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Reolink Argus Pro: Überwachungskamera mit Nachtsicht im Test

Mit der „Argus Pro“ stellte Reolink eine vollkommen kabellose Überwachungskamera für den Innen- und Außenbereich vor. Das Gerät kann sowohl akku- als auch solarbetrieben verwendet werden, was die Einsatzmöglichkeiten insgesamt deutlich erweitert. Ob die von Reolink geschürten Erwartungen tatsächlich erfüllt werden können, soll unser Test zeigen. Wir haben die kabellose Überwachungskamera in mehreren Kategorien intensiv getestet und wollten so herausfinden ob sie gut verarbeitet und in der Praxis gut einsetzbar ist. Auch die gebotenen Extras wurden intensiv getestet. Nachfolgend finden sich die Ergebnisse dieses Praxistests.

Design und Verarbeitung: Leichte, moderne Kamera

Auch die Pro-Version ist im typischen Argus-Design gehalten. Sie lässt sich rein optisch kaum von der normalen Argus-Überwachungskamera (zum Test) des Herstellers unterscheiden. Reolink setzt auf ein modernes, schlichtes Design mit abgerundeten Kanten. So wirkt die Überwachungskamera sehr dezent und fügt sich unauffällig in verschiedenste Umgebungen ein. Das abgerundete Gehäuse der Kamera ist weitgehend weiß gestaltet. Lediglich die Vorderseite ist mittig schwarz gefärbt – in diesem schwarzen Bereich befindet sich auch die Linse der Kamera.

Sie passt in eine Hand und beschwert diese kaum. Die Kamera sieht nicht nur leicht aus – sie ist es offenbar tatsächlich. Die Verarbeitung des Geräts kann indes als hochwertig beschrieben werden. Reolinks neue Überwachungskamera zeigt sich im Test stabil und wetterfest. Sie ist sogar nach IP65-Standard als wasserfest zertifiziert, was den Einsatz im Freien ermöglicht.

Montage und Verwendbarkeit: Einfach dank beiliegender Halterung

Die Montage der Kamera gelang im Test problemlos. Die „Argus Pro“ ist mit einer Halterung für die Montage im Freien versehen. Die Kamera ist an der Unterseite mit einem Gewinde ausgestattet. Über dieses wird sie mit einer Halterung verbunden, die am passenden Untergrund festgeschraubt oder mit dem beiliegenden Halteband befestigt werden kann. Wichtig ist hierbei besonders der Ort, an dem die Überwachungskamera aufgehängt wird. Im Idealfall sollte dieser so hoch gelegen sein, dass ein Dieb die Kamera nicht ohne Weiteres abmontieren kann. Die beiliegende Halterung bietet in jedem Falle alle Möglichkeiten, die Kamera sicher anzubringen.

Laut Reolink ist das Modell für den Einsatz im Freien und in Innenräumen geeignet. Dank der bereits erwähnten Wasserfestigkeit der Kamera, stellt selbst stärkerer Regen kein Problem für sie dar. Wer also sein Gartenhaus, die Einfahrt zu seinem Haus oder seinen Wohnwagen schützen möchte, kann unbesorgt zur „Argus Pro“ von Reolink greifen.

Da das neue Modell mit einem Akku ausgestattet ist, entfällt der lästige Batterienwechsel. Es ist also nicht zwingend nötig, die Kamera in regelmäßigen Abständen abzumontieren und zu öffnen. Stattdessen erfolgt das Aufladen einfach über einen Micro-USB-Anschluss an den auch ein optional erhältliches Solarpanel angeschlossen werden kann.

Einrichtung: Bequem per App

Eingerichtet wird die Argus-Pro-Überwachungskamera in der Reolink-App, die sowohl unter iOS als auch unter Android genutzt werden kann. Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass eine WLAN-Verbindung benötigt wird, um die Kamera einrichten zu können. Auch für den weiteren Betrieb des Überwachungsgeräts ist diese Verbindung unerlässlich. Unterstützt werden dabei ausschließlich 2,4-GHz-Netzwerke.

