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Razer Blade 15 Profi-Modell im Test: High-End-Gaming für unterwegs?

Gaming-Test

Nachdem wir die theoretischen Möglichkeiten des neuen Blade 15 durch einige Benchmarks analysiert haben, wollen wir nun zum Eingemachten kommen. Im Rahmen eines richtigen Gaming-Tests soll das neue Top-Modell unter Beweis stellen, dass es beste Zocker-Unterhaltung bieten kann. Um dies zu überprüfen, habe ich zur beliebten Neuauflage von Tomb Raider gegriffen. Das Blade 15 soll in Rise of the Tomb Raider zeigen, ob es als eingefleischter Gaming-Bolide für unterwegs taugt oder eben nicht. Für den Praxis-Test habe ich das Spiel auf eine Auflösung von 1.080p gestellt. In Sachen Grafikeinstellungen habe ich unter DirectX 12 jeweils die Optionen „Mittel“ und „Sehr hoch“ ausgewählt. Wie sich zeigt, muss man hier deutliche Unterschiede zu den zuvor geschehenen Benchmarks feststellen. Das Blade 15 erreichte bei 1.080p und maximalen Grafikeinstellungen eine durchschnittliche Framerate von 133. So performt es deutlich besser als die Gaming-Maschine von Alienware, die es nur auf 100 fps schaffte.

Die Framerates beim Spielen vom Rise of the Tomb Raider im Vergleich.

Razers Neuzugang erreicht im direkten Vergleich mehr Frames als das Notebook von Alienware. Mit der beeindruckenden Power des MSI konnte es zwar nicht mithalten, es blieb der leistungsstärksten Maschine in unserem Vergleich jedoch dicht auf den Fersen. So schnitt das GE76 Raider auf der Grafikeinstellung „Sehr hoch“ mit 139 fps ein wenig besser ab. Bei Medium hatte hingegen Razer die Nase vorn. Selbstverständlich lieferte das Blade 15 2021 auch eine bessere Leistung ab als das letztjährige Modell. Hier wird deutlich, dass Razer sich nicht auf bloße Benchmarks konzentriert, sondern den Fokus auf Gaming legt. Die GeForce RTX 3080 im diesjährigen Blade 15 zaubert selbst bei hohem Detailgrade hohe Framerates auf den Bildschirm. Die theoretische Grafikleistung, welche die Benchmarks ausgeben, hat man da ganz schnell vergessen. Wenn Lara Croft gestochen scharf und bei höchstem Detailgrad über einen tiefen Abgrund springt, weiß man, dass man hier eine echte Gaming-Maschine vor sich stehen hat.

Temperatur-Check

Dass das neue Blade 15 in der wichtigsten Disziplin „Gaming“ punktet, haben wir schon einmal geklärt. Doch wie sieht es denn eigentlich bei der Hitze-Entwicklung aus? Da viele Gamer ein portables Gaming-Notebook unterwegs nutzen möchten, muss das Notebook auch auf den Schoß gelegt werden können, ohne störende Wärme auszustrahlen. Doch kann das in einem so dünnen Notebook wie dem Blade 15 überhaupt funktionieren? Um einer hohen Wärmeentwicklung vorzubeugen, setzt Razer hier auf eine besondere Dampfkühlkammer. Anders wäre eine Kühlung in dem schlanken Gaming-Laptop wohl gar nicht möglich. Sicherlich vermeidet Razer mit seinem ausgeklügelten System, dass es zu einer schädigenden Erhitzung einzelner Komponenten kommt. Wirklich kühl bleibt das Notebook unter Vollast jedoch keineswegs. So erhitzen sich sowohl die Unterseite des Blades als auch der Bereich über der Tastatur teilweise auf unangenehm hohe Temperaturen. Aus diesem Grund befinden sich auf der Unterseite des Notebooks auch zwei Füße, die stets für den nötigen Abstand zum Untergrund sorgen. Auf den Schoß würde ich das Notebook jedoch nicht nehmen. Tastatur und Touchpad des Laptops bleiben jedoch jederzeit angenehm kühl.

Razer verhilft seinem leistungsstarken Blade 15 mit genügend Lüftern zum Durchatmen. Die beiden Abstandshalter tragen zur Belüftung bei.

