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SD Association und weitere Partner beenden Zusammenarbeit mit Huawei

Im Zuge des anhaltenden Handelsstreits zwischen den USA und China und des daraus entstandenen US-Telekommunikationsnotstandes verliert das chinesische Unternehmen immer mehr Partner. Nachdem kürzlich bereits Google und der Chipentwickler ARM die Zusammenarbeit zwangsweise beendet haben, hat nun die SD Association Huawei ausgeschlossen. Es handelt sich dabei um einen Industrieverband, der neue SD-Karten-Standards festlegt. Durch den Ausschluss darf Huawei keine neuen Geräte mit SD-Karten-Slot mehr bauen. Dies ist bei den Smartphones des Unternehmens, bei denen Huawei eigene Speicherkarten einsetzt, zwar kaum relevant, trifft aber andere Geschäftsbereiche durchaus.

Außerdem hat Huawei „freiwillig“ die Halbleiter-Standardisierungsgruppe JEDEC Solid State Technology Association verlassen. Da JEDEC-Standards jedoch Open-Source sind, kann das Unternehmen diese weiterhin verwenden, jedoch keinerlei Einfluss mehr die Entwicklung neuer Standards nehmen.

Auch die Wi-Fi Alliance hat die Mitgliedschaft von Huawei „vorübergehend eingeschränkt“, vollständig ausgeschlossen wurde das chinesische Unternehmen aber noch nicht. Bisher hat Huawei die Organisation, die die Marke „Wi-Fi“ besitzt und das „Wi-Fi Certified“-Logo vergibt finanziell unterstützt. In Zukunft wird Huawei zwar weiterhin WLAN in ihren Geräten anbieten, die Wi-Fi-Zertifizierung gibt es aber vorerst nicht mehr.

Außerdem hat auch die US-amerikanische Gesellschaft Bluetooth Special Interest Group (SIG) angekündigt, aufgrund des Dekrets von US-Präsident Trump keine Technologie mehr an Huawei mehr zu liefern. Dies bedeutet, dass neue Geräte des Konzerns kein Bluetooth mehr haben werden. Sollte diese Entscheidung final seien, würde Huawei also bis zur Entwicklung eines eigenen Standards auf das drahtlose Übertragen von Daten, Musik und Videos vorerst verzichten müssen.

Neben den wegfallenden Kooperationen ist Huawei außerdem beim Absatz bereits bestehender Geräte in immer größeren Schwierigkeiten, da Mobilfunkunternehmen auch außerhalb der USA ihre Smartphones aus dem Sortiment nehmen. Dies wird damit begründet, dass Konsumenten befürchten zeitnah keine Updates mehr für die Geräte zu erhalten, wenn die 90-tägige Aussetzung des Handelsverbot von Huawei beendet ist.

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