Zendure SolarFlow Mix Serie: Drei Heimspeicher für jeden Haushalt – bis zu 91 % weniger Stromkosten

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 5 Min. Lesezeit
Zendure SolarFlow Mix Serie – SolarFlow 4000 Mix Pro, 4000 Mix AC+ und 3000 Mix AC+

Zendure bringt mit der SolarFlow Mix Serie eine komplett neue Produktfamilie an Heimspeichern auf den deutschen Markt. Die drei Modelle – SolarFlow 4000 Mix Pro, SolarFlow 4000 Mix AC+ und SolarFlow 3000 Mix AC+ – sollen jeweils passgenau auf unterschiedliche Haushaltsgrössen und Nutzungsszenarien zugeschnitten sein. Das Motto lautet „Mix is the Real Max“: Wer Solar, Speicher und intelligentes Energiemanagement kombiniert, spart laut Hersteller bis zu 91 Prozent der Stromkosten – das wären im besten Fall rund 2.560 Euro pro Jahr.

Warum jetzt? Hintergrund und Marktlage

Steigende Energiepreise, das Solarpaket I und II sowie der schrittweise Rückgang klassischer Einspeisevergütungen zwingen Haushalte dazu, ihren Eigenverbrauch zu optimieren. Wer möglichst viel selbst erzeugten Strom auch selbst nutzen will, kommt an einem Heimspeicher kaum noch vorbei. Mit der SolarFlow Mix Serie adressiert Zendure gezielt diesen Bedarf – und stellt dabei nicht die technischen Features, sondern den konkreten finanziellen Nutzen in den Vordergrund. Wer sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat, findet in unserem Ratgeber zum Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten einen guten Einstieg.

Die drei Modelle im Überblick

SolarFlow 4000 Mix Pro – für große Haushalte mit maximaler Leistung

Das Flaggschiff der Serie richtet sich an Vierpersonenhaushalte mit einem Jahresverbrauch von rund 7.000 kWh, die sowohl Balkon- als auch Dach-PV kombinieren möchten. Der Mix Pro bringt einen eigenen String-Wechselrichter mit und kann bestehende Geräte ersetzen. Technisch sticht vor allem der enorm hohe PV-Eingang heraus: 8 kW DC über zwei unabhängige MPPTs (je 4.000 W) plus 5 kW AC-Kopplung über einen dedizierten PV-IN-AC-Port ergeben zusammen bis zu 13 kW Gesamt-PV-Eingangsleistung – ein Spitzenwert in der Plug-in-Kategorie. Die Dauerleistung im Netzbetrieb liegt bei 4.000 W (ab 800 W Standardkonfiguration), im Off-Grid-Betrieb stehen 3.680 W zur Verfügung, mit einer Spitzenleistung von 7,2 kW. Die Batteriekapazität startet bei 8 kWh und ist auf bis zu 50 kWh skalierbar. Laut Zendure lässt sich damit die Stromrechnung um bis zu 91 % senken.

SolarFlow 4000 Mix AC+ – smarte Nachrüstlösung für bestehende PV-Anlagen

Wer bereits eine Dach-PV-Anlage betreibt und keinen neuen Wechselrichter kaufen möchte, ist beim Mix AC+ besser aufgehoben. Das System koppelt sich AC-seitig über seinen PV-IN-AC-Port (5 kW) an vorhandene Wechselrichter – kompatibel mit allen gängigen europäischen Marken. Im Netzbetrieb liefert es ebenfalls 4.000 W Dauerleistung, Laden und Entladen sind mit je 4.000 W möglich. Die Kapazität ist identisch skalierbar wie beim Pro-Modell (8 bis 50 kWh). Typisches Einsatzszenario: ein Dreipersonenhaushalt mit rund 5.000 kWh Jahresverbrauch, der bis zu 88 % seiner Stromkosten (ca. 1.760 Euro/Jahr) einsparen kann. Wer noch mehr über die Vorzüge des AC-gekoppelten Speichers erfahren möchte, findet in unserem Zendure SolarFlow 2400 AC Test viele Praxiseinblicke.

SolarFlow 3000 Mix AC+ – kompakt, mobil und vielseitig

Das kleinste Modell der Familie richtet sich an Zwei-Personen-Haushalte oder Wohnungen mit einem Jahresverbrauch von rund 3.000 kWh. Besonderheit: Es ist als Dual-Use-System konzipiert – also sowohl als stationärer Heimspeicher als auch als mobile Powerstation für Camping, Outdoor oder Notstrom. Der 3 kW AC-Eingang liefert eine Dauerleistung von 3.000 W (erweiterbar), im Off-Grid-Betrieb sogar 3.680 W mit bis zu 7,2 kW Spitze. Die Kapazität ist auf 8 kWh festgelegt und lässt sich nicht erweitern. In Kombination mit Solarmodulen winkt eine Ersparnis von rund 88 % oder ca. 1.056 Euro pro Jahr.

