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realme GT im Test – Schnell wie ein Sportwagen?

Performance

Die Performance des realme GT wird der Sportwagenanspielung im Namen definitiv gerecht. Dank des Top-Prozessors und schnellen Speichers fliegt man gefühlt durch die Menüs des Telefons. Mir ist noch kein einziger Ruckler über den Weg gelaufen, seitdem ich das Smartphone testen konnte.

Zum Glück hat realme nicht am Display gespart und dem realme GT 120 Hz Bildwiederholrate mit 360 Hz Touch-Abtastrate spendiert, damit die Performance des Geräts nicht durch ein langsames Display zurückgehalten wird.

Auch in Benchmarks zeigt sich die Leistung des Telefons. So konnte das realme GT bei mir beispielsweise einen AnTuTu Score von 781753 erreichen. Damit liegt es auf dem 11. Platz im Ranking – knapp vor dem Galaxy S21 Ultra von Samsung. Tatsächlich liegt die Variante des realme GT mit 12/256 GB zum Zeitpunkt der Verfassung (14.06.2021) auf Platz 1 des AnTuTu Rankings. Zum Vergleich: Mein Daily Driver, das OnePlus 8 Pro aus dem letzten Jahr, konnte einen AnTuTu Score von 652610 erreichen und besitzt somit theoretisch ca. 83 % der Performance des realme GT.

Außerdem hat realme mir mitgeteilt, dass zum Launch des realme GT ein OTA-Update ausgerollt wird, das die Performance noch ein weiteres Stück verbessern soll. Auch, wenn ich finde, dass die Performance bis jetzt nichts zu wünschen übriglässt.

Dank der astreinen Leistung ist das realme GT auch für Games super geeignet. Fortnite oder auch PUBG Mobile laufen auf dem realme GT flüssig bei höchsten Einstellungen. Die hohe Touch-Abtastrate und Bildwiederholrate bilden damit eine schön abgestimmte Synergie. Wie mittlerweile bei vielen anderen Smartphones auch gibt es beim realme GT einen sogenannten „Game Space“. Dieser Modus kann die Leistung des Telefons auf Kosten der Akkulaufzeit zusätzlich etwas steigern und soll die Gaming-Erfahrung im Ganzen abrunden.

Kamera

Die Kamera ist der einzige Gesichtspunkt des realme GT, der nicht ganz an ein Flagship herankommt. Insgesamt besitzt das realme GT vier Kameras. Eine 16 Megapixel Frontkamera, auf der Rückseite eine 2 Megapixel Makrokamera, 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und die 64 Megapixel Hauptkamera.

Die Makrokamera ist mit einer Auflösung von 2 Megapixel leider nur ein Gimmick, das keinen richtigen Nutzen mit sich bringt. Erstens ist die Auflösung deutlich zu gering, um mit den Fotos etwas anfangen zu können und zweitens finde ich, dass die Makrokamera das Objekt nicht nah genug fokussieren kann, um ein „richtiges“ Makro-Bild aufnehmen zu können. Da ist der Makromodus meines OnePlus 8 Pro deutlich besser, obwohl das 8 Pro gar keine dedizierte Makrokamera besitzt.

Makroaufnahme meiner Tastatur

Die Ultraweitwinkelkamera ist ok. Die Auflösung von 8 Megapixeln reicht aus für Instagram und Co., ist aber trotzdem eher am unteren Ende angesiedelt. Mit dem Blickwinkel von 119° kann man größere Szenen vernünftig einfangen. Besonders nützlich für Sehenswürdigkeiten in der Stadt oder weite Landschaften in der Natur.

