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Windows 10 reparieren – Das ist zu tun

Nicht selten kommt es vor, dass dein Windows 10 oder 11 nach einem Update, einer neuen Treiberinstallation oder sonstigen hard- oder softwareseitigen Defekten nicht mehr hochfährt oder seinen Dienst mit einem Bluescreen quittiert. Nicht selten sitzt der User dann sprachlos vor einem blauen Bildschirm und versucht, eine kryptische Fehlerbeschreibung zu entziffern. Oftmals ist der Grund für den gefürchteten Blue Screen Of Death (BSOD) ein ganz banaler, sodass du selbst Hand anlegen und das Problem ohne großen Aufwand lösen kannst. Beispielsweise anhand eines Guides zum Thema Bluescreen Windows 10 beheben.

In seltenen Fällen sitzt das Problem jedoch tiefer im System und du wirst den Bluescreen nicht so einfach los, sodass du wohl oder übel dein Windows 10 reparieren musst. Aus diesem Grund zeigen wir dir 4 Methoden, wie du wieder an dein System und, noch viel wichtiger, an deine Daten kommst.

Gründe für Bluescreens und Windows 10 Probleme

In den meisten Fällen kommt ein Bluescreen völlig unerwartet und wirft erst mal viele Fragen auf. Doch keine Panik, jeder blaue Bildschirm hat einen Grund, oftmals musst du nur genau genug hinsehen. Im Idealfall wird nämlich bereits an dieser Stelle der Störenfried beim Namen genannt – meist in Form einer System- oder Treiberdatei. Zusammengefasst entstehen Bluescreens hauptsächlich durch folgende Ursachen:

  • Fehlerhafte Systemdateien, welche möglicherweise die Folge einer bald defekten Systemfestplatte sind. Verwendest du noch keine NVMe-SSD, könnte auch ein defektes SATA-Kabel den Bluescreen verursachen, da möglicherweise Daten nicht korrekt übertragen werden.
  • Nicht für dein Betriebssystem oder deine Hardware geeignete Treiber können ebenfalls Probleme bereiten. Stelle sicher, dass die zuletzt installierten Treiber sowohl für dein Windows als auch explizit für deine Hardwarekomponente geeignet sind. Verwende aus diesem Grund keine 32-Bit-Treiber in einem 64-Bit-Windows oder umgekehrt.
  • Unvollständige oder abgebrochene Windows-Updates sind ebenfalls problematisch. Bei einem abgebrochenen Update wird in der Regel danach einfach nur aufgeräumt und es gibt keine weiteren Probleme. Passiert das aber nicht, fehlen möglicherweise wichtige Systemdateien, die zwar gelöscht, aber anschließend nicht durch neue Versionen ersetzt wurden.
  • Eine klassische Fehlerquelle sind zudem Hardwarekomponenten selbst. An erster Stelle stehen übertakteter Arbeitsspeicher und Prozessor. Hast du diese übertaktet, kann es sein, dass Timings oder Spannungen nicht korrekt sind und es deshalb zu Abstürzen kommt. Im Extremfall können deine Komponenten zwar die Übertaktung locker wegstecken, bekommen aber zu wenig Power vom Netzteil und schmieren deshalb trotzdem ab. Die Folge: mindestens ein hängender Rechner, eventuell auch ein Bluescreen mit Fehlerinformationen. Ist aber ein Hardwareproblem die Ursache, kann es sein, dass dein Rechner einfach nicht mehr reagiert und deshalb auch gar keinen Bluescreen mehr anzeigt.
  • Ein defektes oder gelöschtes Bootlaufwerk kann nicht nur dafür sorgen, dass dein Rechner nicht mehr hochfährt. Sind noch Teile der Windows-Installation vorhanden beziehungsweise die Bootpartition deines Laufwerks intakt, spuckt Windows „INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE“ als Bluescreen aus.

So kompliziert dein Problem nun aber auch zu sein scheint, es ist meist Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Du musst dich nur entscheiden, ob du dein Problem automatisch per Software lösen möchtest oder manuell.

Methode 1: Windows 10 durch Passfab Computer Management reparieren

Die einfachste Option ist jene, in der du einfach eine App Windows 10 reparieren lässt. Lade dir Passfab Computer Management herunter und installiere die Software auf deinem Rechner. Bevor du das Repair-Tool kaufst, kannst du es einfach kostenlos testen.

App-Start
PassFab Computer Management starten

Klicke nach erfolgter Installation auf den Anfang-Button, um die App direkt im Anschluss zu starten. Gleich darauf ist es notwendig, ein bootfähiges Medium erstellen zu lassen, über das du später deinen Rechner startest. Du kannst entweder eine CD/DVD oder einen gewöhnlichen USB-Stick dafür verwenden. Stelle bei Letzterem aber sicher, dass sich keine Daten mehr darauf befinden, da diese beim Erstellen des Bootmediums gelöscht werden.

