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Realme 7 Series: Eine frische Budget-Marke für den deutschen Markt

Software

Der Homescreen von Realme UI

Die Realme 7 Serie benutzt das hauseigene Realme UI, das auf Android 10 beruht. Der Skin von Realme UI ist deutlich inspiriert von der Material-Design-Philosophie von Google. Dabei ist es etwas verspielter als Stock Android, aber wirkt schlichter als zum Beispiel MIUI von Xiaomi.

Die Benutzeroberfläche ist gut strukturiert und wirkt nicht überladen. Außerdem gefallen mir viele Kleinigkeiten, wie das Design der minimalistischen farbigen Symbole in der Einstellungs-App sehr gut. Ansonsten ist Realme UI zwar nichts Außergewöhnliches, aber auf jeden Fall eine Benutzeroberfläche, die mit der Hardware der Realme 7 Serie gut harmoniert.

Anpassbar ist die Oberfläche auch und Realme bietet direkt angepasste Symbole für viele bekannte Apps an. Ein weiterer positiver Punkt, der mir aufgefallen ist, ist die Frequenz der Systemupdates. Während meines Testens wurden die beiden Geräte ca. 4-5 Mal auf eine neue Version von Realme UI aktualisiert, sei es für neue Features des Betriebssystems oder um den neusten Google Sicherheitspatch auf das Gerät zu bringen.

Performance

Die Performance des Realme 7 und 7 Pro sind dem Preis entsprechend angemessen. Der Helio G95 Chip des Realme 7 steht sogar dem Snapdragon 720G des Realme 7 Pro nur sehr wenig nach. Erkennbar auch an den Benchmark-Ergebnissen der beiden Telefone. Das Realme 7 Pro ist anhand dieser Werte circa 15 % leistungsstärker als das Realme 7.

Mit einem Snapdragon 865, wie im OnePlus 8 Pro, kann der 720G oder der Helio G95 natürlich nicht mithalten. Jedoch spielt die Realme 7 Serie auch in einer ganz anderen Preisklasse mit, für welche sie aber stabile Leistung liefert. Das Realme 7 fühlte sich für mich teilweise, trotz des schwächeren Chips, flüssiger an. Ich vermute persönlich, dass das jedoch am 120 Hz Display des Realme 7 liegt, wodurch sich Scrollen und allgemeines Navigieren der Benutzeroberfläche flüssiger anfühlen kann.

Gelegentlich kann es trotzdem bei beiden Geräten zu leichtem Stottern der Benutzeroberfläche kommen. Am häufigsten tritt es auf, wenn man versucht, sehr schnell durch die verschiedenen Menüs zu navigieren oder zwischen vielen Apps wechselt. Die meisten Nutzer nehmen das höchstwahrscheinlich nicht wahr, da es nur sehr selten und unter hoher Last auftritt. Positiv überrascht haben mich die schnellen Ladezeiten von Apps und das Multitasking mit vielen gleichzeitig geöffneten Apps dank der spendablen Menge an verfügbarem Arbeitsspeicher.

Kamera

Sowohl beim Realme 7 als auch beim Realme 7 Pro ist auf der Rückseite eine Quad-Kamera zu finden. Diese besteht jeweils aus einem Hauptsensor, einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, einer 2-MP-Makrokamera und einem 2-MP-Tiefensensor. Auf der Rückseite unterscheiden sich die beiden Geräte nur in Bezug auf den Hauptsensor. Das Realme 7 hat hier einen 48-MP-Sensor mit einer Größe von 1/2 Zoll verbaut und das Realme 7 Pro einen 64-MP-Sensor mit einer Größe von 1/1,7 Zoll. Beide Sensoren besitzen hierbei dieselbe Pixelgröße von 0,8 µm. Auf der Vorderseite befindet sich bei dem Realme 7 in dem Punchhole eine 16-MP-Selfiekamera. Bei dem Realme 7 Pro hingegen eine Frontkamera mit 32 MP.

Realme 7

Die Hauptsensoren der beiden Telefone produzieren brauchbare Fotos. Bei dem Realme 7 ist mir jedoch aufgefallen, dass den Fotos die in der Standardauflösung von 12 Megapixeln aufgenommen wurden, auf größeren Bildschirmen etwas die Schärfe fehlt. Auf dem Display des Smartphones selber oder auf Social-Media-Plattformen wie Instagram fällt das hingegen nicht auf. In der Kamera-App des Realme 7 kann man auch den 48-MP-Modus auswählen, wodurch die Fotos bei guter Belichtung noch deutlich schärfer werden. Das eignet sich gut, wenn man plant, die aufgenommenen Bilder zu vergrößern. Zum Beispiel wenn man ein Fotobuch von seinem Urlaub erstellen möchte. Das Realme 7 Pro hingegen nimmt standardmäßig mit 16 Megapixeln auf. Die so entstandenen Fotos wirkten auch an einem PC für mich noch scharf. Trotzdem kann man auch hier mit einem eigenen Modus Bilder in der vollen Sensorauflösung von 64 Megapixeln aufnehmen.

