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Samsung Galaxy Z Fold2 – Die Zukunft ist faltbar

Software

Das Galaxy Z Fold2 wird mit Samsungs neuem One UI 3.1 ausgeliefert, das auf Android 10 basiert. Mittlerweile ist das Fold2 auch schon auf Android 11 aktualisierbar.

One UI ist eines der beliebtesten Android-Anpassungen und mittlerweile auf fast jedem SamsungSmartphone vertreten. Auch an das neue faltbare Layout ist One UI gut angepasst. Der Bildschirm auf der Front und der faltbare Bildschirm besitzen jeweils eigene Home-Screens, die auch einzeln personalisierbar sind. So kann man Apps, die man häufig verwendet, wenn das Telefon zugeklappt ist, auf die Vorderseite verschieben und Apps, die man primär im Tabletmodus verwendet, auf den Home-Screen des faltbaren Displays rücken. Separate Hintergründe sind auch festlegbar.

Multitasking, das bei einem faltbaren Telefon sehr von Vorteil sein kann, funktioniert mit One UI ausgesprochen gut. Gleichzeitig einen Artikel zu lesen und nebenbei eine E-Mail zu verfassen, ist mit dem Galaxy Z Fold2 problemlos möglich und durchaus beeindruckend – immerhin hält man gerade nur ein Telefon in der Hand. Daher kann ich mir das Fold2 auch in einem professionelleren, auf Produktivität ausgelegten Alltag, gut vorstellen. Ähnlich wie das Surface Duo von Microsoft beworben wird. Eine interessante Möglichkeit, die ich beim Testen entdeckt habe, ist, dass man die Tastatur so öffnen kann, dass sie sich auf der einen Seite der Falte und die App auf der anderen Seite der Falte öffnet. Dadurch ist es möglich, das Fold2 wie ein kleines Notebook aufzustellen und darauf zu tippen. Leider macht einem hier die Statik etwas einen Strich durch die Rechnung, denn das Galaxy Fold2 ist zu kopflastig, um auf diese Weise vernünftig stehen zu können.

Allgemein hat Samsung hier ein wirklich solides Betriebssystem für ein faltbares Smartphone geschaffen. Die Implementierung der falt-spezifischen Features wirkt ausgereift und nicht wie ein nachträglicher Gedanke.

Performance

Trotz des großen hochauflösenden Displays fühlt sich die Benutzung des Samsung Galaxy Z Fold2 stets flink an. Apps lassen sich ohne merkbare Verzögerungen öffnen. Scrollen ist auch auf allen Bildschirmen des Folds butterweich. Der Snapdragon 865+ hat genug Power unter der Haube, um das große, mit 1768 x 2208 Pixeln auflösende AMOLED-Display zu befeuern. Die Bildwiederholrate von 120 Hz auf allen Bildschirmen freut mich und ist auch ein wichtiger Faktor, der für mich das Fold2 aus der „Gimmick-Ecke“ holt und als kompetitives ernstzunehmendes Smartphone etabliert.

Wenn bei der Benutzung einer App auf dem Cover-Display das Telefon aufgeklappt wird, wird automatisch dieselbe App auch auf dem aufgeklappten Display gestartet. Auch das läuft so instantan ab, dass man es kaum bemerkt und ist durchaus praktisch, wenn man sich zum Beispiel eine Karte auf Google Maps genauer anschauen möchte.

Mit 5G und Wi-Fi 6 ist das Samsung Galaxy Z Fold2 außerdem, was die Konnektivität angeht, gut für die Zukunft gewappnet.

Kamera

Auch bei der Kamera hat sich Samsung nicht lumpen lassen. Häufig werden bei Smartphones, die ein spezielles Feature haben – wie in diesem Fall die Faltbarkeit – an anderen Ecken Abstriche gemacht, und das erste Opfer ist dann häufig die Kamera. Doch das ist hier glücklicherweise nicht der Fall.

Auf der Rückseite sind drei Sensoren mit je einer Auflösung von 12 Megapixeln verbaut. Der reinen Auflösung nach zu urteilen scheinen die Kameras auf den ersten Blick nicht sehr atemberaubend. Immerhin ist im Samsung Galaxy Note 20 Ultra ein 108 Megapixel Sensor verbaut – somit die 9-fache Auflösung zum Fold2. Vergleichbar ist die Auflösung mit der von einem iPhone 12 Pro, bei dem auch jede Kamera mit 12 Megapixeln auflöst. Jedoch ist z. B. der 12 MP Sensor aus der Hauptkamera auf der Rückseite trotzdem vergleichbar groß mit einem höher auflösenden Sensor wie aus einem Galaxy Note 20 Ultra, wodurch die einzelnen Pixel groß sind und viel Licht einfangen können. Daher kann das Galaxy Z Fold2 trotzdem sehr schöne Bilder aufnehmen – und für Social Media reichen 12 MP auch allemal.

Neben dem Hauptsensor befinden sich im Modul auf der Rückseite noch eine Ultraweitwinkel- und Telefotokamera (2x Zoom), die auch mit 12 MP auflösen. Diese beiden befinden sich, von der Qualität, auf demselben Niveau wie der Hauptsensor, wodurch man sich nie den Gedanken machen muss: „Nehme ich in dieser Situation nicht lieber doch die Hauptkamera, weil die Fotos damit schärfer aussehen?“, was ich sehr schätze. Allgemein ist das Hauptkameramodul ein rundes Gesamtpaket, das mir gut gefällt und die Bildverarbeitung von Samsung übernimmt am Ende den Feinschliff.

Im Videobereich unterstützt das Fold2 alles, was ich von einem heutigen Smartphone erwarte, aber auch nichts Besonderes extra. 4K bei 60 fps sind drin, dazu noch Slow-Motion mit bis zu 960 fps und HDR 10+. Daneben werden die Haupt- und Telefotokamera noch durch optische Bildstabilisierung unterstützt, was verwackelte Aufnahmen und Videos verhindert und das System im Ganzen abrundet.

Insgesamt sind 2 Frontkameras verbaut. Eine auf der Coverseite und eine im gefalteten Display – beide als Punchhole. Diese sind von der Hardware identisch und basieren auf einem 10-Megapixel-Sensor. Hier hätte ich mir auch einen 12-Megapixel-Sensor wie in den anderen Kameras gewünscht, weil ich alles unter 12 MP heutzutage schon etwas kritisch finde. Videos sind mit den Frontkameras bei 4K mit 30 fps möglich und Videochatten funktioniert damit auch wunderbar.

Im Großen und Ganzen sind die Kameras des Samsung Galaxy Z Fold2 keine atemberaubenden Neuheiten – dafür ist bei Samsung sowieso eher die S-Reihe da – jedoch haben die Koreaner hier ein solides Gesamtpaket verbaut, bei dem es nicht viel zu meckern gibt.

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Tjorben Nawroth

Schon seit ich klein war, hat mich Technik unfassbar fasziniert. Über die Zeit hinweg wuchs dieses Interesse nur immer mehr. Deshalb möchte ich diesen Blog nutzen, um meine Begeisterung und Erfahrung darüber zu teilen.

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