Technische Daten im Vergleich

Merkmal SolarFlow 4000 Mix Pro SolarFlow 4000 Mix AC+ SolarFlow 3000 Mix AC+
AC-Dauerleistung (netz) 4.000 W 4.000 W 3.000 W
Off-Grid-Leistung 3.680 W (Peak 7,2 kW) 3.680 W (Peak 7,2 kW)
DC-Eingang (MPPT) 8 kW (2×4.000 W)
AC-Eingang (PV-IN-AC) 5 kW 5 kW 3 kW
Lade-/Entladeleistung 4.000 W 4.000 W 4.000 W
Kapazität (Basis/max.) 8 kWh / 50 kWh 8 kWh / 50 kWh 8 kWh (fix)
USV-Umschaltzeit 10 ms 10 ms 10 ms
Schutzklasse IP65 IP65 IP65
Betriebstemperatur −20 °C bis +55 °C −20 °C bis +55 °C −20 °C bis +55 °C
Geräuschpegel 25 dB 25 dB 25 dB
Lebensdauer / Zyklen 15 Jahre / 10.000 15 Jahre / 10.000 15 Jahre / 10.000
Round-Trip-Effizienz 90 % 90 % 90 %
UVP (Deutschland) 2.399 € 1.999 € 1.699 €

Gemeinsame Technologieplattform: HEMS 2.0, ZENKI AI, ZEN+OS und mehr

Alle drei Modelle teilen sich eine einheitliche Softwareplattform. Das Herzstück ist HEMS 2.0, Zendures zweite Generation des Home Energy Management Systems. Damit lassen sich mehrere unabhängige Installationen – etwa Hauptwohnsitz und Ferienwohnung – über eine einzige Account-ID verwalten, wobei jede Installation bis zu sechs Geräte steuert.

Der ZENKI 2.0 AI-Modus optimiert Laden und Entladen in Echtzeit anhand von Stromtarifen, Wetterdaten, Verbrauchsprognosen und PV-Erzeugung. In internen Tests erzielte ZENKI in Kombination mit dynamischen Tarifen bis zu 73 % mehr Ertrag als herkömmliche CT-basierte Steuerungen. Kompatibel ist das System mit über 840 europäischen Energieanbietern. Wer sich bereits mit dem Vorgänger beschäftigt hat, kennt die Grundidee: Auch im SolarFlow Hyper 2000 Test hat sich das ZENKI-System als praktischer Alltagshelfer erwiesen.

ZEN+OS ist das Betriebssystem aller Zendure-Geräte und ermöglicht Over-the-Air-Updates sowie Plug-and-Play-Erweiterungen. ZenGuard vereint ein duales Batteriemanagementsystem, intelligente Zellwartung und ein integriertes Brandschutzsystem auf Basis von Wärme-Aerosolen – das klingt nach solider Hausinstallation und nicht nach Balkon-Gadget. Abgerundet wird das Paket durch ZenWave, Zendures eigenem dynamischen Stromtarif auf Basis der europäischen EEX-Börsenpreise mit 100 % zertifiziertem Ökostrom.

Ein weiteres Datenschutz-Argument: Alle KI-Optimierungen laufen standardmäßig lokal auf dem Gerät. Cloud-Synchronisierung ist optional, nicht verpflichtend – damit ist die Lösung vollständig DSGVO-konform einsetzbar.

Verfügbarkeit und Preise

Die SolarFlow Mix Serie ist ab sofort auf zendure.de sowie bei autorisierten Vertriebspartnern erhältlich. Die unverbindlichen Preisempfehlungen für Deutschland:

  • SolarFlow 4000 Mix Pro: 2.399 Euro
  • SolarFlow 4000 Mix AC+: 1.999 Euro
  • SolarFlow 3000 Mix AC+: 1.699 Euro

Zu beachten: Bei der Vollleistung von 4.000 W ist ein Festanschluss durch einen Elektriker erforderlich. Als reiner Steckerspeicher bis 800 W funktioniert das System hingegen als echtes Plug-and-Play.

Fazit

Mit der SolarFlow Mix Serie macht Zendure einen deutlichen Schritt weg vom reinen Balkon-Gadget hin zu ernsthafter Heimspeichertechnik. Die Kombination aus hoher Leistung (bis zu 13 kW PV-Eingang beim Pro-Modell), großen Kapazitäten (bis 50 kWh) und einer ausgereiften KI-Plattform positioniert die neue Serie klar zwischen klassischen Plug-in-Speichern und teuren Vollinstallationen. Wer seinen Eigenverbrauch maximieren und die Stromrechnung spürbar senken möchte, findet hier eine interessante Option – vorausgesetzt, man ist bereit, für die volle Leistung einen Elektriker zu beauftragen. Die Einsparpotenziale klingen verlockend; wie sie sich im Alltag schlagen, werden wir in einem ausführlichen Test zeigen.