Die Hitze scheint jedoch nur dann ein Problem zu sein, wenn man die entsprechenden Stellen unter Vollast berührt. Auf die Performance des Notebooks scheint sich die Wärme hingegen nicht auszuwirken. Auch die Lüftergeräusche befinden sich zu keinem Zeitpunkt auf einem störenden Niveau. Man hört sie zwar deutlich, wenn das Notebook auf Hochtouren arbeitet, nervig waren sie jedoch nicht. Anders sieht es aber mit dem Fiepen aus, das teilweise vom Lüfter ausgeht. Dieses befand sich bei herausfordernden 3D-Anwendungen auf einer unangenehm hohen Frequenz. Wirft man einen Blick auf die Gaming-Performance in Verbindung zur Wärmeentwicklung lässt sich nur eines sagen: Das Blade 15 ist ein wahrer Wolf im Schafspelz, wenn es ums Zocken geht. Trotz des eleganten und schmalen Designs schlummert hier jede Menge Power unter der Haube, die man so nicht erwartet. Zwar muss es sich anderen Gaming-Notebooks mit RTX 3080 (siehe MSI GE76 Raider) knapp geschlagen geben. Dafür bekommt man jedoch ein Höchstmaß an Portabilität.

Die Akkulaufzeit

Wenn man Leistungsmaschinen wie Gaming-Notebooks überhaupt irgendeine Art Achillesferse zuschreiben kann, dann ist es wohl die Akkulaufzeit. Selbstverständlich haben hier Office-Notebooks, die auf stromsparende Grafikeinheiten in der CPU setzen, die Nase vorn. Doch wie schlägt sich das Blade 15 im Vergleich zur Konkurrenz in den Reihen der Gaming-Notebooks. Nachdem das Notebook von mir eingerichtet wurde, habe ich den Akku zunächst einmal vollständig aufgeladen. Im Rahmen meines Akkutests habe ich mich weder für den Hochleistungsmodus, noch für den Normalmodus entschieden. Stattdessen versetzte ich das Notebook in den Energiesparmodus, dessen Ziel es ist, das Maximum aus dem Akku herauszuholen. Obendrein setzte ich die Bildschirmhelligkeit auf 50 Prozent und die Lautstärke auf 100 Prozent. Nun spielte ich einen Film in der Auflösung 720p ab und ließ ihn laufen, bis der Akku den Geist aufgab.

Ergebnisse der Akkulaufzeit im Energiesparmodus

Nach 8:46 war Schluss beim schnittigen Notebook. Razer setzt hier einen beeindruckenden Standard, wenn es um Notebooks der Größe von mindestens 15 Zoll geht. So hielt das Alienware m15 R4 gerade einmal zwei Stunden weniger durch. Beim MSI GE76 Raider war sogar nach knapp drei Stunden weniger Schluss. Auch im Vergleich zum letztjährigen Blade 15 hielt die 2021er-Version weit länger durch. Hier macht sich sofort bemerkbar, dass das Blade 15 in Sachen Akkulaufzeit Einiges auf dem Kasten hat. Doch wie schafft es das kompakte Stück Gaming-Hardware, so lange durchzuhalten? Ein großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist sicher der bereits zuvor beschriebene Optimus-Modus, den Nvidia möglich macht. Dieser sorgt vor allem bei Office-Anwendungen und dem Genuss von Videoinhalten für eine perfekte Balance zwischen Leistung und Energieeffizienz. Sobald man den Optimus-Modus auf die aktive Grafikkarte von Nvidia umstellt, schrumpft die Akkulaufzeit indes immens. Hier hielt das Gaming-Notebook nur noch 3:23 durch.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Razer hat sein rasiermesserscharfes Gaming-Notebook Blade 15 neu aufgelegt. Während sich äußerlich nicht allzu viel getan hat, soll der handliche Gaming-Bolide im Inneren ordentlich Power bieten können. Allen voran die Grafikkarten von Nvidias GeForce RTX 30er Serie sollen Zocker-Herzen höher schlagen lassen. Wir wollen einmal einen Blick auf das neue Premium-Notebook der US-Amerikanischen Gaming-Experten werfen. … (Weiterlesen...)

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