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Samsung Galaxy Z Fold2 5G offiziell vorgestellt

Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold2 5G die zweite Generation seines faltbaren Smartphones vorgestellt. Die Südkoreaner scheinen einige Probleme des Vorgängers ausgemerzt zu haben. Neben optischen Änderungen, hat Samsung nämlich auch einiges am Innenleben geändert.

Samsungs Ankündigungen überschlagen sich

Es ist gerade einmal ein paar Wochen her, seitdem Samsung neben dem Galaxy Note 20 einige neue Geräte angekündigt hat. Umso überraschender war es, als bekannt wurde, dass der südkoreanische Konzern, eine Neuauflage seines faltbaren Smartphones auf den Markt bringen möchte. Nun hat Samsung im Rahmen eines großen Events das Samsung Galaxy Z Fold2 5G offiziell vorgestellt. Und im Gegensatz zu seinem Vorgänger, scheint der Hersteller hier einiges verbessert zu haben.

Der Hersteller hat nachgelegt

Als die ersten Bilder des Vorgängers im Netz kursierten, waren die Fans hellauf begeistert. Dies lag nicht zuletzt an dem futuristischen Design des Samsung Galaxy Fold. Doch bereits in ersten Hands-On Tests traten viele Kinderkrankheiten zu Tage. Dies begann bereits beim ersten Blick auf das Display. Hier musste man nicht nur dicke Displayränder in Kauf nehmen. Auch bei der Qualität war die erste Generation des faltbaren Smartphones umstritten. Wenn man nun einen Blick auf den Nachfolger wirft, wird deutlich, dass Samsung sich wirklich ins Zeug gelegt hat. Ränder gibt es beim Galaxy Z Fold2 5G nicht wirklich. Damit wächst die Bildschirmdiagonale von 4,6 Zoll auf stolze 6,2 Zoll. Die eigentlichen Maße des faltbaren Smartphones ändern sich hingegen im Vergleich zum Vorgänger nicht.

Weiter geht es bei der Kamera. Die Selfie-Kamera hat Samsung hinter einem Loch versteckt. Selbiges kennt man bereits von den Familienmitgliedern der S20-, und Note 20 Serie. Damit reiht sich das Galaxy Z Fold2 nun in das sonstige Bild von gängigen High-End-Smartphones ein. Bei der ersten Generation war dies nicht der Fall. Einzig die Auflösung der zweiten Generation des faltbaren Smartphones kann mit HD+ mit der Konkurrenz nicht wirklich mithalten. Dies ist allerdings ein Kompromiss, den man eingehen muss. Schließlich erkauft man sich damit das eigentliche Feature des Galaxy Z Fold2.

Smartphone und Tablet in Einem

Das ganz besondere Feature des Galaxy Z Fold2 ist selbstverständlich die Möglichkeit, es falten zu können. Damit verwandelt man das vormals Smartphone in ein 7,6 Zoll großes Tablet. Auch hier hat sich die Bildschirmdiagonale vergrößert. So bot der Vorgänger nur 7,3 Zoll. Samsung hat durch das Streichen der Notch des Vorgängers sowie kleinere Bildschirmränder den entsprechenden Platz dafür geschaffen. Doch auch bei eingeschaltetem Display bemerkt man große Veränderungen. Beeindruckend ist die Bildwiederholrate von 120 Bildern pro Sekunde. Um im Ernstfall Akku sparen zu können, kann die neue Generation des faltbaren Smartphones die Bildwiederholrate auf 11 Bilder pro Sekunde herunter regeln. Um tolle Kontraste bieten zu können, hat Samsung auch bei der Helligkeit nachgebessert. So erreicht das Galaxy Z Fold2 mit 450 cd/m² 30 mehr als der Vorgänger. Wenn das Z Fold2 extrem helles Umgebungslicht registriert, kann es die Bildschirmhelligkeit sogar auf 900 cd/m² herauf regeln. Beim Vorgänger waren diesbezüglich lediglich 800 cd/m² möglich.

Braucht man das?

