PC-Komponenten

Phanteks Eclipse P200A – ITX mit viel Platz aber großem Fußabdruck

Systembau im Phanteks Eclipse P200A

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400 auf einem MSI B350 PC Mate mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666. Der Ryzen wird von einem SilentiumPC Fera 5 Dual Fan gekühlt und ist auf 3,8 GHz (1,25V) übertaktet. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabyte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das vollmodulare LC-Power LC550 V2.31 Platinum mit einem Effizienzgrad von 80 Plus Platinum.

Die Montage aller Komponenten war schnell erledigt. Das ITX-Mainboard wirkt im geräumigen Innenraum schon fast etwas verloren. Da das Netzteil von hinten in das Gehäuse geschoben wird, spart das später Frust bei einem möglichen Umbau. Die Abstandshalter verfügen über leichte Erhöhungen und ermöglichen so eine kurzeitige vertikale Montage des Mainboards ohne Schrauben. Die Verkabelung benötigte hingegen etwas mehr Zeit, konnte aber durch ein voll-modulares Netzteil erleichtert werden. Hinter dem Mainboard-Tray ist genug Platz um übrige Kabel zu verstauen. Wir empfehlen jedoch alle Kabel vorzuverlegen und das Netzteil als allerletztes einzubauen.

Unüblich für das ITX-Format bietet das Eclipse P200A reichlich Platz für Komponenten. CPU-Kühler dürfen 165 Millimeter hoch und Grafikkarten maximal 355 Millimeter lang sein. Zudem werden auch 3-Slot GPUs supportet. Für Netzteile gibt es mit 205 Millimetern ebenfalls ordentlich Raum. In einem gewissen Umfang könnte auch eine Wasserkühlung im P200A verbaut werden. So passen gleichzeitig ein 280er- und ein 120er-Radiator in den Innenraum. Entscheidet man sich für zwei sehr dünne Radiatoren, könnten in der Front bzw. seitlich eventuell auch zwei 240er-Radiatoren gleichzeitig Platz finden.

Ab Werk verbaut Phanteks im P200A DRGB zwei Lüfter. Diese bestehen aus einem schwarzem Rahmen und weißen Lüfterblättern, in deren Lüfternabe sich die digital-adressierbaren RGB-LEDs befinden. Die Ventilatoren erreichen eine Maximaldrehzahl von 1500 Umdrehungen pro Minute und werden jeweils über einen 4-Pin-PWM-Stecker mit Strom versorgt.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Phanteks P200A erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 21°C 15 Minuten lang Prime95 und FurMark ausgeführt. Außerdem wurde der Test mit zwei verschiedenen Lüftergeschwindigkeiten durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (1050 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
2x 120 mm auf 100% (1550 rpm)
CPU:  58 °C
GPU:  68 °C
CPU: 50% (1050 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
2x 120 mm auf 50% (1100 rpm)
CPU:  60 °C
GPU:  71 °C

In Bezug auf die Maximaltemperaturen schlägt sich das Phanteks Eclipse P200A gut bzw. sehr gut. So erreicht die übertaktete CPU nicht mal annähernd einen kritischen Wert. Die Temperatur der Grafikkarte liegt dagegen im Schnitt 10 Grad höher, erreicht aber ebenfalls keine kritischen Werte. Trotzdem hätten wir uns hier durch die Lüfteröffnungen im Boden etwas mehr erhofft. Wer zudem geräuschempfindlich ist, sollte die vorinstallierten Lüfter nicht auf voller Umdrehungszahl betreiben. Unter 1000 RPM reduziert sich die Lautstärke aber deutlich und die Temperaturen erhöhen sich kaum.

Beleuchtungsoptionen im Phanteks Eclipse P200A

Wie bei allen Gehäusen von Phanteks deutet ein „DRGB“ im Produktnamen darauf hin, das es digital-adressierbare Elemente im Inneren gibt. Beim P200A sind das zwei Lüfter in der Front und der Power-Taster im Deckel. Die Ansteuerung erfolgt über einen Platine im Frontpanel. Diese erlaubt den Wechsel der Farben und Modi per Knopfdruck und benötigt einen SATA-Stecker zur Stromversorgung. Verfügt das Mainboard über einen 5V-3-Pin-ARGB-Header, dann kann die Steuerplatine auch direkt mit dem Mainboard verbunden werden.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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Die Firma Phanteks wurde 2007 in den Niederlanden gegründet und legt den Fokus auf die Herstellung von PC-Gehäusen, Lüftern und weiterem PC-Zubehör. Die ersten Erfolge feierte das Unternehmen aber mit einem wuchtigen Doppelturm-CPU-Kühler in verschiedenen Farben. Etwa fünf Jahre später wagte der Hersteller dann auch den Sprung in den Gehäusemarkt und stellte 2013 das Enthoo … (Weiterlesen...)

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