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O2 schafft die DSL-Drosselung endlich ab

Der spanische Telefonica-Konzern, zu dem auch O2 zählt, schafft die umstrittene DSL-Drosselung, die offiziell als „Fair-Use-Mechanik“ bezeichnet wird, endlich ab. Für Kunden wird O2 mit seinen VDSL-Verträgen damit wieder deutlich attraktiver. Zeitgleich verkündet der Konzern einen Sommertarif mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 50 MBit pro Sekunde.

Seit 2015 drosselt O2 die DSL-Geschwindigkeit von Nutzern, die das ihnen zur Verfügung stehende Datenvolumen von 300 oder 500 GB ausschöpfen und überschreiten, was nicht nur in der Branche äußerst umstritten ist. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass eine solche Drosselung zu einem fairen Gebrauch – daher der Name der Fair-Use-Mechanik – beitrage. Überdies würde die Drosselung nur bei Kunden in Kraft treten, die „wahnsinnig viel“ Datenvolumen verbrauchten.

Diese recht vage Angabe wurde von O2 wie folgt präzisiert: Gedrosselt wird, wenn ein Kunde drei Monate in Folge mehr als das gebuchte Datenvolumen nutzt. Dieses beträgt je nach Tarif entweder 300 oder 500 GB. Um dieses Datenvolumen zu überschreiten, müssten Kunden „dreieinhalb Stunden pro Tag Streaming betreiben“, gab der Konzern an. Nur ein Bruchteil der Kunden würde derart viele Daten nutzen, sodass nur äußerst wenige O2-Kunden von der Drosselung betroffen seien. Gedrosselt wurde nach dem Verbrauch des Datenvolumens bisher auf 2 MBit pro Sekunde. In allen 16-MBit-Tarifen sowie in den Highspeed-Tarifen werden die Deckelungen hinsichtlich des Datenvolumens und die beim Überschreiten eintretende Drosselung nun abgeschafft.

Explizit ausgenommen sind die Tarife „XS“ und „S“. Kunden, die diese Tarife, welche mit einem vergleichsweise geringen Datenvolumen verbunden sind, gebucht haben, müssen also weiterhin die Gefahr einer Geschwindigkeitsdrosselung in Kauf nehmen.

Zugleich kündigte der Konzern einen neuen „Sommertarif“ an. Strenggenommen handelt es sich bei diesem „Tarif“ lediglich um eine Rabattaktion. So erhalten Neukunden den Tarif „O2 DSL Free“ mit einer Laufzeit von 24 Monate vom 5. Juni bis zum 5. September für 30 Euro pro Monat. In den ersten sechs Monaten entfällt die ansonsten obligatorische Grundgebühr von 30 Euro. In diesem Tarif werden Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit pro Sekunde versprochen. Der in den Sommermonaten angebotene Einstiegspreis gilt indes für die gesamte Vertragslaufzeit.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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