Gehäuse Testberichte

Phanteks Enthoo Evolv X im Test: Ein Koloss aus Stahl, Aluminium und Hartglas

Design & Ausstattung

Der Phanteks Enthoo Evolv X Midi-Tower ist ein gelungenes Upgrade der beliebten Gehäuse-Serie. Die Hartglas-Seitenteile sitzen auf zwei Scharnieren und können nun bequem geöffnet werden, ohne irgendwelche Schrauben lösen zu müssen. Für den Systembau können die Türen auch komplett abgenommen werden. Über die Front können die Seitenteile zudem festgeschraubt werden, sodass diese zum Beispiel beim Transport zusätzlich gesichert werden können. An den Rändern der Seitenteile sorgen Gummidichtungen dafür, dass das Case komplett geschlossen ist, wodurch sich der Airflow verbessert. Magneten halten die Hartglas-Seitentüren geschlossen.

Auch die Front kann schnell und werkzeuglos abgenommen werden. Die adressierbaren RGB-LEDs auf der Frontplatte werden über drei vergoldete Kontakte mit Strom versorgt und angesteuert.

Der Airflow wurde deutlich verbessert, da die Lufteinlässe an der Stirn- und Oberseite des Gehäuses nun 30 mm breit sind, sodass mehr Luft in das Gehäuse gelangen kann. Außerdem ist das ganze Gehäuse auch ein bisschen höher und breiter als sein Vorgänger (Evolv ATX). Das Evolv X bietet überraschend viel Platz für Kabelmanagement und auch die beiden abnehmbaren Seitenwände haben mich begeistert. Das Gehäuse bietet viel Platz für die Laufwerke und nimmt bis zum 9 SSDs (6 Montageschlitten im Lieferumfang) und 10 HDDs (4 Montageschlitten im Lieferumfang), wobei die HDD-Käfige völlig verschiebbar und abnehmbar sind.

Auf der Rückseite des Mainboard-Trays findet man im oberen bereich einen Lüfter-Hub, an den die drei vorhandenen 140-mm-Phanteks Premium-Fans und andere Lüfter angeschlossen werden können. Vorinstalliert sind auch zwei adressierbare RGB-LED-Streifen in der Front. Der Phanteks Enthoo Evolv X Midi-Tower besitzt neben den zwei USB-3.0-Ports auch einen USB-Type C-Anschluss. Erstaunlicherweise unterstützt das Evolv X nicht nur die vertikale Installation der Grafikkarten, sondern auch den Einbau eines zweiten Systems, sollte man sich dafür entscheiden. Für das zweite System, welches dann innen an der Oberseite eingebaut werden kann, muss man sich das dazu benötigte Mini-ITX-Bracket besorgen. Da kein zweites Netzteil installiert werden kann, muss man zudem auf ein Revolt X-Netzteil von Phanteks zurückgreifen.

Systembau

Das Gehäuse ist perfekt für Systeme mit Custom-Wasserkühlung. Man kann im Deckel einen Radiator von max. 360 mm, an der Rückseite von 140 mm und in der Front von max. 420 mm Länge installieren. Welche man mit welchem paart, hängt von der Dicke der Radiatoren ab.

In das System habe ich einen auf 5,1 GHz übertakteten Intel Core i7-8086k Prozessor und zwei GeForce RTX 2080 Ti Grafikkarten eingebaut und alles mit genügende Kühlleistung in Form einer Custom-Wasserkühlung versehen. Was die Radiatoren eingeht, habe ich hier zwei 360-mm-Wärmetauscher, beide 38 mm dick, Vorne und Oben installiert. Nebenbei habe ich den Glacier R220 Ausgleichsbehälter von Phanteks genommen und in diesen eine DDC 3.2 PWM Elite Pumpe von EK Water Blocks installiert. Die Fittinge und Lüfter kommen von XSPC. Ich habe die folgende Hardware eingebaut:

Ich hatte keine Schwierigkeiten bei dem Bau, da der viele Platz im Innenraum, wie schon vorher erwähnt, den Einbau einer Wasserkühlung sehr einfach macht. Phanteks hat sogar an eine Öffnung für einen Fill-Port unter dem abnehmbaren Deckel und eine Aussparung für einen Drain-Port hinter der Frontplatte gedacht. Dies erleichtert die Wartung der Custom-Wasserkühlung.

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