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Noctua NH-L9a-AM4: Kompakter CPU-Kühler für Mini-PCs im Test

Erster Eindruck

Der Noctua NH-L9a-AM4 ist klein und kompakt. Und das muss er für seinen Einsatzzweck auch sein. Dennoch ist er extrem hochwertig verarbeitet und wir konnten keine Verarbeitungsmängel feststellen.

Während die Bodenplatte und die beiden Heatpipes aus Kupfer bestehen, sind die Kühllamellen aus Aluminium. Damit sich die Metalle nicht gegenseitig angreifen, wurden die Metalle vernickelt. Trotz seiner geringen Größe bringt der Kühler 390 g auf die Waage und ist somit äußerst massiv.

Auf dem Kühlkörper ist ein typischer Noctua-Lüfter in braun/beige montiert. Dieser ist verschraubt und nicht wie bei anderen Kühlern nur mit klammern angebracht. Somit sitzt er sehr fest, kann aber auch problemlos ausgetauscht werden. Ein zweiter Lüfter kann nicht montiert werden.

Damit der Lüfter keine Schwingungen auf den Kühlerkörper überträgt, ist er mit Gummi-Abstandshaltern entkoppelt. Um die Lautstärke des bereits sehr leisen Noctua NF-A9x14 PWM-Lüfters weiter zu senken, ist auch ein Low-Noise-Adapter im Lieferumfang enthalten, der die maximalen Umdrehungen pro Minute von 2500 auf 1800 senkt. Dadurch sinkt die Lautstärke von max. 23,6 dB(A) auf 14,8 dB(A). Entsprechend sinkt natürlich auch die Kühlleistung.

Das mit einem Gummiüberzug versehen Anschlusskabel des Lüfters ist relativ kurz, somit aber genau richtig für den Einsatz auf Mini-ITX-Mainboards. Wir konnten den Lüfter ohne Probleme auf dem ASUS ROG Strix B450-I Gaming anschließen.

Montage

Wie bereits erwähnt, haben wir den Noctua NH-L9a-AM4 in einem kleinen Mini-ITX-PC verbaut. Die folgenden Komponenten kamen dabei zum Einsatz:

Bevor wir mit dem Einbau des Noctua NH-L9a-AM4 beginnen konnten, mussten wir zunächst den Stock-Kühler von AMD entfernen. Außerdem muss die Backplate des Mainboards entfernt werden, denn der Noctua-Kühler besitzt eine eigene Backplate. Falls ihr auch auf den Noctua NH-L9a-AM4 umrüstet, vergesst nicht den CPU, in unserem Falle den AMD Ryzen 5 2400G, zu reinigen und alle Rückstände der vorherigen Wärmeleitpaste zu entfernen.

Nachdem wir das Mainboard nun von den Altlasten bereinigt haben, haben wir die mitgelieferte Wärmeleitpaste NT-H1 aufgetragen. Hierzu reicht ein kleiner, erbsengroßer Tropfen in der Mitte des Prozessors.

Anschließend haben wir den Noctua NH-L9a-AM4 aufgesetzt, eine Schutzfolie mussten wir vorher nicht entfernen. Nun vorsichtig das Mainboard drehen und die Backplate an der Rückseite mit den ebenfalls mitgelieferten Schrauben fixiert. Die Schrauben drehen wir mit der Hand an, um sie dann anschließend mit dem Schraubenzieher festzuziehen. Damit dabei keine Unwucht entsteht, schrauben wir immer abwechselnd über Kreuz, bis alle Schrauben fest sind.

Zu guter Letzt schließen wir noch das 4-Pin-Kabel des PWM-Lüfters ans Mainboard an.

Insgesamt ist die Montage super einfach gehalten, es müssen keine fummeligen Mounting-Kits angebracht werden. Dennoch sitzt der Kühler bombenfest. Mit dem RAM oder VRMs auf dem Mainboard hatten wir übrigens keine Probleme, da Noctua auf eine hohe Kompatibilität geachtet hat.

Lautstärke und Kühlleistung

An den Komponenten habt ihr sicherlich schon erkannt, dass wir kein High-End-System im Kolink rocket verbaut haben. Der AMD Ryzen 5 2400G erzeugt dennoch schon ordentlich Abwärme, die durch den Noctua NH-L9a-AM4 gekühlt werden muss. Besonders auf den kleinen Raum ist das nicht einfach, doch der Noctua NH-L9a-AM4 meistert dies.

Um den Prozessor aufzuheizen, wurde der Prozessor 15 Minuten mit Prime95 belastet. Anschließend wurde die Temperatur ausgelesen, während die Lüfter mit maximaler Geschwindigkeit liefen. Die Raumtemperatur betrug etwa 20 Grad. Als Vergleich haben wir den AMD Stock-Kühler mit aufgeführt.

Kühlung Temperatur
AMD Wraith Stealth-Kühler 79°C
AMD Wraith Stealth-Kühler + 80-mm-Gehäuselüfter 77°C
Noctua NH-L9a-AM4 77°C
Noctua NH-L9a-AM4 + 80-mm-Gehäuselüfter 74°C

Die Temperaturen des Prozessors sind mit dem Noctua NH-L9a-AM4 also deutlich niedriger als mit dem AMD Wraith Stealth-Kühler. Doch nicht nur das: Auch die Lautstärke ist deutlich niedriger. Der Noctua NH-L9a-AM4 blieb trotz 2500 Umdrehungen pro Minute erstaunlich leise.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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