Bootmedium erstellen
Erstellen des passenden Bootmediums für deinen PC

Wähle dein Betriebssystem sowie x64 oder x86 aus (64- oder 32-Bit), lege ein Medium fest und klicke auf „Weiter“.

Testfunktionen nutzen
Testfunktionen nutzen oder gleich erwerben?

Jetzt kannst du dich zwischen der kostenlosen Variante und der Bezahlversion entscheiden – je nachdem, welchen Funktionsumfang du benötigst. Klicke also entweder auf „Registrieren“, wenn du bereits einen Aktivierungscode besitzt, auf „Jetzt kaufen“, wenn du Passfab Computer Management erwerben möchtest oder „Kostenlose Testphase“, wenn du erst einmal testest.

Ist das erledigt, betätige erneut den Weiter-Button und bestätige, dass die Daten auf dem Medium gelöscht werden mit „Weiter“. Jetzt wird ein ISO-Datenträgerabbild heruntergeladen und anschließend auf deinen Stick oder deine CD/DVD kopiert. Hier ist ein wenig Geduld angesagt.

ISO-Download
Herunterladen des ISO-Abbilds für die Reparaturumgebung

Tipp: Es ist nicht zwingend notwendig, das Bootmedium auf demselben Rechner zu erstellen, den du reparieren möchtest. Du kannst dafür ebenso ein anderes Gerät nutzen.

Bootmedium-Erstellung abgeschlossen
Bootmedium-Erstellung abgeschlossen, ab ins BIOS!

Sobald das Medium erstellt wurde, ist es notwendig, die Startreihenfolge im BIOS oder UEFI zu ändern. Ansonsten würde dein Rechner weiterhin die kaputte Windows-Installation hochfahren und den USB-Stick oder die CD/DVD ignorieren. Je nach Hersteller unterscheidet sich die Vorgehensweise dafür ein wenig. In der Regel startest du deinen Rechner einfach neu und drückst dabei eine der folgenden Tasten: [F1], [F2], [F12] oder [ENTF]. Am besten gleich mehrere Male, sodass du den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst.

BIOS-Einstellungen
Auswahl des richtigen Startmediums

Halte anschließend im BIOS oder UEFI nach Einträgen wie „Startreihenfolge“ oder „Boot order“ Ausschau. Bist du dir nicht sicher, wie du diese Einstellung änderst, helfen dir entweder das Mainboardhandbuch oder das WWW weiter. Starte anschließend deinen PC mit dem vorhin erstellten Startmedium.

Willkommen in der Wiederherstellungsumgebung

Jetzt startet dein Rechner vom USB-Stick oder der CD/DVD und lädt erst jetzt das eigentliche Passfab Computer Management, das du noch mit der [EINGABETASTE] auswählen musst. Anschließend stehen dir auf dem Startbildschirm gleich eine „Automatisierte Reparatur“ sowie eine Systemstart-Reparatur zur Verfügung. In der linken Spalte findest du noch mehr Tools, die dir beim Windows 10 reparieren helfen können.

Automatisierte Reparatur
Automatisierte Reparatur beginnen

Klicke auf „Automatisierte Reparatur“, um sämtliche Checks durchlaufen zu lassen, den Fehler zu finden und diesen anschließend automatisch beheben zu lassen. Du musst im nächsten Schritt nur noch die gewünschte Festplatte mit deiner Windows-Installation auswählen. Und wähle nicht den Stick. Klicke abschließend auf den Button „Reparatur starten“ und warte, bis alle Schritte ausgeführt wurden.

Partition wählen
Partition beziehungsweise Datenträger mit der Windows-Installation auswählen

Der Vorgang kann bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Sind alle Reparaturen durchgeführt worden, erscheint abschließend im Textfeld ein „The operation completed successfully“ und du kannst mit dem unten stehenden Button deinen Rechner neu starten. Bestätige den Neustart abschließend noch einmal mit dem Button „Neu starten“. Vergiss nicht, das Wiederherstellungsmedium zu entfernen und gegebenenfalls die Boot-Option im Bios wieder zurückzustellen.

Neustart nach abgeschlossener Reparatur
Neustart nach abgeschlossener Reparatur

Anschließend sollten sich die Probleme in Luft aufgelöst haben und dein System wieder wie gewohnt nutzbar sein.

Methode 2: Windows 10 Systemdateien durch cmd reparieren

Oftmals bekommst du deinen Rechner auch mit Windows-internen Tools und Kommandos wieder fit. Der Aufwand dafür ist jedoch meist etwas höher und erfordert diverse Kenntnisse zu Konsolenbefehlen. Wir möchten dir diesen Lösungsweg jedoch keinesfalls vorenthalten.

Mit ein paar Befehlen kannst du auf diese Weise im Normalfall dein Windows 10 reparieren. Öffne dafür einfach die Eingabeaufforderung mit Administratorberechtigungen, indem du im Startmenü danach suchst. Klicke anschließend auf „Als Administrator ausführen“.

