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Raspberry Pi 4 bietet Leistung eines Desktop-Computers

Der kürzlich von der Raspberry Foundation vorgestellte Ein-Platinen-Rechner Raspberry Pi 4 Model B soll an die Performance herkömmlicher Desktop-Computer aus dem Einsteigersegment herankommen. Der neue Mini-PC bietet einen Broadcom-BCM2711-SoC mit vier 1,5-GHz-Kernen und 1, 2 oder 4 GByte DDR4-Arbeitsspeicher.

Externe Geräte lassen sich über vier USB-Ports, von denen zwei USB 3.0 unterstützten, sowie per Gigabit-LAN verbinden. Außerdem ist ein Klinkenanschluss für Audio und Composite Video vorhanden. Die Stromversorgung erfolgt über eine USB-C-Schnittstelle. Monitore können über zwei Micro-HDMI-Ports verbunden werden. Laut den Entwicklern können zwei Monitore mit 4K-Auflösung parallel von dem kompakten Rechner angesteuert werden. Die Leistung bei der Videowiedergabe liegt beim H.265-Codec bei 4K und 60fps, H.264-Videos werden in Full-HD-Auflösung bei ebenfalls 60fps wiedergegeben.

Leistung für Windows ausreichend

Die Leistung des bisher schnellstens Raspberry Pi 4 reicht damit erstmals für eine normale Windows 10 Installation aus. Bastler haben es zwar bereits beim Raspberry Pi 3 installiert, aufgrund der wesentlich geringen Performance war an eine produktive Nutzung im Alltag allerdings nicht zu denken. In Kombination mit einer Micro-SD-Karte, die noch separat erworben werden muss, kann der Raspberry Pi 4 normale Office-Anwendungen problemlos bewältigen. Grafisch anspruchsvolle Aufgaben stellen aber auch das neuste Modell der Mini-PC-Reihe vor eine zu große Herausforderung.

Abwärtskompatibilität des 40-Pin-GPIO-Anschluss

Umsteiger, die bereits einen Vorgängermodell besitzen, können sich über den vollständig abwärtskompatiblen 40-Pin-GPIO-Anschluss freuen, der es ermöglicht das teilweise kostspielige Zubehör weiter zu verwenden.

Leider kann das Netzteil, das die maximal 8 Watt Leistung bereitstellen muss, nicht mehr von den Vorgängermodellen übernommen werden, da nun 3 Ampere benötigt werden und statt des Micro-USB-Ports nun USB-C für die Stromversorgung genutzt wird. Auch die Gehäuse des Vorgängers können, obwohl die Maße der Platine unverändert sind, nicht mehr genutzt werden, da weitere Anschlüsse hinzugefügt wurden. Bastler können die erforderlichen Löcher allerdings mit wenig Aufwand auch selbst in alte Gehäuse pfeilen.

Ergänzt wird die Ausstattung durch Bluetooth 5.0 sowie WLAN mit 2,4 GHz sowie 5,0 GHz (802.11b/g/n/ac Standards).

Trotz der deutlich höheren Leistung bleibt auch der neue Raspberry Pi 4 angenehm günstig. Das Einsteigermodell mit 1 GByte RAM ist für 35,95 Euro erhältlich, 2 GByte RAM kosten 45,95 Euro und das leistungsstärkste Modell mit 4 GByte RAM wird für 56,95 Euro angeboten.

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