Gehäuse Testberichte

Phanteks Eclipse P600S: Leiser Midi-Tower mit hohem Airflow im Test

Systembau im Phanteks Eclipse P600S

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwende ich einen Intel Xeon 1230v3 auf einem Gigabyte H87M-D3H mit 16GB RAM. Der Xeon wird durch einen LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 gekühlt und für die Bildausgabe ist eine HD 7850 2GB von Asus zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare be quiet! Pure Power mit 400W.

Der Einbau der Komponenten war schnell erledigt und hat viel Freude bereitet. Durch die großzügigen Platzverhältnisse und die vorinstallierten Abstandshalter waren die Hauptkomponenten zügig verbaut und verkabelt. Hervorzuheben ist hier noch das sehr gut durchdachte und ausgestattete Kabelmanagement-System. Durch die vorhandenen Klettstreifen, die sinnvoll platzierten Öffnungen und die individuell verschiebbaren Kunststoffplatten ist sehr leicht möglich ein aufgeräumtes System zu verwirklichen. Selbst auf der Rückseite herrscht dadurch eine übersichtliche Anordnung der Kabel.

Platztechnisch sind auch High-End-Komponenten kein Problem. Das Eclipse P600S unterstützt CPU-Kühler bis 190 mm und Grafikkarten bis zu einer Länge von 435 mm. Für Netzteile stehen je nach Festplattenkonfiguration mind. 195 mm zur Verfügung. Wer zudem seine Grafikkarte in einer vertikalen Position präsentieren möchte, der hat mit dem Eclipse P600S aufgrund der mitgelieferten Halterung auch eine Möglichkeit dazu. Was aber nicht beigelegt ist, ist ein PCIe-Riser-Kabel. Dieses muss nachträglich gekauft werden. Auch wenn wir über kein Riser-Kabel verfügen, haben wir die GPU trotzdem einmal vertikal montiert.

Ein weiteres ausgeklügeltes System wurde bei der Montage der Datenträger implementiert. Das System funktioniert teilweise werzeuglos, verfügt über Entkoppler und erlaubt zumindest bei der großen HDD-Trays eine Stapelung. Beide System wirken solide und sollten die Festplatten auch bei einem Transport sicher an Ort und Stelle halten.

Wasserkühlung im Phanteks Eclipse P600S

Einen besonderen Fokus hat Phanteks bei der Entwcklung des Eclipse P600S auch auf die Kompatibilität für Wasserkühlungen gelegt. Maximal können im Eclipse in der Front ein 420-mm-Radiator und im Deckel ein 360-mm-Radiator verbaut werden. Die Kombination aus Radiator und Lüfter darf in der Front eine Gesamttiefe von 95 mm und im Deckel von 65 mm dabei aber nicht überschreiten. Um auch das Entleeren des Kühlkreislaufs zu erleichtern, hat Phanktes die Radiatorhalterung im Deckel und den Frontbereich mit einer Möglichkeit ausgestattet dort einen Drain-Port zu installieren.

Temperaturen und Lautstärke

Zum Abschluss kommen wir noch zu den Temperaturmessungen. Dazu habe ich bei einer Raumtemperatur von 16,5°C 15 Minuten lang Prime95 und Furmark ausgeführt und mit dem CPUID HWMonitor anschließend die Temperatur von Prozessor und Grafikkarte ermittelt. Dabei wurden vier verschiedene Szenarien gemessen:
1. Gehäuselüfter auf voller Geschwindigkeit, alle Dämmelemente montiert
2. Gehäuselüfter auf normaler Geschwindigkeit, alle Dämmelemente montiert
3. Gehäuselüfter auf voller Geschwindigkeit, alle Dämmelemente entfernt
4. Gehäuselüfter auf normaler Geschwindigkeit, alle Dämmelemente entfernt

Die Ergebnisse sind im nachfolgenden Diagramm dargestellt:

Wie man erkennen kann, gibt es im Vergleich der beiden Szenarien, bei denen die Lüfter auf voller Geschwindigkeit drehen, nahezu keinen Temperaturunterschied. Das deutet an, dass die Lüfter auf voller Geschwindigkeit einen guten Luftdurchsatz haben und dass das Frontelement nicht so restriktiv ist, wie man vielleicht glauben könnte. Aber selbst die Höchswerte mit den installierten Silent-Covers und heruntergeregelten Lüftern sind immer noch im grünen Bereich.

Die vorinstallierten Lüfter sind auf voller Umdrehungszahl aufgrund der Luftverwirbelungen aus dem Gehäuse heraus zu hören. Schließt man die PWM-Platine an ein Mainboard an und regelt darüber die Lüftergeschwindigkeit auf 70 % oder 80 % herunter, erhält man je nach verbauten Komponenten ein sehr leises System.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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