Spiele Testberichte

„Prey“ im Test – Gefährliche DNA

Mit den Kräften des Feindes

Baut ihr anfangs vorrangig Fähigkeiten aus, die auf das Überleben und Erkunden auf der Raumstation zugeschnitten sind, erstrecken sich eure Skills später auf ganze sechs Talentbäume, die unter anderem auch die Alientechniken beinhalten. Daher ist es ratsam, dass ihr wirklich jede Truhe, jedes Schubfach sowie auch Koffer toter Insassen durchsucht, um nützliche Materialien einzusammeln. Selbst kleinste Schrottteile wandelt die stationäre Recyclingstation sekundenschnell in nützliche Handwerksmaterialien, die euch unter anderem bei der Optimierung eurer Waffen helfen. Aber auch Waffen lassen sich in Wiederverwertungsautomaten in nützliche Ressourcen zurückwandeln, die für den Bau neuer Items notwendig sind.

Optisch entpuppt sich die Raumstation als wahrer Leckerbissen, der euch immer wieder im Laufe des Games staunend innehalten lässt. So durchforstet ihr eine prunkvolle Lobby, eine weitläufige Laborebene oder erlebt bei Ausflügen in den Weltraum eine ansehnliche Showeinlage.

Hinsichtlich der Story hebt sich Prey angenehm von sonst gewaltlastigen Science-Fiction-Abenteuern ab und hat weit mehr zu bieten als bloße Alienklatscherei. Neben einer dramatisch inszenierten Geschichte und vielen spannenden Storyschnipseln, wird das Game vor allem durch die Suche nach essenziellen Antworten angetrieben.

Der eigentliche Verlauf des Spiels mitsamt seinem individuellem Ende bemisst sich dabei maßgeblich an euren Taten. Immer wieder steht ihr vor moralischen Entscheidungen, die dem Spiel nicht nur eine angenehme Komplexität verleihen, sondern vor allem für einen hohen Wiederspielwert sorgen.

Balance: Selten waren Gegner so unbarmherzig

Wenn auch das Konzept des Games durchaus überzeugen kann, zeigt es sich jedoch als ebenso anspruchsvoll wie die Fans selber. So sind vor allem die Kämpfe gegen die übermenschlichen Wesen regelrecht unbarmherzig und werden mit jeder neuen Aufrüstung seitens des Spielhelden kniffliger.

Zwar lassen sich vier Schwierigkeitsstufen auswählen, ein regelmäßiges Speichern ist allerdings bereits auf der leichtesten Stufe unbedingt zu empfehlen. An dieser Stelle erweist sich das Game glücklicherweise als sehr fair und gibt euch die Möglichkeit, euren Spielstand jederzeit zu sichern.

Steuerung: Flüssig und präzise

Da ist es umso beruhigender, dass sich die teils rasanten Gefechte durch eine präzise Steuerung gut kontrollieren lassen. Vor allem die Tastenbelegung erfordert keine große Eingewöhnung, sodass ihr alle nützlichen Waffen und Manöver stets gut im Blick habt.

Grafik und Sound: Stimmungsvoller Sound – blasse Figuren

Optisch vermittelt das Game ein angenehm bedrohliches Feeling, schöpft aber nicht alle technischen Möglichkeiten aus. So sind zwar die detailreichen Umgebungen immer wieder atmosphärisch in Szene gesetzt, die einzelnen Figuren gehen in dem opulenten Umgebungsdesign jedoch immer wieder unter. Vor allem die Mimik wurde eher unbeholfen umgesetzt und lässt in Sachen Texturschärfe merklich Luft nach oben.

Deutlich gelungener hingegen ist die Soundkulisse, die stets zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wurde und damit die richtigen Akzente setzt.

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