Peripherie Testberichte

Roccat Kova Aimo: Neuauflage der Gaming-Maus im Test

Design und Verarbeitung

Optisch ist die Kova Aimo von der Kova Pure nicht zu unterscheiden: Auch sie setzt auf ein exakt symmetrisches Layout und somit sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Im Gegensatz zu manchen anderen Herstellern setzt Roccat diesen Ansatz glücklicherweise konsequent um und spiegelt auch die Funktionstasten – diese sind ebenso alle auf beiden Seiten verbaut.

Konkret bedeutet das zwei Zusatztasten an jeder Seite, eine weitere Zusatztaste neben jeder Haupttasten und eine DPI-Taste direkt hinter dem Mausrad. Insgesamt kommt die Maus also auf zehn Tasten, wenn man die im Mausrad mitzählt.

Die Kova Aimo besteht komplett aus mattem, schwarzen Kunststoff. Die Berührflächen haben eine glatte und sehr angenehme Oberfläche. Die untere Schale soll im Gegensatz dazu wohl einen Kontrast bilden und hat daher eine raue Oberfläche.

Einzig die Unterseite ist an der unteren Schale glatt – vermutlich sollen damit ein Festhängen der Maus verhindert werden. Ansonsten gibt es dort allerdings nichts erwähnenswertes: Neben dem Sensor und fünf der üblichen Gleitpads gibt es an der Unterseite der Maus keine weiteren Besonderheiten.

Die Verarbeitungsqualität der Kova Aimo ist durchgehend lobenswert: Alle Gehäuseteile sind sauber und stabil verbunden, die Materialwahl ist gelungen. Hier braucht sich die Neuauflage auch nach einigen Jahren nicht zu verstecken.

Praxis

Den in der Kova Aimo verbauten Sensor bezeichnet Roccat als Pro-Optic Sensor R6. Dieser soll laut Hersteller eine Auflösung von bis zu 7.000 DPI bieten, in der Realität ist diese Angabe allerdings mit Vorsicht zu genießen. Laut Roccat werden die 7.000 DPI bei der Maus durch einen Overdrive, das heißt eine Software-Interpolation, erreicht. Eigentlich handelt es sich beim Pro-Optic R6 um einen PixArt PMW3320, der laut Datenblatt eine maximale Auflösung von 3.500 DPI bietet.

In der Praxis ist die Software-Interpolation von Roccat zwar funktional, sie liefert aber keine so sauberen Ergebnisse wie der Sensor selbst. Die Linien, die der Sensor zeichnet, werden etwas unpräziser – wie es auch nicht anders zu erwarten war. Damit hängt die Kova Aimo in puncto Sensor hinter der Konkurrenz, was angesichts des Alters der Maus auch nicht verwunderlich, aber natürlich nicht gerade erfreulich ist.

Die Ergonomie der Maus ist, angesichts des Beidhand-Designs, durchaus auf gutem Niveau: In unseren Augen ist die Maus mit ihrem geringem Gewicht und ihrer flachen Gehäuseform insbesondere für den Claw-Grip gut geeignet. Auch der Fingertip-Grip ist noch gut möglich, für den Palm-Grip ist die Kova Aimo in unseren Augen allerdings schlicht zu klein. Zudem sollte bedacht sein, dass die Maus zwar angenehm geführt werden kann, dass sie bei der Ergonomie aber natürlich nicht an Einhanddesigns herankommt.

Ein besonderes Lob hat sich die Roccat Kova Aimo indes für die Platzierung der Tasten verdient. Die beiden Daumentasten sind, wie üblich, gut zu erreichen, doch auch die Zusatztasten neben den Haupttasten sind leicht und intuitiv zu bedienen. Auch der Druckpunkt der Haupt- und Zusatztasten ist durchweg auf gutem Niveau

Im Praxiseinsatz liefert die Kova Aimo ein solides Bild. Die Ergonomie ist für ein symmetrisches Design durchaus gelungen, und die Zusatztasten sind gut gelungen. Lediglich den Sensor hätte Roccat nach all den Jahren ruhig aktualisieren dürfen. Beispielsweise ein PMW 3360 wäre eine gute Lösung gewesen, um hier zur Konkurrenz aufzuschließen.

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