Zendure PowerHub: Die Schaltzentrale für dein komplettes Energie-Ökosystem

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Zendure PowerHub – zentrale Steuereinheit für Solar, Speicher und E-Auto

Der Zendure PowerHub ist kein weiterer Batteriespeicher – er ist das Gehirn, das alles zusammenhält. Wer Photovoltaik, Heimspeicher, Wärmepumpe und Elektroauto unter einen Hut bringen will, hatte bisher ein echtes Verkabelungs- und Kompatibilitätsproblem. Genau dort setzt Zendure mit dem PowerHub an: als zentrale Steuereinheit, die all diese Komponenten in einer einzigen Systemarchitektur vereint.

Das Gerät ergänzt die Zendure SolarFlow Mix Serie, die erst im April 2026 vorgestellt wurde, und hebt das gesamte Setup von einer modularen Speicherlösung auf ein vollständig integriertes Energie-Ökosystem. Wer sich bereits mit dem Thema Heimspeicher beschäftigt hat, weiß: Die Herausforderung ist nicht einzelne Geräte zu kaufen – sondern sie sinnvoll miteinander zu vernetzen.

Was ist der Zendure PowerHub genau?

Kurz gesagt: Der PowerHub ist die Zentrale, nicht ein weiteres Endgerät. Er verbindet bis zu drei SolarFlow Mix Einheiten miteinander und koordiniert dabei Batteriespeicher, Solarerzeugung, Netzstrom, Notstromversorgung sowie steuerbare Großverbraucher wie Wärmepumpen, EV-Lader und Smart-Home-Geräte.

Das System kommuniziert dabei über etablierte Protokolle: SG-Ready für Wärmepumpen, EEBus für Haushaltsgeräte und OCPP für Ladeinfrastruktur. Das bedeutet in der Praxis: keine proprietären Sonderlösungen, sondern Kompatibilität mit gängigen europäischen Systemen.

Zendure steuert das Ganze über die Plattform ZEN+OS und die KI-Engine ZENKI. Zusätzlich wird ZenWave unterstützt – Zendures eigener dynamischer Stromtarif – sowie alternative Anbieter. Das Ganze läuft auch dann weiter, wenn die Internetverbindung schwächelt, weil das lokale Home Energy Management System (HEMS) intern koordiniert.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Einphasig (1P) Dreiphasig (3P)
Max. Dauerleistung 4 kW 12 kW
Max. PV-Eingang (nativ) 14 kW 24 kW
Max. PV-Eingang (gesamt, AC+) 43 kW
Max. Speicherkapazität (1 Einheit) 8–50 kWh
Max. Speicherkapazität (3 Einheiten) bis zu 150 kWh
EV-Laden bis 22 kW (dreiphasig)
Backup-Umschaltzeit (ATS) 10 Millisekunden
Kommunikationsprotokolle SG-Ready, EEBus, OCPP
Steuerung ZEN+OS / ZENKI AI / lokales HEMS
Preis (UVP) 719 € (Aktionspreis 599 €) 839 € (Aktionspreis 699 €)

Einphasig oder dreiphasig – was brauche ich?

Die Wahl hängt vom eigenen Hausanschluss ab. Für ein Einfamilienhaus mit normaler Ausstattung reicht die einphasige Variante. Sie sichert im Blackout-Fall eine Phase ab und versorgt die wichtigsten Verbraucher weiter.

Die dreiphasige Version ist für größere Setups gedacht: Sie verteilt Lasten gleichmäßig über alle drei Phasen, unterstützt dreiphasiges E-Auto-Laden mit bis zu 22 kW und ist für Wärmepumpen-Betrieb besonders relevant. Wer ein Elektroauto oder eine moderne Wärmepumpe betreibt, wird an der 3P-Version kaum vorbeikommen. Dazu passend plant Zendure auch eine eigene bidirektionale Wallbox in Varianten mit 7,4, 11 und 22 kW – die Ankündigung läuft, der Marktstart steht noch aus.

