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OBS Studio – Die perfekten Einstellungen für den eigenen Stream

Vielleicht erinnern sich noch einige von euch an unsere Tutorial-Reihe zu Open Broadcaster Software. Seit einiger Zeit gibt es nun schon die komplett überarbeitete Version Open Broadcaster Software Studio oder auch OBS Studio. Nun möchte ich die Tutorial-Reihe zu eurem eigenen Stream auch mit OBS Studio fortführen. Der Hauptbestandteil, also OBS Studio selbst, sowie Einstellungen und Plugins werden dieses Mal direkt in einem Beitrag und nicht in zweien untergebracht.

Bevor wir überhaupt mit unserem Tutorial anfangen können, benötigen wir zuerst die aktuellste Version von OBS Studio.

Nach der Installation befindet sich die 32Bit-Version schon auf eurem Desktop. Die Verknüpfung zu der anderen Version findet ihr entweder direkt im Installationsverzeichnis oder ganz leicht im Startmenü. Nach dem Start seht ihr sofort, OBS Studio hat sich von der Oberfläche her nicht komplett geändert, wirkt jetzt aber wesentlich stimmiger. Und falls ihr es bei der Installation nicht bemerkt haben solltet, das Browser Plugin kann direkt mit installiert werden!

Gehen wir einfach mal die einzelnen Punkte durch.

Allgemein

In den Einstellungen unter Allgemein gibt es nicht viele Optionen. Neben der Sprache kann das Design geändert werden. Bisher gibt es zwar nur ein helles Standarddesign und ein dunkles. Ich persönlich würde das dunkle wählen, da es viel angenehmer für die Augen ist.

Außerdem können wir noch einen Bestätigungsdialog beim Starten oder Stoppen des Streams anzeigen lassen. So muss extra bestätigt werden, dass wir wirklich streamen wollen. Ein ungewolltes Streamen ist somit beinahe ausgeschlossen.

Allgemeine Einstellungen
Unter Allgemein können softwarespezifische Einstellungen vorgenommen werden.

Stream

Im Menü Stream gibt es auch nicht viele Infos oder Einstellungsmöglichkeiten. Diese sind aber mit am wichtigsten. Wenn wir zu einem der bekannten Dienste streamen möchten, wählen wir oben die Streaming-Plattform aus. Im Dropdown werden dann die Bekanntesten angezeigt. Setzten wir noch einen Haken bei Alle Plattformen anzeigen, wird beispielsweise auch Restream.io angezeigt. Beim Server wählen wir einen uns geographisch nah gelegenen aus.

Den Streamkey der einzelnen Dienste findet man an den verschiedensten Stellen, meistens aber im Dashboard. Hierzu folgt später noch ein Tutorial.

Auswahl des Streaming-Servers
Hier könnt ihr den Streaming-Server sowie den Streamschlüssel hinterlegen.

Ausgabe

Unter Ausgabe gibt es zwei Modi, die wir uns anschauen müssen. Im einfachen Ausgabemodus sind die Einstellungsmöglichkeiten sehr beschränkt und beziehen sich nur auf das wesentliche.

Die passende Video-Bitrate müsst ihr für euch selbst finden. Passend für den Anfang ist 1500 bis 2500 kbit/s einzutragen. Genau diese Bitrate müssen übrigens auch eure Viewer haben, um den Stream überhaupt laden zu können. Für die Audio-Bitrate könnt ihr standardmäßig 128 stehen lassen.

Den Punkt Erweiterte Encoder-Einstellungen aktiviert ihr, indem ihr einen Haken im entsprechenden Kästchen setzt. Das Preset lassen wir standardmäßig bei veryfast. Wenn der Stream ruckeln sollte oder ihr Framedrops habt, geht in der Liste weiter nach oben. Die Benutzerdefinierten Encoder-Einstellungen lassen wir leer.

Solltet ihr mit OBS nur Videos aufnehmen wollen, stellt unten den Pfad ein, wo die Videos gespeichert werden sollen. Weiterhin solltet ihr die Aufnahmequalität eurer PC-Leistung anpassen. Solltet ihr in hoher Qualität streamen können, lasst die Einstellung auf Gleiche wie Stream. Für reine Aufnahmezwecke, passt die Einstellung dementsprechend an.

Für den erweiterten Modus gehen wir noch weiter ins Detail.

