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Redmi Note 7 – Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera ab 128 €

Einst stand der Name „Redmi“ für Low-Budget-Geräte des chinesischen Konzerns Xiaomi. Doch Anfang dieses Jahrs wurde Redmi als eigene Marke ausgegliedert.

Nun wurde das erste Smartphone der jungen Marke vorgestellt: Das Redmi Note 7.

48-MP-Kamera trifft auf FHD+-Display

Wie schon das Xiaomi Mi Play besitzt auch das Redmi Note 7 eine sogenannte „Waterdrop-Notch“, die eine 13 MP starke Frontkamera beinhaltet. Diese unterstützt neben einem Bokeh-Modus auch HDR.

Unterhalb der Kamera verbaut Redmi ein 6,3 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln und einem 19.5:9-Format.

Dem aktuellen Trend entsprechend besteht die Rückseite aus Glas. Dort befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Daneben stehen zwei Kameras aus dem Gehäuse hervor. Einen LED-Blitz besitzt das Redmi Note 7 selbstverständlich auch.

Eines der groß angepriesenen Features des Smartphones ist die Hauptkamera. Sie besitzt einen Samsung Isocell GM1 Sensor und löst mit 48 MP (f/1.8) auf. Dieser Sensor unterstützt „Pixel-Binning“. Bei dieser Technik werden bei schlecht belichteten Fotos immer vier Pixel zu einem zusammengerechnet, um die Bildqualität zu verbessern.

Die andere rückseitig platzierte Kamera dient der Tiefenschärfe, die beim Bokeh-Modus eingesetzt wird. Sie muss mit lediglich 5 MP und einer Blende von f/2.4 auskommen.

Snapdragon 660 + 4.000-mAh-Akku

Das Note 7 wird von einem Qualcomm Snapdragon 660 angetrieben. Dieser besteht aus 8 Kryo-260-Kernen, welche in zwei Cluster aufgeteilt wurden. Vier Kerne takten mit je 2,2 GHz, die anderen vier mit je 1,8 GHz. Um die Grafikberechnungen kümmert sich die Adreno 512.

Interessant ist, dass der Snapdragon 660 laut Hersteller lediglich eine maximale Kamera-Auflösung von 25 MP unterstützt. Es stellt sich also die Frage, wie Redmi einen 48-MP-Sensor in das Gerät integrieren konnte.

Zum Snapdragon 660 gesellen sich entweder 3, 4 oder sogar 6 GB an LPDDR4-RAM. Die kleinste Kapazität gibt es nur in Verbindung mit 32 GB internem Speicher, ansonsten werden 64 GB verbaut.

Dem Akku spendiert Redmi großzügige 4.000 mAh. Erstmals bei einem Redmi-Gerät kann er via USB Type C geladen werden. Quick Charge 4.0 wird unterstützt, dafür bedarf es aber dem Kauf eines separaten Ladegeräts.

Erfreulicherweise spart der Hersteller nicht den 3,5-mm-Klinke-Anschluss ein. Er befindet sich an der Oberseite des Gerätes.

Zur weiteren Konnektivität des Note 7 gehören Bluetooth 5.0 sowie ein Hybrid-SIM-Slot. Dieser nimmt entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM + eine Micro-SD-Karte auf. Leider ist NFC nicht mit an Bord.

Marktstart in China noch im Januar

Das Phone misst ca. 15,9 auf 7,5 cm und ist 8 mm dick, wobei das hintere Kamera-Array etwas aus dem Gehäuse hervorsteht. Dabei bringt es 186 Gramm auf die Waage.

Wer gerne ein farbenfrohes Smartphone sein Eigen nennen möchte, kann entweder zum blauen oder pinken Farbton greifen. Ansonsten gibt es das Note 7 auch in schwarz.

Farben
Die verschiedenen Farben des Redmi Note 7

Das Betriebssystem MIUI 10 basiert auf Android 9.0 und wurde von Xiaomi umfangreich angepasst.

Die zuerst erhältliche International Version des Note 7 ist für den chinesischen Markt angepasst. So fehlt neben LTE Band 20 auch die deutsche Sprache in MIUI. Außerdem wurden keine Google-Apps, wie z.B. der Play Store, installiert.

Interessierte sollten also auf die Global Version warten, die wahrscheinlich in einigen Monaten erhältlich sein wird. Sie kommt mit Band 20, deutscher MIUI-Oberfläche sowie vorinstallierten Google-Apps daher.

Wer trotzdem seine Hände möglichst früh an ein Gerät bekommen möchte, kann bei China-Exporteuren vorbeischauen. Erste Händler listen das Redmi Note 7 bereits.

In China wird die 3/32-GB-Version in den (virtuellen) Läden zu einem Preis von lediglich 999 Yuan (ca. 128€) Einzug halten. Man kann aber davon ausgehen, dass die Importeure bzw. die hierzulande ansässigen Händler (sollte das Gerât es nach Deutschland schaffen) auf diesen Preis noch etwas aufschlagen werden.

 

Was denkt ihr? Kannibalisiert Xiaomi mit dem Redmi Note 7 sein kürzlich vorgestelltes Mi Play? Schreibt eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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5 Kommentare

  1. Was ist ein guter Sensor ohne gute Software?
    Zudem ein veralteter Snapdragon 660, der, neben offensichtlich spürbaren Leistungseinbußen, de facto gar keinen 48MP Sensor unterstützen kann. Und das alles noch bei einem Smartphone mit offensichtlichem Fokus auf gute Kamera-Qualität…
    Wird Xiaomi damit wirklich etwas erreichen können? Wir werden sehen.

    1. „Veraltet“ ist der Snapdragon 660, auch wenn es inzwischen den 675 gibt, noch nicht. Seine Performance ist immer noch sehr gut. Für viele User dürften diese „Einbußen“ aber relativ irrelevant sein.

      Bedenke auch, dass wir hier von einem maximal ca. 200€ teuren Smartphone reden; eine Kameraqualität, wie sie Geräte vom Schlage eines Pixel 3 oder Huawei Mate 20 Pro bieten, ist da utopisch.

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