Die Hauptkamera hingegen ist wirklich solide. Mit 64 Megapixeln kann sie bei gutem Licht sehr scharfe Bilder produzieren. Zoomen ist bis zu 5-fach annähernd verlustfrei möglich. Durch die Sensorgröße des Sony IMX 682 von 9,2 mm in der Diagonale besitzen die Fotos der Hauptkamera einen natürlichen Bokeh Effekt. Erwähnenswert ist die Eigenschaft, dass nahe Objekte trotz des großen Sensors in ihrer vollen Größe scharf bleiben. Bei meinem OnePlus 8 Pro geschieht es gelegentlich, dass nahe Objekte am Rand des Bilds aus dem Fokus geraten. Das Problem scheint es beim realme GT glücklicherweise nicht zu geben.

Dem Nachtmodus fehlt meiner Meinung nach ein wenig Helligkeit. Hellere Objekte sind gut zu erkennen, aber vor allem Menschen sahen auf meinen Bildern viel zu dunkel und undetailliert aus. Hier würde ich mir wünschen, dass realme dem Nachtmodus mit einem zukünftigen Update unter die Arme greift.

Mit 16 Megapixel nimmt die Frontkamera detaillierte Selfies auf. Ansonsten ist die Selfiekamera nicht weiter besonders, aber für meine Ansprüche vollkommen ausreichend. Auch das realme GT bietet einen „Beauty-Modus“, wie mittlerweile der Großteil der Android-Smartphones. Ich persönlich finde keine Verwendung dieses Modus, aber kann mir vorstellen, dass er von einigen Nutzern gerne verwendet wird. Was ich jedoch schade finde ist, dass der „Beauty-Modus“ standardmäßig eingeschaltet ist, weshalb ein paar meiner Bilder ungewollt bearbeitet wurden, bevor ich es bemerken konnte.

Realme hat sich bei ihrer Software für ein lebendigeres Farbprofil entschieden. Dadurch wird es etwas schwieriger die mit dem realme GT aufgenommenen Bilder im Nachhinein nach seinem eigenen Geschmack zu bearbeiten als mit einem natürlicheren Farbprofil. Jedoch gefällt vielen Benutzern ein knalliges, lebendiges Farbprofil, was ein weiteres Bearbeiten erspart und auch für Social-Media ideal ist.

Die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera ermöglichen Videos in 4K bei bis zu 60 fps. Stabilisiert ist das Video nur mit EIS, also softwarebasierter Bildstabilisierung, die mit der Stabilisierung eines Flagships wie dem Samsung Galaxy S21 nicht wirklich mithalten kann. Die Selfiekamera unterstützt leider nur 1080p-Video bei 30 fps und besitzt keine Form der Bildstabilisierung, was Videobloggern leider einen Strich durch die Rechnung machen dürfte.

Akku

Unter der Haube des realme GT befindet sich ein 4500 mAh starker Akku, der dank der Effizienz des Snapdragon 888 eine lange Akkulaufzeit ermöglicht. Mit dem realme GT über einen Tag zu kommen ist überhaupt kein Problem – selbst bei intensiverer Nutzung. Im Durchschnitt kam ich auf eine Screen-on-Time von um und bei 6 Stunden pro Ladezyklus. Ein absolut solides Ergebnis.

Selbst wenn dem realme GT jedoch mal der Saft ausgeht, ist es mit dem 65-Watt-Ladegerät schnell aufgeladen. Innerhalb von unter einer dreiviertel Stunde konnte ich das realme GT komplett auf 100 % laden. Gutes Schnellladen ist für mich mittlerweile ein immer wichtigeres Feature geworden. Ich lade ungerne mein Telefon über Nacht auf, möchte aber trotzdem ein geladenes Smartphone mit aus dem Haus nehmen. Daher bin ich auf schnelles Laden angewiesen.

Kabelloses Laden wäre hier noch das Sahnehäubchen gewesen, wird aber nicht vom realme GT unterstützt.

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Tjorben Nawroth

Schon seit ich klein war, hat mich Technik unfassbar fasziniert. Über die Zeit hinweg wuchs dieses Interesse nur immer mehr. Deshalb möchte ich diesen Blog nutzen, um meine Begeisterung und Erfahrung darüber zu teilen.

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