Bildergalerie Realme 7
Bildergalerie Realme 7 Pro

Die Selfiekameras, die bei den beiden Telefonen in einem Punchhole auf der Vorderseite eingelassen sind, bringen viele Details hervor. Realme hat sich beim 7 für eine Selfiekamera mit 16 MP und bei dem 7 Pro für 32 MP entschieden. Damit gehört die Realme 7 Serie mit zu den Smartphones des größeren Kalibern was Frontkameras angeht. Dank derselben Pixelgröße wie bei den Sensoren auf der Rückseite, beziehungsweise beim Realme 7 sogar größer (1 µm), sind sie in der Lage, viel Licht einzufangen. Persönlich muss ich sogar sagen, dass die Selfies des Realme 7 Pro detailreicher als die meines fast dreimal so teuren OnePlus 8 Pro sind.

Realme 7 Pro

Neben dem Hauptsensor sind auf der Rückseite noch drei weitere Kameras zu finden, die beim Realme 7 und 7 Pro identisch sind. Die Ultraweitwinkel-Kamera eignet sich gut, um Fotos von großen Gebäuden oder einer weiten Landschaft einzufangen. Mit einer Auflösung von 8 MP sind die Bilder noch scharf genug für Social Media. Ansonsten ist die Ultraweitwinkel-Kamera nichts atemberaubendes, aber eine solide Ergänzung der Hauptkamera. Ein Tiefensensor ist auch auf der Rückseite vorhanden und ermöglicht Portraitaufnahmen mit Bokeh-Effekt. Die letzte Kamera des Arrays ist eine Makrokamera. Diese ist leider nur ein Gimmick und nicht wirklich zu gebrauchen. Mit einer Auflösung von 2 MP sehen die Aufnahmen leider dementsprechend schlecht aus. Wahrscheinlich wurde diese Kamera nur integriert, um mit einer Quad-Kamera werben zu können. Meiner Meinung nach hätte man diese einfach weglassen sollen, da sie sowieso nicht ernsthaft verwendet werden kann und das Geld lieber anderweitig investieren sollen.

Neben den verschiedenen Möglichkeiten, Fotos aufzunehmen, unterstützt die Realme 7 Serie Videos in bis zu 4K bei 30 fps sowie Zeitlupenaufnahmen. Dabei wird das ganze von einer elektronischen Bildstabilisierung unterstützt, die für weichere Aufnahmen bei Bewegung sorgt.

Akku

Die Akkulaufzeit der beiden Geräte ist herausragend gut. Das Realme 7 Pro besitzt einen 4500 mAh großen Akku und der kleinere Bruder, das Realme 7, hat sogar einen 5000 mAh großen Akku verbaut. Durch diese äußerst großen Akkus und die strikte Batterieoptimierung von Realme UI ist die Realme 7 Serie auch für lange Videostreaming- oder Gamingsessions gut vorbereitet und man braucht sich keine Sorgen um den Akku zu machen. Bei mittlerer Nutzung kam ich mit dem Realme 7 auf knapp 2 Tage, ohne das Gerät laden zu müssen. Bei dem Realme 7 Pro sieht es nicht viel schlechter aus. Mit diesem kam ich auch immer mindestens über einen Tag, häufig auch auf circa 1,5 Tage Laufzeit.

Das Realme 7 Pro kann mit 65 Watt schnellladen.

Neben der reinen Größe ihrer Akkus bieten die beiden Geräte der Realme 7 Serie auch noch Fast-Charging. Das Realme 7 kann mit 30 Watt geladen werden und das Realme 7 Pro mit ganzen 65 Watt, wodurch es in kurz über 30 Minuten komplett aufgeladen werden kann. Mit dieser Geschwindigkeit spielt das Realme 7 Pro in der allerhöchsten Klasse mit, wo selbst das Samsung Galaxy S20 Ultra „nur“ eine maximale Geschwindigkeit von 45 Watt unterstützt. Allgemein ist alles, was den Akku und das Laden betrifft, eines der interessanteren Features der Realme 7 Serie.

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Tjorben Nawroth

Schon seit ich klein war, hat mich Technik unfassbar fasziniert. Über die Zeit hinweg wuchs dieses Interesse nur immer mehr. Deshalb möchte ich diesen Blog nutzen, um meine Begeisterung und Erfahrung darüber zu teilen.

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Tjorben

Mitglied

38 Beiträge 2 Likes

Neben anderen Marken wie Xiaomi oder Honor möchte sich nun auch Realme auf dem deutschen Markt einen Namen für solide Budget-Smartphones machen. Außerhalb der EU ist Realme bereits seit 2018 aktiv und hat mittlerweile fünf Generationen an Smartphones auf den Markt gebracht. Ihr Debüt feierte die Oppo-Tochter in Deutschland im März 2020 mit der Realme 6 Serie. In dieser Review werde ich einen Blick auf den Nachfolger, die Realme 7 Serie werfen.

Verarbeitung und Design
Realme 7 Pro in der Farbe Mirror Silver
Das Realme 7 und 7 Pro verfügen beide über eine Rückseite und Umrahmung aus Kunststoff. Die Rückseite kommt im sogenannten „Mirror Design“. Dabei ist die Oberfläche in zwei Abschnitte geteilt, die Licht auf unterschiedliche Art und Weise brechen. Dies erzeugt eine Grenzfläche, die wie ein Spiegel wirkt – daher der Name „Mirror Design“.

Obwohl die Gehäuse der beiden...

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