Hardware Testberichte

Raijintek Mya RBW Rainbow im Test: adressierbare RGB-LEDs und gute Kühlung

Design & Verarbeitung

Optisch wirkt der Kühler durch die schwarz eloxierten Aluminium-Finnen und Heatpipes sehr schick. Der Kühlkörper besteht insgesamt aus 37 Aluminium-Lamellen und sechs 6-Millimeter Heatpipes aus Kupfer. Im Vergleich zu anderen Herstellern setzt Raijintek nicht auf eine vernickelte Bodenplatte sondern auf das Direct-Touch-Verfahren. Dazu wurden die Heatpipes plan geschliffen und liegen direkt auf dem Heatspreader der CPU auf. Insgesamt ist der Kühlkörper groß, wirkt aber nicht zu wuchtig. Außerdem ist der Kühlkörper asymmetrisch aufgebaut um die Kompatibilität zu höheren RAM-Modulen gewährleisten zu können.

Der mitgelieferte Lüfter ist vom Typ Raijintek BDM12013S und ist inklusive 4-pin PWM-Kabel komplett schwarz gehalten. Er dreht mit maximal 1400 Umdrehungen pro Minute und ist ein Slim-Lüfter mit einer Dicke von lediglich 13 Millimetern. Auch dadurch möchte Raijintek die RAM-Kompatibilität des MYA RBW verbessern.

Um die RGB-Beleuchtung zu realisieren, hat der Hersteller auf dem Kühler einen Deckel aus Kunststoff mit vier Schrauben befestigt. Schraubt man dieses Element ab, unterteilt sich dieses in eine schwarze Platte mit dem Raijintek-Logo und ein etwas dickeres, leicht transparentes Element. Dieses beherbergt zwei RGB-LED-Streifen die über einen 5V-RGB-Anschluss mit dem Mainboard verbunden werden können.

Die Verarbeitung und Lackierung des Raijintek MYA RBW sind gut. Nach einer Demontage des Lüfter konnte man am Rand aber Stellen erkennen wo die Eloxierung bereits etwas gelitten hat. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Macken durch die doch sehr straffen Halteklammern verursacht wurden.

Montage

Für das Review kommt ein Testsystem auf einem Benchtable zum Einsatz. Dadurch können wir Faktoren wie einen Hitzestau im Gehäuse auschließen. Das Testsystem besteht aus den folgenden Komponenten.

Auch wenn die Montage auf den Bildern der beigelegten Anleitung sehr einfach aussieht, so entpuppt diese sich in der Realität doch als recht aufwendig bzw. stellenweise sogar unnötig kompliziert. Aber beginnen wir am Anfang. Zur Befestigung des Kühlkörpers wird eine Universal-Backplate für alle Sockel verwendet. Diese verfügt über Schaumstoff und diverse Bohrungen. Als erstes müssen vier lange Schrauben durch die entsprechenden Löcher der Backplate gesteckt werden. Hier kam es direkt zur ersten kleineren Unterbrechung. Die Löcher im Schaumstoff sind so klein, dass man die langen Schrauben dort erst nach ein paar Anläufen durchgesteckt bekommt. Anschließend wird das Mainboard auf die Backplate gelegt und dann folgen vier Isolierscheiben und vier Abstandsbolzen. Diese verfügen leider über ein Gewinde und müssen mit unnötig hohem Aufwand und unter Zuhilfenahme eines Schraubendrehers fest angezogen werden.

Wurde das an allen vier Ecken durchgeführt, dann kann der Montagerahmen auf die Abstandsbolzen gelegt und mit vier weiteren Schrauben befestigt werden. Dann werden noch zwei Abstandshalter auf dem Montagerahmen angebracht damit auch nachher der Haltebügel vernünftig angeschraubt werden kann. Dieser Haltebügel ist nicht fest am Kühler montiert, sondern wird eingelegt und mit Hilfe von zwei Haltenasen lediglich arretiert. Nachdem etwas Wärmeleitpaste aufgetragen wurde, wird der Kühler auf die CPU gesetzt und der Haltebügel wird am Halterahmen verschraubt. Da sich eine dieser Schrauben direkt unter dem Kühlkörper befindet, war ein normaler Schraubendreher viel zu kurz um die Schrauben erreichen zu können. Warum der Hersteller hier nicht ein passendes Werkzeug dabei legt, ist uns ein Rätsel.

Am Ende wurde die Enttäuschung sogar noch etwas größer. Trotz fester Verschraubung aller Komponenten lässt sich der Kühlkörper immer noch leicht bewegen bzw. verdrehen. Raijintek sollte die Art und Weise der Montage definitiv nochmal überarbeiten. Gerade für Anfänger ist diese unnötig kompliziert. Da gibt es einige Hersteller die das deutlich eleganter gelöst haben.

Wo der MYA RBW keine Probleme haben dürfte, wäre bei Arbeitspeicherriegeln mit hohen Heatspreadern. Durch die asymmetrische Bauweise und den schmalen Lüfter dürfte es zumindest auf Mainboards mit vier Speicherbänken auf der rechten Seite zu keinen Kompatibilitätsproblemen kommen.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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