Trotz der vielen Verbesserungen im Gegensatz zum Vorgänger bleibt eine Frage noch immer unbeantwortet. Braucht man so etwas wirklich? Die Frage ist mehr als berechtigt. Schließlich kostet das Galaxy Z Fold2 bereits allein mehr als ein High-End-Smartphone plus Flaggschiff-Tablet. Ist dieser Falt-Mechanismus diesen hohen Preis wirklich wert? Samsung verspricht beim neuen faltbaren Smartphone, dass der Fall-Mechanismus 200.000 Faltvorgänge übersteht. Trotz dessen scheint dieser als zusätzliche Schwachstelle noch immer anfällig. Offensichtlich wissen die Südkoreaner, dass allein der Fall-Mechanismus nicht ausreicht, um Kunden zu gewinnen. Dementsprechend setzen sie auf weitere Features.

Nun lässt sich das Galaxy Z Fold2 so falten, dass man frei zwischen verschiedenen Winkeln wählen kann. Hier spricht Samsung vom neuen „Flex Mode“. Dieser bringt einige spannende Vorteile mit sich. So lässt sich das faltbare Smartphone nun wie ein kleines Notebook nutzen. Doch auch in Sachen Entertainment bietet der „Flex Mode“ Spannendes. Wenn eine App den Modus unterstützt, ist ein ganz individuelles Layout möglich. So soll bei YouTube im „Flex Mode“ beispielsweise die gesamte obere Displayhälfte genutzt werden können. Die hauseigene Kamera-App von Samsung unterstützt diesen speziellen Modus natürlich auch. Damit wird das Galaxy Z Fold2 zu seinem eigenen Stativ. Der „Flex Mode“ scheint also durchaus Potential zu haben.

Überarbeitete Software

Nicht nur äußerlich hat sich einiges getan. So hat Samsung auch die hauseigene Software an das Galaxy Z Fold2 angepasst. Hier kommt vor allem der neue „Flex Mode“ zum Einsatz. Samsung bringt als Beispiele die Nutzung der Galerie-App an. Hier befindet sich auf der kompletten oberen Hälfte das Bild bzw. Video. Die untere Bildschirmhälfte verwandelt sich dann in ein Segment für passende Bedienelemente. Damit könnte man das Z Fold2 selbst für Videoschnitt nutzen. Weitere Änderungen betreffen die generelle Anzeige. Samsung überlässt es den Nutzern, ob sie das 7,6 Zoll große Display bereits als Tablet oder vielmehr als gigantisches Smartphone nutzen möchten. Dementsprechend kann man die Oberfläche anpassen.

Stärkeres Innenleben

Auch in Sachen Hardware scheint Samsung einen deutlichen Schritt nach vorn zu machen. Zwar kann das Z Fold2 nicht mit reinen High-End-Smartphones mithalten, doch für ausreichend Leistung haben die Koreaner gesorgt. Herzstück des faltbaren Smartphones ist der leistungsstarke Snapdragon 865+ aus dem Hause Qualcomm. Diesem stehen satte 12 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Der Speicherplatz von 256 GB dürfte den allermeisten Nutzern reichen. Außerdem bietet das Galaxy Z Fold2 WiFi 5 und Bluetooth 5. Damit man auch mit Netflix und co. seinen Spaß hat, verbaut Samsung Stereo Lautsprecher. Insgesamt klingt die Ausstattung des Z Fold2 sehr ordentlich. Einzig der Akku treibt uns noch Sorgenfalten ins Gesicht. Für ein klassisches Smartphone wären die 4.500 mAh wohl mehr als ausreichend. Doch das faltbare Smartphone ist alles andere als klassisch. Neben dem Tablet-Modus dürften auch die 120 FPS dafür sorgen, dass der Akkustand schnell schrumpft. Wir sind gespannt, ob sich die Bedenken bewahrheiten.

Die Farbe des Scharniers kann man ebenfalls anpassen.

Preis und Verfügbarkeit

Wer sich für das Samsung Galaxy Z Fold2 5G interessiert, hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Farben – Bronze und Schwarz. Darüber hinaus soll man auch die Farbe des Scharniers anpassen können. Dabei stehen Gold, Blau, Silber und Rot zur Wahl. Diese Option steht einem aber nur bei einer Bestellung in Samsungs Onlineshop zur Verfügung. Für den neuen Sonderling aus Samsungs Produkt-Familie muss man einen stolzen Preis von 1.949 auf den Ladentisch legen. Der Preis des kommenden faltbaren Smartphones ist noch immer hoch. Doch im Vergleich zum Vorgänger veranschlagt Samsung knapp 500 Euro weniger. Das ist fair!

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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