Der Kamera liegt ein QR-Code bei, der mit der App gescannt werden kann, um eine Verbindung herzustellen. In der App kann die Kamera anschließend konfiguriert werden. Hierzu muss zunächst das WLAN-Passwort eingegeben werden. Alle Schritte, die zur Konfiguration der Kamera nötig sind, finden sich im beiliegenden Nutzerhandbuch. Selbst ohne diese Anleitung sollte die Konfiguration jedoch im Handumdrehen möglich sein – schließlich fordert die App den Nutzer immer wieder auf, bestimmte Handlungen vorzunehmen, um die Einrichtung der Kamera voranzutreiben. So ist es beispielsweise nötig, das WLAN-Passwort in der App in einen QR-Code umzuwandeln, der anschließend von der Kamera ausgelesen wird. Danach lassen sich Benutzername und Passwort festlegen. Auch die E-Mail- und Push-Benachrichtigung bei registrierten Bewegungen lässt sich in der App aktivieren.

Im Test ist die Kamera in kurzer Zeit konfiguriert. Auch Nutzer ohne technische Kenntnisse sollten mit dem Prozedere keine Schwierigkeiten haben. Um Aufzeichnungen speichern zu können – was in jedem Falle ratsam ist – kann eine microSD-Karte eingesetzt werden. Dies gelingt schnell und unproblematisch.

Die Reolink-App: Zahlreiche Optionen

Die App kann jedoch nicht nur zum Einrichten der Überwachungskamera genutzt werden. Sie bietet viele Möglichkeiten, die Funktionen der Kamera anzupassen. So ist es beispielsweise möglich, die Aufnahmequalität, die maximal 1080p beträgt, auf 720p herunterzustellen. Ebenso kann die Bildwiederholrate sowie die Bitrate eingestellt werden. Dies ist vor allem sinnvoll, wenn ein häufiges Aufladen des Akkus vermieden werden soll.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Sensitivität des Bewegungssensors zu regulieren. Die „Argus Pro“ arbeitet mit einem in die Kamera integrierten Sensor, der Bewegungen registriert. Wird dieser Sensor getriggert, beginnt die Kamera mit der Aufzeichnung des Geschehens. Zeitgleich wird eine Benachrichtigung versendet. Außerdem ertönt ein Sirenenalarm. Der Nutzer hat nun die Möglichkeit, den Radius, auf den der Sensor anspringt, individuell zu regeln. Er beträgt maximal neun Meter für Lebewesen. In der Nacht wird er auf zehn Meter erweitert. Sich bewegende Fahrzeuge werden auch in weiterer Entfernung noch erkannt.

Befindet sich in einer Entfernung von acht Metern zum Kamerastandort beispielsweise eine vielbefahrene Straße mit häufig frequentiertem Fußgängerweg, ist die Maximaleinstellung unsinnig – sie würde dazu führen, dass die Kamera quasi permanent filmt. Die Möglichkeit, den Überwachungsradius an die individuellen Gegebenheiten anzupassen, stellt also einen klaren Vorteil dar.

Sowohl der Bewegungssensor, die Benachrichtigungen und die Nachtsicht lassen sich in den Einstellungen deaktivieren.

Aufnahmequalität

Aufnahmen können live eingesehen werden. Hierzu sendet die Kamera bei jeder Aktivierung auf Wunsch eine Benachrichtigung an die in der App angegebene Mailadresse sowie an das Smartphone, auf dem die App installiert ist. Gestreamt werden die von der Kamera aufgenommenen Bewegtbilder über das heimische WLAN-Netzwerk, doch auch der Zugriff über das Mobilfunknetz ist mit der App möglich. Im Test funktioniert dies prinzipiell gut. Von Zeit zu Zeit ruckelt das Bild jedoch mehr oder minder stark. Dieses Ruckeln fällt vor allem auf, wenn die höchste Auflösung von 1080p eingestellt ist. Bei niedrigeren Auflösungen scheint es seltener aufzutreten.

