Konsumerelektronik, Gadgets & Zubehör

Reolink Keen im Test: Die komplett kabellose Überwachungskamera

Aufbau und Einrichtung der Reolink Keen

Der Aufbau der Reolink Keen könnte nicht einfacher sein. Die Überwachungskamera kann einfach irgendwo hingestellt werden oder alternativ auf ein Gewinde gedreht werden. Dazu steht zum einen das Befestigungskit zur Verfügung, welches natürlich zunächst an eine Wand geschraubt werden muss, zum anderen kann jedoch auch jedes Fotostativ genutzt werden, falls das bevorzugt wird.

Bei dem Bewegungssensor macht es uns Reolink sogar noch einfach, denn ein doppelseitiges 3M Klebeband liegt bei, dass die Halterung des leichten Sensors ohne Probleme überall fest anbringt. Natürlich kann auch hier mit Schrauben gearbeitet werden. Hinstellen geht jedoch aufgrund der Form nicht.

Auch die Einrichtung der Überwachungskamera ist denkbar einfach, denn es wird auf einen QR-Code gesetzt. Nach der Installation der Smartphone-App muss zunächst der QR-Code auf der Rückseite der Kamera gescannt werden. Die App kann die Kamera damit eindeutig zuordnen und erkennt die Kamera ohne Verzögerung. Danach kann ausgewählt werden, ob die Kamera eingerichtet oder nur auf sie zugegriffen werden soll. Wir wählen die Einrichtung und gelangen zur Eingabe der WLAN-Zugangsdaten. Die App generiert dann einen QR-Code, der von der Kamera eingelesen werden muss. Dazu muss das Smartphone mit etwa 20 cm vor die Reolink Keen gehalten werden. Anschließend hören wir über die Lautsprecher der Überwachungskamera, dass die Verbindung erfolgreich hergestellt werden konnte – oder eben nicht. Und schon ist die Einrichtung abgeschlossen und wir können die Kamera über die App verwalten und nutzen. Ein Passwort zum Schutz vor Fremdzugriffen können wir hier auch noch vergeben.

Der Bewegungssensor ist automatisch mit der Überwachungskamera verbunden. Wir brauchen ihn also nur einschalten, indem wir die Batterie richtig einsetzen und schon ist er aktiv. Damit wir eine Meldung über die App bekommen, müssen wir ihn jedoch noch scharf schalten.

Es gibt von Reolink übrigens auch Programme für Windows und Mac, diese sind jedoch leider noch nicht kompatibel mit der Reolink Keen. Vielleicht wird das in Zukunft ja noch, bisher gelingt jedoch nur die Verwaltung übers mobile Endgeräte mit iOS oder Android.

Funktionen der Reolink Keen

Bildqualität und Aufnahmen

Mit mehreren Modi kann die Bildqualität geändert werden um unterschiedlich viel Bandbreite zu benötigen. Die beste Qualität erhält man im „Clear“-Modus mit einer FullHD-Auflösung (1080p) mit 15 Bildern pro Sekunde. Dabei werden etwa 2.300 Kb/s verbraucht, im „Fluent“-Modus sind es nur etwa 125 Kb/s. Der mittlere „Balanced“-Modus kommt auf etwa 450 Kb/s. Natürlich ist dann die Auflösung auch niedriger. Bei der Übertragung hatte ich weder über WLAN noch übers Mobilfunknetz Probleme.

Hier eine kurze Aufnahme bei Tageslicht:

Außerdem besitzt die Reolink Keen noch IR-Sensoren um auch ohne Licht aufnehmen zu können, dazu hier noch eine Aufnahme:

Insgesamt könnte die Qualität durchaus besser sein, immerhin wird mit 1080p aufgenommen. Leider scheint der Sensor jedoch nicht besonders gut zu sein, wodurch alles ein wenig verwaschen und verrauscht ist. Für den Preis der Kamera kann man jedoch auch nicht mehr erwarten. Von daher: top!

Über die App kann die Kamera auch einfach bewegt werden. Dazu ist ein Motor verbaut, der eine horizontale Bewegung um 355 Grad und horizontal um 105 Grad ermöglicht. So kann man sich auch einfach in der Umgebung umschauen.

Aufzeichnungen können über die App einfach gestartet werden. Bei einer manuellen Aufnahme wird das Material auf dem Smartphone gespeichert. Wird dagegen eine Aufnahme durch den Bewegungssensor ausgelöst, wird das Video auf die (optionale) mSD-Karte gespeichert. Leider ist das Fach zur mSD-Karte komplett offen und von außen erreichbar, somit kann jeder die Speicherkarte einfach mitgehen lassen. Ein interner Speicher ist nicht vorhanden, genauso wenig wie eine direkte Cloud-Aufzeichnung. Das sehe ich durchaus als Nachteil an. Zumindest erhält man auch zeitgleich eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone um von dort aus zuzuschauen oder aufzunehmen.

Vorherige Seite 1 2 3 4Nächste Seite
Tags

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

Related Articles

Schreibe einen Kommentar

Back to top button
Close