Eingabeaufforderung öffnen
Öffnen der Eingabeaufforderung in Windows 10 oder 11

Bestätige die Benutzerkontensteuerung noch mit „Ja“ und gib anschließend folgende Befehle, jedoch ohne die Erklärungen in Klammern ein. Bestätige diese jeweils mit der [EINGABETASTE].

sfc /scannow (prüft die Dateisystemstruktur auf Fehler und behebt diese automatisch)
dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth (prüft den Zustand der Windows-Installation)
dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth (stellt fest, ob der vorherige Befehl einen oder mehrere Fehler gefunden hat)
dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth (repariert fehlerhafte Dateien und ersetzt diese durch Originaldateien aus dem ursprünglichen Windows-Installationsabbild)
shutdown /r /t 0 (führt einen sofortigen Neustart des Rechners durch)

Bedenke dabei, dass der Restore-Befehl nur dann Sinn ergibt, wenn auch Fehler gefunden worden sind. Anschließend sollte dein System wieder wie gewohnt funktionieren. Ist das nicht der Fall, stehen dir aber noch zwei weitere Optionen offen.

Ausführen der Befehle
Manuelles Ausführen der Befehle in der Eingabeaufforderung

Methode 3: Windows 10 Problembehandlung ausführen

Hast du keine Lust, jeden Befehl manuell und einzeln einzutippen, kannst du ebenso mit der Problembehandlung dein Windows 10 reparieren. Hier musst du jedoch spezifisch einen Problembehandlungsassistenten wählen, sprich den für dein Problem gedachten Assistenten starten. Hast du beispielsweise Aussetzer bei der Wiedergabe von Musik oder funktioniert dein Mikrofon nicht richtig, sind beispielsweise die Assistenten „Wiedergabe von Audiodateien“ oder „Aufzeichnung von Audiodateien“ die erste Anlaufstelle.

Zusätzliche Problembehandlungen
Zusätzliche Problembehandlungen aufrufen

Öffne dafür das Startmenü, suche nach „Problembehandlungseinstellungen“ und klicke darauf. Folge nun dem Link „Zusätzliche Problembehandlungen“, um eine Liste aller verfügbaren Problembehandlungsassistenten anzuzeigen. Jetzt nur noch den passenden Eintrag wählen und den Anweisungen des Assistenten folgen.

Methode 4: Den PC zurücksetzen

Wenn alle Stricke reißen und dein PC immer noch nicht wie gewünscht funktioniert, kannst du vielleicht mit einem Zurücksetzen dein Windows 10 reparieren. Suche dafür im Startmenü nach „Diesen PC zurücksetzen“ und klicke auf das Suchergebnis.

Windows zurücksetzen
Wenn gar nichts mehr geht: Windows 10 zurücksetzen

Jetzt stehen dir zwei Möglichkeiten offen:

  • Ist die Installation einer neuen Windows-Version noch nicht länger als 10 Tage her, kannst du zu einer vorherigen Windows-Version zurückkehren, ohne Daten zu verlieren. Wir raten dir aber trotzdem, sicherheitshalber ein Backup zu erstellen. Klicke dafür im Bereich „Zur vorherigen Version von Windows 10 zurückkehren“ auf den Button „Los geht’s“.
  • Möchtest du einfach eine frische Windows-Installation durchführen und sämtliche Daten und Apps löschen, solltest du vorher unbedingt ein Backup anfertigen. Anschließend kannst du deinen PC mit einem Klick auf „Los geht’s“ im Abschnitt „Diesen PC zurücksetzen“ auf Werkseinstellung bringen. Allerdings musst du daraufhin sämtliche Apps, Spiele und Treiber neu installieren. Außerdem sind sämtliche Benutzereinstellungen ebenfalls im technischen Nirwana. Last but not least musst du deine gesicherten Dateien wieder einspielen. Dafür erhältst du aber mit großer Sicherheit eine funktionierende Windows-Installation.

Fazit

Windows 10 reparieren, vor allem, wenn du auf deinen Rechner angewiesen bist, ist oftmals gar nicht so einfach. Manuell kannst du zwar viele Probleme beheben, wenn du dich ausreichend mit der Materie auseinandersetzt. Dass dafür aber jede Menge wertvolle Zeit verloren geht, die du anderweitig weit besser eingesetzt hättest, ist selbstredend.

Passfab Computer Management ist dafür da, dir sämtliche Schritte abzunehmen und, abgesehen von der Erstellung des Bootmediums, den gesamten Vorgang zu automatisieren. Lasse beispielsweise die Problembehebung einfach über Nacht laufen und erfreue dich morgens an einem funktionierenden, fehlerfreien Rechner. Ganz ohne Kopfzerbrechen.

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Dieser Artikel ist ein Advertorial und beinhaltet somit sowohl ein Editorial (redaktionellen Beitrag) als auch ein Advertisement (Werbung).

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