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Reolink Argus: Überwachungskamera für den Außeneinsatz im Test

Leicht montiert dank Magnethalterung

Für die Montage der Argus hat sich Reolink etwas besonderes einfallen lassen: Die Unterseite der Kamera beherbergt einen starken Magneten. Das Pendant ist eine ebenfalls magnetische Halterung in Form einer Halbkugel, die an einem entsprechenden Untergrund festgeschraubt werden kann. Wer es Kameradieben etwas schwerer machen will, muss die Kamera damit möglichst außer Reichweite anbringen oder die zweite Montagemöglichkeit nutzen. Sie besteht aus einem Fuß, der mit drei Schrauben an Wand oder Decke befestigt und an den die Argus dann festgeschraubt wird. Immerhin kann die Argus noch ein Foto seines eigenen Diebes per E-Mail an der vorherigen Besitzer schicken, doch dazu später mehr.

Die erste Einrichtung der Argus soll möglichst einfach gehalten werden. Das ist auch notwendig, denn wie sich später herstellt, hat die Kamera keinerlei Webinterface. Wir folgen der Anleitung und nutzen die App von Reolink, die es für Android und iOS gibt. Zunächst entfernen wir mit Hilfe des mitgelieferten Werkzeugs die Rückseite der Kamera. Denn dort befindet sich das Fach für die vier beigelegten Batterien im etwas ungewohnten Format CR123A. Sie sollen laut Reolink die Argus 180 Tage in Betrieb halten beziehungsweise 840 Minuten Aufnahmezeit bieten. Einfluss auf die Lebensdauer haben neben der Häufigkeit und Länge der Aufnahmen auch die Qualität des WLAN-Signals, denn je schlechter es ist, desto mehr Strom wird für die Datenübertragung benötigt. Wer also häufig das Live-Bild aktiviert und über die Kamera per Zwei-Wege-Audio kommuniziert, muss mit einer geringeren Lebensdauer der Batterien rechnen. Unter einer seitlichen Gummiklappe verbergen sich der Einschub für die Micro-SD-Karte sowie die Öffnung für den Reset-Knopf. Einen Dorn dafür liefert Reolink gleich mit.

Die Einrichtung der Argus per QR-Code

Die rückseitige Abdeckung ist nicht so einfach zu entfernen, kein Wunder, soll sie doch das Innere, also die Batterien, vor den Wettereinflüssen schützen. Dankenswerterweise hat Reolink ein Werkzeug beigelegt, mit dem der Deckel aufgehebelt werden kann. Mit ihm wird zunächst auf den länglichen weißen Knopf am Ring an der Unterseite gedrückt und die Rückseite dann mit einer Drehung entfernt. Mit den Fingernägeln funktioniert das notfalls aber auch.

Auf der Innenseite des Deckels ist ein Aufkleber mit einem QR-Code und den voreingestellten Zugangsdaten zu der Kamera. Der initiale Benutzername lautet schlicht „admin“, ein Kennwort ist nicht gesetzt. Der gleiche QR-Code befindet sich auch auf der Außenseite des Deckels, er wird später für die Konfiguration der Argus auf dem Smartphone benötigt. Alternativ kann die unter dem QR-Code gedruckte alphanumerische Zeichenkette genutzt werden, die in den abgedruckten QR-Code umgewandelt wurde.

Schnell konfiguriert

Werden die mitgelieferten Batterien erstmals in die Kamera eingelegt, meldet sich die Argus mit dem englischen akustischen Hinweis, die Kamera möge doch über die Smartphone-App eingerichtet werden und die verbaute LED leuchtet Rot. Die App gibt es zum kostenlosen Download für Android und Apples iOS. Im beiliegenden Heft wird die Einrichtung ausführlich beschrieben, die insgesamt kinderleicht ist, denn mit Hilfe des QR-Codes wird der App die IP-Adresse der Kamera mitgeteilt. Voraussetzung ist allerdings, dass sich beide Geräte im gleichen WLAN befinden. Die Argus unterstützt WLAN nach 802.11b/g/n im 2,4 GHz-Band.

Anschließend muss das WLAN-Passwort in der App eingegeben werden. Das wiederum wird in einen QR-Code umgewandelt, das die Kamera vom Smartphone abliest. Die Kamera teilt per Sprachbefehl mit, wenn die Verbindung erfolgreich aufgebaut ist. Schließlich kann die Kamera dann über die App weiter konfiguriert und bedient werden. Eine Anbindung an die Client-Software von Reolink für den PC ist gegenwärtig nicht möglich, der Hersteller verspricht jedoch, das in der nächsten Version nachzuliefern.

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