Dem Nutzer sollte jedoch bewusst sein, dass von einer Überwachungskamera auch in der heutigen Zeit keine absolut tadellosen Aufnahmen erwarten kann. Die Videos sind mit ausreichender Qualität aufgenommen und ermöglichen das Erkennen aller notwendigen Details.

Die „Argus Pro“ nimmt im Winkel von bis zu 130 Grad auf. Dieser große Aufnahmewinkel machte sich im Praxistest tatsächlich bemerkbar – tote Winkel sind kaum vorhanden. Die Kamera sieht beinahe alles, was sich in ihrer Nähe abspielt.

Gespeichert werden die Aufnahmen in der eingesteckten microSD-Karte. Sie können von hier aus jedoch nicht heruntergeladen werden. Sollen die Daten auf einem PC gespeichert werden, muss die Speicherkarte aus der Kamera genommen und in den PC gesteckt werden. Dieses Verfahren ist umständlich und fällt daher leicht negativ auf.

Weiterhin lassen sich vom Smartphone oder PC aus Aufnahmen beginnen. Diese manuell ausgelösten Aufnahmen werden lokal auf den jeweiligen Geräten gespeichert.

Live-Ansicht und Gegensprechanlage

Die Überwachungskamera ermöglicht es dem Nutzer, jederzeit einen Blick auf den bewachten Ort zu werfen. In unserem Test gelingt dies mit Hilfe der App problemlos. Dort lässt sich zu jedem Zeitpunkt ein Standbild der Kamera aufrufen. Auch von einem PC aus ist diese Einsichtnahme möglich. Zudem bietet die Kamera die Möglichkeit, als Gegensprechanlage genutzt zu werden. Die 2-Wege-Audio-Funktion ermöglicht es, mit Kindern, Haustieren, Angestellten oder Paketboten zu kommunizieren. Auch dies gelingt unabhängig vom eigenen Aufenthaltsort.

Im Test funktioniert auch dies ohne Schwierigkeiten. Die Kamera vermittelt jeden Ton, der vor ihr gesprochen wird und überträgt andersherum alles, was vom Nutzer gesagt wird. Ob diese Funktion im Alltag tatsächlich nützlich ist, können wir nicht bewerten – in jedem Falle funktioniert sie einwandfrei.

Akkuaufladung per Solarpanel

Als optionales Zubehör bietet Reolink ein Solarpanel an. Je nach Nutzung der Kamera und Stärke der Sonneneinstrahlung reicht das Solarpanel aus, um die Kamera komplett ohne zusätzlichen Strom zu betreiben. Das Solarpanel sollte dafür jedoch so platziert werden, dass es möglichst viel Sonne abgekommt. Sonst muss man ab und zu mit einer zusätzlichen Aufladung nachhelfen.

Fazit zum Reolink Argus Pro Test

Größere Schwächen weist die „Argus Pro“ von Reolink nicht auf. Sie lässt sich leicht montieren und über die App konfigurieren. Auch die Bildqualität ist akzeptabel. Alle Funktionen waren in unserem Test ohne Schwierigkeiten nutzbar.

Lediglich die fehlende Möglichkeit, gespeicherte Aufnahmen direkt herunterzuladen, störte ein wenig. Außerdem wäre es schön, wenn man sie in beispielsweise in Google Home einbinden könnte.

Insgesamt ist die Kamera das für sie zu zahlende Geld in jedem Falle Wert. Sie überzeugt mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und bietet Sicherheit. Die Extras erweitern die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.

Reolink Argus Pro

Verarbeitung
Montage und Einrichtung
App und Funktionen
Aufnahmequalität
Preis-Leistungs-Verhältnis

Eine sehr gute und leicht zu bedienende Überwachungskamera.

Tags

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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