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Samsung präsentiert Infinity-Flex-Display

Samsung will mit dem Infinity-Flex-Display eine neue Ära des Smartphones einleiten. Faltbare Displays sollen das Kernmerkmal des Smartphones der Zukunft sein. Erfunden hat Samsung die Technologie freilich nicht oder zumindest nicht als einziges Unternehmen – auch LG und Royole haben bereits faltbare Displays präsentiert. Von Huawei, Xiaomi und Lenovo werden bald ebenfalls derart neuartige Displays erwartet.

Samsung zeigt sich selbstsicher und glaubt, die nächste große Innovation der Smartphonewelt gefunden zu haben. Erstmals seit langer Zeit soll es nicht Apple sein, das eine Revolution anstößt, sondern der südkoreanische Konkurrent. Samsung-Manager Justin Denison präsentierte anlässlich einer Entwicklerkonferenz in San Francisco ein Smartphone, welches sich dank seines faltbaren Displays in Sekundenschnelle in einen kleinen Tablet-PC verwandeln lässt.

Denison spricht von der „Basis für das Smartphone von morgen“. Mit dem faltbaren Display sollen sich zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnen: „Wir haben in einer Welt gelebt, in der der Bildschirm nur so groß wie das Gerät selbst sein konnte“, verkündete Denison, überzeugt davon, dies nun geändert zu haben. Tatsächlich wird sich an diesem Umstand jedoch nichts ändern – wird das Display aufgeklappt, wird es größer – mit ihm wächst durch das Aufklappen aber auch das Gerät, dessen Teil der Bildschirm nun einmal ist, sodass der Bildschirm hinsichtlich seiner Größe weiterhin durch die Größe des Gerätes, zu dem er gehört, limitiert wird. Dennoch ist verständlich, was Denison eigentlich sagen will: Bildschirme und Geräte werden faltbar, sodass sie zusammengefaltet in die Hosentasche passen und nach dem Herausnehmen bequem aufgefaltet und dadurch vergrößert werden können. Die Größe des Gerätes wird also variabel, sodass viele Gesichtspunkte, die bisher unbedingt bedacht werden mussten und hinsichtlich der Bildschirm- und Gerätegröße limitierend wirkten – beispielsweise die Tatsache, dass ein Handy in die Hosentasche passen sollte, wenn es Abnehmer finden will – nicht mehr beachtet werden müssen. Der Bildschirm kann, wenn er faltbar ist, wesentlich vergrößert werden. Ausgeklappt soll der vorgestellte Bildschirm eine Diagonale von 7,3 Zoll aufweisen.

Zusammengeklappt weist das Display eine Diagonale von 4,6 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 21:9 auf. Auch in diesem Zustand soll es vollwertig als Smartphone nutzbar sein. Die Bildschärfe soll sowohl zusammengefaltet als auch ausgeklappt bei 420 ppi liegen. Im ausgeklappten Zustand liegt die Auflösung laut Samsung bei 2.152 x 1.352 Pixeln.

Über das Design des faltbaren Smartphones wurde auf der Entwicklerkonferenz beinahe nichts bekanntgegeben. Das Geräte steckte – vermutlich aus Gründen der Mystifizierung – in einem anderen Gehäuse, welches es recht klobig wirken ließ. Ferner leuchtete Samsung die Bühne bewusst schlecht aus, um das Aussehen des faltbaren Smartphones weiter zu verschleiern. Der Konzern machte damit klar, lediglich die Funktionsweise, nicht jedoch das Aussehen des neuen Gerätes präsentieren zu wollen.

Der Weg zur Präsentation dieses Displays war indes ein langer. Bereits vor fünf Jahren verkündete Samsung, an einem faltbaren Display zu arbeiten. Nun ist der Konzern scheinbar bereit, derartige Displays in Serie zu produzieren. Wann jedoch tatsächlich ein Smartphone mit faltbarem Display auf den Markt kommen wird, ist bisher nicht bekannt.

Wie dick das zusammengefaltete Gerät sein wird und wie der Falt-Mechanismus funktioniert, verriet Samsung bisher ebenfalls nicht. Es bleiben also zahlreiche offene Fragen, die wohl erst mit der Veröffentlichung des ersten faltbaren Geräts beantwortet werden.

In der Praxis wird Samsung auf Google angewiesen sein. Das Betriebssystem Android unterstützt faltbare Displays mittlerweile. Glen Murphy, Sprecher von Google, versicherte auf der Entwicklerkonferenz zudem, Google werde Samsungs Bildschirm vollständig unterstützen. Weiterhin wird Samsung jedoch darauf angewiesen sein, dass Entwickler Apps zur Verfügung stellen, die auf einem faltbaren Display funktionieren. Auf der neuen Androidoberfläche „One UI“ soll ein nahtloser Wechsel zwischen beiden Displayformen möglich sein. Laufende Apps sollen also direkt weitergenutzt werden können. Auf dem Innendisplay sollen indes bis zu drei Apps gleichzeitig genutzt werden können.

Entwickler, auf deren Hilfe Samsung nun angewiesen ist, um das Handy zu einem Erfolg werden zu lassen, sollen noch in diesem Jahr einen Emulator erhalten können, mit dem es möglich sein soll, Anwendungen für das Falt-Handy zu entwickeln.

Es bleibt abzuwarten, ob es sich bei den Faltdisplays tatsächlich um die Technik der Zukunft handelt.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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