Einstellungen für die Ausgabe des Streams, der Aufnahme und des Audios
Unter Ausgabe könnt ihr die Bitrate des Videos sowie die Audioeinstellungen verändern.

Streamen

Der Encoder steht normal auf x264. So läuft das Encoding über die CPU des PCs. Im Normalfall ist diese Einstellung auch die Richtige. Beansprucht ein Spiel eure CPU besonders stark, lässt sich die Last auch auf die Grafikkarte abwälzen. Für Nvidia-Grafikkarten wählt ihr den Encoder NVIDIA NVENC aus und schon berechnet die GPU eures PC den Stream. Eine leistungsstarke Grafikkarte wird selbstverständlich vorausgesetzt.

Die restlichen Einstellungen im Schnelldurchlauf:

  • Verwende benutzerdefinierte Puffergröße: nein – Es wird von den Streaming-Diensten empfohlen, die selbe Puffergröße einzustellen, wie die Bitrate
  • Keyframeintervall (Sekunden, 0 = auto): Standardeinstellung beibehalten
  • Benutze CBR: ja
  • Prozessorauslastung-Voreinstellung: veryfast – weiter oben nochmal nachlesen
  • Profil: main
  • Tune: (Nichts)

Aufnehmen

Im Bereich Aufnehmen nehmt ihr die Einstellung für Aufnahme von Videos vor. Ihr könnt den Speicherort, das Format und auch die aufzunehmenden Audiospuren anpassen. Falls die Skalierung geändert wird oder sich vom Stream unterscheiden soll, könnt ihr dies hier ändern.

Audio

Unter Audio könnt ihr die einzelnen Audio-Spuren anpassen. Ihr könnt einen eigenen Namen sowie die Bitrate anpassen. Es empfiehlt sich einfach die Standardeinstellung beizubehalten.

Audio

Der Bereich Audio beinhaltet nicht viele Einstellungen. Ihr könnt zwei verschiedene Wiedergabe- und drei verschiedene Aufnahmegeräte direkt in der Software wählen. Besonders interessant ist diese Option, wenn ihr zu zweit streamen wollt.

Falls euer Mikrofon nicht dauerhaft aufnehmen soll und ihr lieber mit Push-to-Talk arbeitet, lässt sich hier noch die Verzögerung einstellen. Ihr bestimmt selbst, nach wie vielen Millisekunden das Mikrofon stummgeschaltet ist.

Einstellungen für die Audiogeräte
Im Bereich Audio können verschiedene Ausgabe- sowie Aufnahmegerät festgelegt werden.

Video

Die Option Basis (Leinwand) Auflösung entspricht in jedem Fall der Auflösung des Hauptmonitors. Die Ausgabe (skaliert) Auflösung gibt an, wie der Stream übertragen wird. Je höher die Auflösung, desto mehr muss übertragen werden. Es wird somit mehr Volumen benötigt. Habt ihr eine niedrige Video-Bitrate angegeben, sollte die Auflösung herunterskaliert werden. In Anbetracht des Seitenverhältnisses normaler Monitore, ist eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel zu empfehlen.

Der Filter sorgt zusätzlich für eine bessere Bildqualität. Je besser der Filter, desto mehr Leistung wird benötigt. Ihr werdet sowieso mehrere Testanläufe brauchen. Spielt einfach ein wenig mit der Einstellung herum.

Den letzten Wert stellt ihr entweder auf 30 oder 60. Mit 60 FPS bekommt ihr selbstverständlich eine bessere Qualität, aber so benötigt ihr auch mehr Leistung.

Video-Einstellungen, Skalierung und FPS-Wert
Falls ihr die Skalierung sowie den FPS-Wert anpassen möchtet, könnt ihr dies unter Video machen

Erweitert

Die ganzen Einstellungen beinhalten eigentlich nur viel Kauderwelsch. Ein interessante Einstellung könnte das Automatische wiederverbinden sein. Aktiviert einfach die Einstellung und stellt den Timer auf 10 Sekunden.

Erweiterte Einstellungen für erfahrene Nutzer, Stream-Verzögerung
Sehr erfahrene Benutzer können hier Änderungen vornehmen. Außerdem kann die Stream-Verzögerung selbst eingestellt werden.
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Lukas Heinrichs

Mitgründer von Basic-Tutorials.de und leidenschaftlicher Zocker und zusätzlich noch Redakteur für den Blog, hält mich meistens mein Arbeitsleben von Unmengen an Artikel ab.

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