PC-Komponenten

Raijintek Ophion 7L – Ultrakompaktes SFF-Gehäuse für Low-Profile-Grafikkarten

Systembau im Raijintek Ophion 7L

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 7 3700X* auf einem Gigabyte B450I AORUS WIFI  mit 32GB Crucial Ballistix Sport. Der Ryzen wird von einem Noctua NH-L12 Ghost S1 * gekühlt und ist nicht übertaktet. Da die GTX 1060 6GB von Gigabyte AORUS unseres Testsystem nicht in das Ophion 7L passt, mussten wir auf eine Nvidia Quadro 400 zurückgreifen. Die Stromversorgung erledigt das vollmodulare Corsair SF450 Gold mit einem Effizienzgrad von 80 Plus Gold.

Wie so oft bei SFF-Gehäusen, bedarf der Einbau aller Komponenten einer genauen Reihenfolge. Durch die geringen Abmessungen des Ophion 7L, war das in diesem Fall aber noch viel wichtiger. Möchte man 2,5″-Datenträger verbauen, sollten man damit starten. Andernfalls werden die Montagepunkte durch das Netzteil verdeckt. Danach folgt der Einbau des Netzteils mithilfe des Rahmens. Im nächsten Schritt kann man das Mainboard und mögliche Lüfter verbauen. Ist dieses modular aufgebaut, empfiehlt es sich, die Kabel vorher an der Hauptplatine zu befestigen. Der Einbau des CPU-Kühlers sollte erst nach der vollständigen Verkabelung durchgeführt werden.
Trotz Reihenfolge gestaltete sich die Verkabelung bzw. das Verlegen der Kabel aufgrund der kompakten Platzverhältnisse und durch nicht vorhandene Kabelmanagement-Ösen etwas aufwendiger. In jedem Fall empfehlen wir den Einbau eines voll-modularen Netzteils.

Insgesamt bietet das Raijintek Ophion 7L Platz für ein ITX-Mainboard mit einem CPU-Kühler, der maximal 70 Millimeter hoch sein darf und Raum für eine Low-Profile-Grafikkarte mit maximal 1,5-Slots Tiefe. Alles oberhalb einer Nvidia GT 1030 fällt derzeit also raus. Mögliche Netzteile dürfen nur den SFX-Formfaktor aufweisen.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Raijintek Ophion 7L erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 25°C 15 Minuten lang Prime95 und FurMark ausgeführt. Außerdem wurde der Test in verschiedenen Szenarien (Lüfteranzahl, Lüfterdrehzahl) durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (1300 rpm)
GPU: 50% PWM (2800 rpm)
ohne Lüfter (Standard-Konfiguration)
CPU: 95 °C (CPU taktet auf 2,6 GHz herunter
GPU: 100°C (Absturz/ Bildfehler)
CPU: 100% PWM (1900 rpm)
GPU: 100% PWM (5000 rpm)
ohne Lüfter (Standard-Konfiguration)
CPU:  83 °C
GPU:  75 °C
CPU: 50% (1300 rpm)
GPU: 100% PWM (5000 rpm)
2x 92 mm auf 50% (1100 rpm), 1x ausblasend, 1x einblasend
CPU:  93 °C (CPU taktet auf 3,4 GHz herunter)
GPU:  74 °C
CPU: 50% (1300 rpm)
GPU: 100% PWM (5000 rpm)
2x 92 mm auf 50% (1800 rpm), 1x ausblasend, 1x einblasend
CPU:  89 °C
GPU:  74 °C

Wie man sehen kann, sind zusätzliche Gehäuselüfter bei einer etwas hitzigeren CPU Pflicht. Außerdem sollte man definitiv etwas Zeit in die Konfiguration aller Lüfterkurven und -positionen investieren, um ein guten Mittelweg zwischen Lautstärke und Kühlung zu erzielen. Grundsätzlich gilt aber wie bei jedem anderen SFF-Gehäuse auch: die Kühlungsmöglichkeiten sind begrenzt.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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Die Marke Raijintek wurde 2013 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Taiwan. Ziel bei der Gründung war die Entwicklung von High-End-Produkten im Lifestyle- und IT-Hardware-Bereich. Dabei fokussiert sich der Hersteller überwiegend auf die Entwicklung von Gehäusen, CPU-Kühlern, Wasserkühlungen und Gehäuselüftern. Zu den bekanntesten Produkten von Raijintek gehören wohl die ITX-Gehäuse Metis und Ophion. Eine besondere … (Weiterlesen...)

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