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Reolink Argus: Überwachungskamera für den Außeneinsatz im Test

Funktionsreiche App von Reolink

Vorbildlich ist der erste Schritt der Konfiguration mit dem die Kamera mit einem Passwort abgesichert wird. Ab diesem Zeitpunkt überträgt die Argus bereits ein Live-Bild auf das Smartphone. Wichtigster erster Schritt dürfte für viele die Konfiguration des Bewegungssensors sein – dem sogenannten PIR-Sensor. Wird er getriggert, beginnt die Kamera mit ihrer Aufzeichnung. Anders als viele Kameras werden Bewegungen nicht per Software registriert, sondern über einen eigenen Sensor, der deutlich schneller und empfindlicher reagiert. Er kann in drei Stufen eingestellt werden, die vor allem die Reichweite einschränken. In der höchsten Stufe reagiert die Argus auf Lebewesen innerhalb einer Reichweite von neun Metern, sich bewegende Fahrzeuge werden auf einer Distanz von bis zu fünfzehn Metern erkannt. In der kleinsten Einstellung „Low“ reduziert sich die Entfernung für Fahrzeuge auf zehn Meter und die für Lebewesen auf vier Meter. Die mittlere Stufe von zwölf für Fahrzeuge und sechs für Lebewesen ist voreingestellt. Reolink empfiehlt eine Erkennungsentfernung von zwei bis zehn Meter etwa vor einem Hauseingang. Reolink gibt den Erkennungswinkel des PIR-Sensors mit horizontalen 110° an.

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten in der App sind die Möglichkeit die Auflösung von 1080p auf 720p herunter zu stufen. Auch die Bildrate kann von maximal fünfzehn FPS auf zehn, fünf oder sogar zwei herabgesetzt werden. Die Bitrate kann ebenfalls zwischen maximal 2.048 und minimal 256 eingestellt werden, standardmäßig sind es 1.536. Es gibt insgesamt zwei Vorlagen, „Klar“ und „Flüssig“, mit jeweils individuell konfigurierbaren Einstellungen. Auch die akustische Kommunikation über die Kamera kann im WLAN verschlüsselt werden. Die Option, bei schwachen Lichtverhältnissen die Argus per Infrarot zu betreiben, lässt sich ebenfalls über die App deaktivieren, falls auch Nachtaufnahmen verzichtet werden soll. Außerdem lässt sich die LED an der Vorderseite deaktivieren, die ansonsten blau leuchtet, wenn die Argus aktiviert wird. Wird die Argus über den Bewegungssensor aktiviert und beginnt eine Aufnahme, kann sie dem Besitzer eine E-Mail schicken. Vorbildlich auch die Update-Funktion: Die App sucht automatisch nach Firmware-Updates für die Kamera und richtet sie auch ein, was bei unserem Test gleich zu Anfang erfolgte.

Zweierlei Speichermöglichkeiten

Apropos Aufnahmen: Wird die Argus aktiviert, beginnt sie mit einer Verzögerung von etwa einer Sekunde eine etwa sechs Sekunden langen Aufnahme. Die Einstellung lässt sich zwar nicht ändern, solange die Argus aber eine Bewegung registriert, nimmt sie auch auf. Voraussetzung ist allerdings, das sich eine bis zu 64 GByte große Micro-SD-Karte in der Kamera befindet, einen internen Speicher gibt es nicht. Diese Aufnahmen lassen sich dann chronologisch in der App abrufen aber nicht herunterladen. Da hilft nur, die Micro-SD-Karte aus der Kamera zu entfernen und am PC zu öffnen. Alternativ kann einen Aufnahme manuell über die App gestartet werden. Sie wird dann direkt auf dem Smartphone gespeichert.

Trotz guter WLAN-Anbindung ruckelt die Wiedergabe von bewegten Bildern bei 1080p teils erheblich, egal ob im Live-Betrieb oder im Playback von gespeicherten Videos auf der Kamera. Sehen wir uns die Videos direkt auf der Micro-SD-Karte am PC an, ist das nicht der Fall. Für eine Überwachung auf der App reicht die Qualität der Aufnahmen aber allemal – auch die Nachtaufnahmen.

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