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ownCloud 7: Umstieg von SQLite zu MySQL einfach gemacht

Für meine persönlichen Backups setze ich auf Owncloud und mit der Zeit haben sich dort jede Menge Daten angesammelt. Zu Beginn dachte ich, ich kann die Warnung der langsamen SQLite-Datenbank getrost ignorieren und das wird schon passen, doch mit der Zeit ist die Datenbank immer mehr gewachsen und wurde dementsprechend träger. Also musste die Konvertierung von SQLite zu MySQL her. Für MariaDB ist der Befehl übrigens derselbe.

Das benötigte Script für die Datenbankänderung der ownCloud 7 Installation steht bereits standardmäßig im Installationsverzeichnis von ownCloud zur Verfügung. Um dieses zu benutzen benötigt ihr einem SSH-Zugang zu eurem Server. Falls dieser lokal ist, reicht natürlich auch eine normale Shell-Umgebung. Folgende Schritte haben mich, und zukünftig auch dich, zum Ziel gebracht:

  • SSH-Verbindung aufbauen / Terminal öffnen
  • Zum Verzeichnis von ownCloud navigieren. Wenn du ownCloud über apt-get installiert hast, befindet sich ownCloud unter „/var/www/owncloud/“
cd /var/www/owncloud/
  • Das Script ausführbar machen
chmod+x occ
  • Starten des Bashscripts mit den notwendigen Parametern.
./occ db:convert-type --password=DEINPASSWORT --all-apps mysql DEINBENUTZERNAME localhost DEINDATENBANKNAME

Natürlich musst du noch dein Passwort, deinen Benutzernamen und den Datenbanknamen anpassen bevor du den Befehl so in deinen Terminal eingeben kannst. Falls du einen externen Datenbankserver benutzt oder einen anderen Port, kannst du dies natürlich auch anpassen. Der Befehl sieht dann so aus:

./occ db:convert-type --port=DEINPORT --password=DEINPASSWORT --all-apps mysql DEINBENUTZERNAME DEINEIP DEINDATENBANKNAME

Mit dem Absenden dieses Befehls wird die Konvertierung gestartet und nach Abschluss der Operation läuft deine ownCloud 7-Installation nicht mehr über SQLite, sondern über MySQL. Und tatsächlich – ownCloud läuft dadurch deutlich performanter.

via kussaw

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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4 Kommentare

  1. Hi,

    ich habe Owncloud vor gut 9 Monaten getestet. Grauenhaft, kann ich nur sagen. OpenSource zum Selbermachen, klar – das kostet Zeit und ggf. auch Nerven. Das war ich bereit für eine eigene Cloud zu investieren. Aber Datenverlust und Inkonsitenzen? Nein, das ging zu weit. Ich bin jetzt happy in der Cloud von Apple. Hat 15 Minuten gedauert und funktioniert einwandfrei. Von OC kann ich nur abraten, es sei denn es hat sich da vor kurzem was gravierend geändert.

    Gruß

    Boris

    1. Hi Boris,

      ich hatte das früher schon mal auf einem Raspberry Pi laufen, da war es mir jedoch zu langsam. Seit letztem Monat habe ich noch einen zusätzlichen Server günstig bekommen und habe das seitdem dort laufen. Von Datenverlust habe ich zum Glück noch nichts mitbekommen, ab und zu gibt es aber Synchronisationsfehler – ich habe da aber auch noch nicht weiter geguckt.

      Durch die Uni habe ich zwar Office 365, doch leider nicht die unbegrenzte Onedrive-Version – ansonsten würde ich wohl auch eher Onedrive nutzen. Doch da die Office 365 inkl. Onedrive für Studenten nur 79 Euro für 4 Jahre kostet, werde ich da wohl auch mal zuschlagen und umsteigen. Die Apple Cloud ist für mich ohne Apple Geräte leider nichts. 😉

      Viele Grüße
      Simon

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