Skalierbarkeit: Von 8 kWh bis 150 kWh

Einsteiger können mit einem einzelnen SolarFlow Mix und 8 kWh Speicher starten. Das System lässt sich auf bis zu 50 kWh pro Einheit ausbauen – und wer drei Einheiten mit dem PowerHub koppelt, landet bei bis zu 150 kWh Gesamtkapazität. Das ist für Privathaushalte eine beeindruckende Reserve.

In der Maximalausbaustufe mit drei SolarFlow 4000 Mix Pro liefert das System 12 kW Dauerleistung bei 24 kW nativer Solaranbindung. Mit drei SolarFlow 4000 Mix AC+ klettert der PV-Eingang sogar auf 43 kW – weil diese Modelle zusätzlich über einen AC-Eingang für vorhandene Wechselrichter verfügen.

Das ist auch der Punkt, an dem der PowerHub interessant für alle wird, die bereits eine Dach-PV-Anlage betreiben: Statt alles neu aufzubauen, kann bestehende Hardware eingebunden werden. Wer schon einen Zendure SolarFlow 2400 Pro oder ein ähnliches AC-gekoppeltes System im Einsatz hat, kann dieses in das größere Ökosystem integrieren.

Notstrom: 10 Millisekunden bis zur Umschaltung

Im Blackout-Fall schaltet der PowerHub über ein automatisches Transfersystem (ATS) innerhalb von 10 Millisekunden auf Batteriebetrieb um. Das ist schnell genug, damit die meisten Geräte – einschließlich Desktop-PCs und Geräte ohne eigene USV – nicht merken, dass das Netz ausgefallen ist.

Tagsüber greift der sogenannte Black Start-Modus: Fällt das Netz aus, während die Sonne scheint, baut der PowerHub die Verbindung zwischen Solar und Speicher off-grid selbstständig neu auf. Das Haus wird direkt aus der Solaranlage versorgt, überschüssiger Strom fließt in die Batterien.

Kompatibilität und offene Plattform

Ein häufiges Problem bei Heimspeichersystemen ist das Closed-Ecosystem-Problem: Wer einmal auf Hersteller A gesetzt hat, sitzt in der Falle. Zendure geht hier einen anderen Weg – der PowerHub versteht sich nicht nur mit eigenen Geräten, sondern auch mit PV-Wechselrichtern und Verbrauchern von Drittherstellern.

Die Protokoll-Unterstützung für SG-Ready, EEBus und OCPP ist dabei kein Marketing-Versprechen, sondern konkrete Interoperabilität mit dem, was in deutschen Haushalten ohnehin schon verbaut ist. Wer also bereits einen Wärmepumpen-kompatiblen Smart-Home-Controller oder eine OCPP-fähige Wallbox besitzt, kann diese direkt einbinden.

Preis und Verfügbarkeit

Der Zendure PowerHub ist direkt über den Zendure-Onlineshop bestellbar – aktuell als Vorbestellung mit einer geschätzten Lieferzeit von 70 Tagen. Der Einführungsrabatt bringt die einphasige Version von 719 Euro auf 599 Euro, die dreiphasige Version von 839 Euro auf 699 Euro.

Wer ohnehin zwei Geräte aus der SolarFlow 4000 Mix Serie kauft, bekommt den PowerHub laut Zendure gratis dazu. Das ist ein attraktiver Einstieg für alle, die sowieso ein größeres Setup planen.

Fazit: Zendure PowerHub – mehr als die Summe seiner Teile

Der Zendure PowerHub löst ein Problem, das mit jeder neuen Solarkomponente größer wird: zu viele Geräte, zu wenig Koordination. Als zentrale Schaltzentrale macht er aus einzelnen Batterien, Modulen und Ladegeräten ein System, das tatsächlich zusammenarbeitet.

Wer ein Einfamilienhaus mit PV, Speicher, E-Auto und Wärmepumpe betreibt oder das plant, kommt an dem Konzept kaum vorbei. Die dreiphasige Variante ist für solche Setups die sinnvollere Wahl. Einsteiger mit kleinerem Setup sind mit der einphasigen Version gut bedient – und können später problemlos aufrüsten.

Eines bleibt zu beachten: Expansion-Batterien für die SolarFlow 4000 Mix Serie werden noch separat angekündigt. Wer die volle Kapazitätsstrecke ausreizen will, muss also noch etwas warten.