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One Clean Solution jetzt mit Gehäuse? Das Seasonic Q704 Gehäuse im Test

Systemaufbau im Seasonic Q704

Gerade beim Systemaufbau fällt meist auf, was der Hersteller nicht bedacht hat oder wo man sich Kosten gespart hat. Deshalb wird es jetzt besonders interessant. Wir werden in dem Gehäuse einen Intel-Core i7-8700k mit der Corsair H115i AiO.Wasserkühlung mit einem 280-mm-Radiator verbauen. Die CPU und die 16 GB Corsair Vengeance RGB Arbeitsspeicher sind auf dem MSI Z370 Gaming Pro Carbon AC Mainboard verbaut. Als Grafikkarte ist eine RTX 2070 Super von Palit mit an Bord während als Speichermedien neben einer M.2SSD auch eine 2,5“-SSD angeschlossen wird.

Als erstes kann direkt das Seasonic Syncro verbaut werden. Die Halterung für das Netzteil kann einfach herausgenommen werden, um das Netzteil schon außerhalb des Gehäuses anzuschrauben. Um das Connect zu befestigen wird die magnetisch befestigte Kabelmanagement-Abdeckung einfach herausgenommen und das Connect dann mit vier Schrauben befestigt. Das Connect selbst wird mit dem Netzteil über zwei Stecker verbunden, wobei der kleinere für die Steuerung zuständig ist, während über den anderen die 12V- und 5V-Spannung weitergeleitet wird.

Da das System vorher schon verbaut war, konnten wir direkt das Mainboard, mit RAM, CPU und Kühler in das Q704 einsetzen und festschrauben. Das Mainboard sitzt gut auf den Abstandhaltern auf und passt sehr gut. Wir nutzen hier zwar keine Luftkühlung, doch auch so ist erkennbar, dass genug Platz vorhanden ist, um eventuell noch nachträglich die CPU-Stromversorgung anzuschließen, falls der CPU-Kühler schon montiert wurde. Bevor wir die Grafikkarte einbauen, verbinden wir noch die Kabel des I/O-Panels und schließen die Festplatte an. Die 2,5“-SSD kann zuvor außerhalb des Gehäuses auf eine Halterung geschraubt werden, die dann anschließend mit einer Lasche eingesteckt und mit einer Schraube wieder am Mainboard-Tray befestigt wird.


Zu guter Letzt fehlt jetzt nur noch die Verkabelung vom Netzteil aus, wobei das in diesem Fall heißen sollte „vom Connect“ aus. Anstatt nämlich sämtliche Kabel durch das Gehäuse zu ziehen, können von dem Seasonic Syncro kurze Strecken mit kurzen Kabeln realisiert werden. Die entsprechenden Kabel befinden sich im Lieferumfang und gerade für ein ATX-Mainboard sind sie perfekt. So einfach konnte ich bisher noch nie die CPU mit Strom versorgen oder den Mainboard-Stecker platzieren, ohne das gesamte Kabelmanagement auf den Kopf zu stellen. Das Syncro Connect bietet in dem Gehäuseinnenraum nämlich direkt die Möglichkeit das Mainboard zu verbinden. Zudem sind gleich sechs 8-Pin-Stecker vorhanden, um die Grafikkarte (oder mehrere) mit Strom zu versorgen.

An den Seiten lassen sich dann bis zu sieben Lüfter anschließen und die übrigen Geräte mit den sechs SATA-/Molex-Steckern versorgen. Auch, weil Seasonic unterschiedliche Kabellängen mit versendet, hat man die Möglichkeit das Kabelmanagement sehr sauber zu halten, wobei zum Beispiel nur vier 8-Pin-Stecker für die GPU mit im Lieferumfang enthalten sind. Hier und da wurde dann etwas gespart, aber trotzdem sind wir vollends begeistert. So schön und leicht war ein Systemaufbau selten, jedoch steht nun der Praxistest an.

Kühlleistung und Lautstärke

Das schönste Gehäuse, mit den besten Features bringt einem nichts, wenn die Kühlung einfach nicht funktioniert. Darum kommen wir nun zum Stresstest. An dieser Stelle sei nochmal angemerkt, dass wir nicht nur die vorinstallierten Lüfter nutzen, sondern auch die zwei 140-mm-Lüfter der H115i von Corsair. Die drei in der Front installierten 120-mm-Lüfter haben wir in den Deckel versetzt und davon den vordersten als einen zusätzlichen In-Take-Lüfter verwendet, während die zwei anderen die warme Luft nach außen blasen. Um unser System nun so richtig ins Schwitzen zu bringen, setzen wir die CPU mit Prime95 und die GPU mit FurMark für 15 Minuten unter Last.

Im Officebetrieb Nach 15 Minuten Volllast
Zimmertemperatur 22,7° 24,1°
Grafikkarte 40° 73°
CPU 36° 79°
Wassertemperatur 31° 33,6°

Es ist gut zu beobachten, die Temperatur im Gehäuse gerade am Anfang des Tests immer weiter ansteigt und parallel dazu natürlich auch die Lautstärke. Trotzdem muss man leider sagen, dass gerade die Lautstärke das größte Problem darstellt. Die Lüfter werden sehr schnell sehr laut, sodass man selbst mit Headset die Lüftergeräusche deutlich wahrnimmt. Trotzdem bleibt die Temperatur innerhalb des Gehäuses maximal bei 50°. Auch die übrigen Temperaturen bleiben in einem ungefährlichen Bereich.

Alltagserfahrung

Im Alltag ist das Bild aus dem Härtetest exakt das gleiche. Sobald die Lüfter etwas aufdrehen, werden sie fast direkt störend. Etwas schade, bei dem sonst so durchdachten Konzept. Doch gerade was die Lüfter angeht, lässt sich ja aufgrund der breiten Lüftungsschächte auch noch einiges Austauschen. Des Weiteren zieht das Gehäuse, auch wenn es unter dem Tisch stehen sollte, immer wieder seinen Blick auf sich, da es super aussieht.

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Jonathan Klein

Ich studiere Elektrotechnik und bin leidenschaftlicher Zocker. In meiner Freizeit bin ich im CVJM aktiv unterwegs und beschäftige mich gerne mit allem rund ums Thema Gaming und Computer.

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Erinnert ihr euch noch an das Seasonic Connect? Seasonic hat das allgemeingültige Netzteilkonzept versucht neu zu erfinden. Anstatt die Elektronik in einen Kasten zu stecken, wurde die Elektronik aufgeteilt und dadurch näher an die Stellen gebracht, an die die Kabel auch hingehen sollen. Das Problem war nur, dass diese Lösung nicht in jedes Gehäuse passte. … (Weiterlesen...)

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