf, kein Kabelsalat. Für 1.699 Euro bekommst du RGB-Triple-Laser, Dolby Vision und ein ordentliches Harman-Kardon-Soundsystem in einem wohnzimmertauglichen Gehäuse. Das ist ein faires Paket, zumal Dolby Vision in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt die Kommunikation rund um die Auflösung. Ein 0,39-Zoll-Chip mit Pixel-Shift liefert zwar ein sauberes 4K-Bild, „nativ“ ist das aber nicht, und wer aus dem Datenblatt echtes 4K-Panel-Niveau herausliest, könnte enttäuscht werden. Ob sich der Aufpreis zur MIRA Pro lohnt, hängt schlicht an deinem Raum: In dunklen Räumen reicht die Basis, bei Restlicht sind die 1.000 zusätzlichen Lumen ihr Geld wert. Weitere Beamer im Alltag prüfen wir regelmäßig, etwa im Test des soundcore Nebula P1. Wie XGIMI Laser und LED kombiniert, zeigt außerdem unser Beitrag zur Dual-Light-Technologie.
Quellen: XGIMI (offizielles Datenblatt EU), XGIMI Pressemitteilung.
