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Schnelle Online-Zahlungen mit E-Wallets

Bei der sogenannten „Mobile Wallet“, die auch als „E-Wallet“ bezeichnet werden kann, handelt es sich um ein digitales Portemonnaie. Mit der entsprechenden Vorrichtung kann somit auch das Smartphone zu einem digitalen Geldbeutel werden. Diese Verwandlung verspricht eine deutliche Komfortsteigerung im Alltagsleben. Jedoch hat eine Studie der PwC ergeben, dass die Nutzer noch kritisch sind. Jetzt sind die Anbieter gefragt, den Anwendern die Furcht vor dieser neuartigen Möglichkeit zu nehmen.

Kryptowährungen werden auch als Spekulationsobjekt wahrgenommen

Mit dem Geld, das sich in einer E-Wallet befindet, besteht für den Nutzer die Möglichkeit, bei unterschiedlichen Händlern zu bezahlen. So gibt es heute nicht nur Online Shop-Betreiber, die diese neuartige Bezahlform akzeptieren, sondern auch Lokale wie Cafés oder Supermärkte, in denen sodann mit dem Smartphone bezahlt werden kann. In einem E-Wallet befindet sich in den meisten Fällen eine im Vorfeld von Seiten des Nutzers bestimmte Währung – hier spricht man von Kryptowährungen bzw. digitalen Währungen. Natürlich kann man auch den Euro nutzen. So beispielsweise, wenn man sich dafür entschieden hat, mit Google oder Apple Pay zu arbeiten. In diesem Fall wird das Smartphone letztlich zu einem Geldbeutel umfunktioniert.

Nutzt man hingegen eine Wallet für Kryptowährungen, so kann man hier etwa Bitcoin, Ether oder Litecoin „speichern“ und sodann verwenden, sofern der Online Shop-Betreiber oder Ladenbesitzer eine Zahlung mit Bitcoin und Co. akzeptiert.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass Kryptowährungen aber nicht unbedingt immer als Währung gesehen werden müssen. So kann man etwa über Bitcoin Superstar mit Kryptowährungen spekulieren – denn die Volatilität des Kryptomarkts ist durchaus vielversprechend, sofern man sich selbst als chancenorientierten wie risikoaffinen Trader bezeichnet. Das heißt, Kryptowährungen sind sozusagen auch ein Spekulationsobjekt.

Wie sicher sind eigentlich die digitalen Portemonnaies?

In der Regel arbeiten fast alle Anbieter mit einer verschlüsselten Übertragung – beispielsweise mit der 128 bit-SSL. Die Datenverschlüsselung wird auch als Tokenization bezeichnet. Das heißt, jene Daten, die man überträgt, werden in verschlüsselten Token weitergegeben. Zudem sind die Zahlenden nicht mehr gezwungen, Kreditkartendaten zu hinterlegen – auch das mag eine Erleichterung sein, da man hier keine Angst vor einem Kreditkartendatenmissbrauch haben muss.

Letztlich mag das Thema Sicherheit den Großteil der Nutzer beschäftigen, doch nur ein Bruchteil weiß tatsächlich, dass die Sicherheitsvorkehrungen derart ausgereift sind, dass man de facto keine Angst vor einem Datenmissbrauch haben muss.

Deutsche zeigen sich aufgeschlossen, bleiben aber kritisch

Bild von geralt auf Pixabay

Die Studie der PwC hat gezeigt, dass die Bereitschaft sehr wohl gegeben ist, mit digitalen Portemonnaies zu arbeiten. 45 Prozent der Befragten gaben an, interessiert daran zu sein, mittels E-Wallet finanzielle Transaktionen zu tätigen. 43 Prozent waren sogar der Ansicht, mit dem E-Wallet die Kreditkarte ersetzen zu wollen. 58 Prozent der Befragten gaben des Weiteren an, es sich vorstellen zu können, auf Führerschein wie Versicherungskarten in Papier- oder Kartenform verzichten zu können, wenn es die Möglichkeit gibt, die Dokumente in dem Mobile Wallet mitführen zu können.

Denn letztlich muss es nicht nur darum gehen, Geld in einem digitalen Portemonnaie aufzubewahren. Wie im klassischen Geldbeutel soll auch die Möglichkeit zur Verfügung stehen, Dokumente wie Kundenkarten aufbewahren zu können.

Geht es um das Thema Geld, so zeigten sich die Befragten sowieso zurückhaltend: Gerade einmal 17 Prozent der Befragten gaben an, das digitale Portemonnaie als „Bargeldspeicher“ verwenden zu wollen.

Rund 85 Prozent gaben an, Angst zu haben, dass ein Krimineller die persönlichen Daten vom Smartphone „fischen“ könnte. 79 Prozent stehen dem kabellosen Übertragungsweg kritisch gegenüber und 74 Prozent sorgen sich, dass auf dem E-Wallet viel zu viele Informationen gespeichert werden.

Neben der Frage, wovor die Nutzer Angst hätten, gab es auch die Frage, was sich potentielle Nutzer wünschen würden. 90 Prozent haben angegeben, es begrüßen zu würden, wenn es möglich wäre, im Falle eines Verlusts per Fernzugriff das digitale Portemonnaie löschen zu können – inklusive der Möglichkeit einer neuen Wiederherstellung. 85 Prozent der Befragten wünschten sich zudem eine weitere Schutzzone – so etwa in Form einer PIN-Abfrage.

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