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Seagate IronWolf: HDDs und SSDs speziell für NAS angekündigt

Die Speicherexperten von Seagate erweitern ihr Produktportfolio im Bereich der Speichermedien weiter. Hierbei stehen dieses mal insbesondere die netzgebundenen Speicherlösungen (NAS) im Fokus des Herstellers. Während die IronWolf Pro als klassische HDD daherkommt, bringt Seagate mit der IronWolf (Pro) 125 eine schnelle SSD.

IronWolf Pro: HDD mit bis zu 18 TB

Bislang bot die IronWolf Pro lediglich Modelle mit einer Speicherkapazität zwischen 4 TB und 16 TB. Nun weitet der Hersteller den möglichen Speicherplatz der NAS-HDD für Unternehmen weiter aus. So bietet Seagate zukünftig auch ein Modell mit 18 TB Speicherplatz an. Damit ist es nicht nur die erste NAS-Lösung der Größe, sondern gleichzeitig auch die erste HDD der Größe aus dem Hause Seagate. Auch ein Blick zur Konkurrenz bietet nicht viel Vergleichbares. So hat bislang nur Western Digital in seinen Produkten speziell für Unternehmen derartige NAS-HDDs parat.

Die Leistung

Den Speicherplatz von 18 TB haben wir bereits geklärt. Doch was soll die IronWolf Pro noch auf dem Kasten haben? Die NAS-HDD bietet u.a. eine Rotationsgeschwindigkeit von 7.200 U/min. Das Modell soll für maximal 24 Laufwerksschächte im NAS geeignet sein. Hier decken sich die Specs mit denen des Modells mit 16 TB. Das gilt auch für den Cache, welcher 256 MB fasst, sowie die Vibrationssensoren. Weiterhin deckt sich das Gewicht von 670 Gramm sowie die maximale Lautstärke von 32 Dezibel mit den Angaben der Version mit 16 TB Speicher. Einzig bei der Anzahl der Platten gibt es Unterschiede. Während die etwas kleine Variante „nur“ 8 Platten besitzt, setzt die 18 TB-Version auf stolze 9 Platten. Auch die Datendichte soll bei der IronWolf Pro mit 18 TB etwas höher sein.

Die IronWolf Pro bietet maximal 18 TB Speicherplatz.

Kein SMR, sondern CMR

Seagate wird bei seinem neusten Modell auf das sogenannte Shingled Magnetic Recording (SMR) verzichten. Dabei werden überlappende Spuren verwendet. Stattdessen kommt beim IronWolf Pro klassisches CMR zum Einsatz. Dies soll für die gesamte Serie der NAS-HDD gelten. Die Konkurrenz aus dem Hause Western Digital setzt bei seiner 18 TB NAS-HDD auf das sogenannte Energy Assisted Magnetic Recording. Seagate wiederum verzichtet auf diese Technik. Was kaum verwundert ist der erhöhte Energiebedarf im Vergleich zum kleineren Modell mit 16 TB. Grund hierfür dürfte unter anderem die neunte Platte der 18 TB NAS-HDD sein. Während im Leerlauf knapp 5,2 Watt Leistung benötigt werden, braucht die große HDD im aktiven Betrieb stolze 8 Watt. Das kleinere Modell gibt sich mit 5,0 respektive 7,6 Watt zufrieden. Bei der Transferrate der Daten nehmen sich beide nicht viel. Die neue Version mit 18 TB bietet mit 260 MB/s knapp 5 MB mehr pro Sekunde als der etwas kleinere Vorgänger.

Preis und Verfügbarkeit

Noch im September soll die neue IronWolf Pro mit 18 TB auf den Markt kommen. Wer Interesse an der riesigen NAS-HDD hat, muss mit einer UVP von stolzen 580 Euro leben.

IronWolf (Pro) 125: Schnelle NAS-SSD

Wer Geschwindigkeit dem verfügbaren Speicherplatz vorzieht, wird mit der IronWolf (Pro) 125 glücklich. Diese SSD für NAS kommt im klassischen 2,5 Zoll Format daher. Welchen Controller der Hersteller hier verwendet, wissen wir leider nicht. Beim Speichertyp haben wir es mit 3D-TLC-NAND zu tun. Dieser bietet pro Speicherzelle drei Bit. Die NAS-SSD soll in zwei Versionen auf den Markt kommen. Die Pro Version bietet dementsprechend als Speicher einen BiCS3 cTLC.

Leistung

Bei der IronWolf (Pro) 125 hat man die Wahl zwischen verschiedenen Speichergrößen. Von 250 GB bis 4 TB bietet Seagate hier unterschiedliche Varianten an. Die „normale“ IronWolf 125 soll mit einer Lesegeschwindigkeit von 560 MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 540 MB/s punkten können. Dies ist durchaus verwirrend. Schließlich bietet die Pro-Version „nur“ 545 MB/s respektive 520 MB/s. Doch hierbei muss man wissen, dass es sich lediglich um kurzfristige Spitzenleistungen handelt. Was die Pro-Version höchstwahrscheinlich auszeichnet, sind die dauerhaft möglichen Leistungen. Somit ist die klassische IronWolf 125 im Sprint leicht überlegen, die Pro-Version hängt selbige jedoch im Dauerlauf ab. Leider sind aufgrund der spärlichen Daten diesbezüglich noch  keine näheren Vergleiche möglich.

Unterschiedliche Speicherkapazitäten

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Versionen wird deutlich, wenn man einen Blick auf die Speicherkapazitäten wirft. Auch hier ist die Pro-Version auf den ersten Blick im Nachteil. Schließlich bietet sie mit einem nutzbaren Speicher von bspw. 3,84 TB in der größten Version (4 TB) weniger als die klassische Variante. Allerdings bietet sie dafür einen größeren Reservespeicher, was viele professionelle Anwender freuen wird. Auch in Sachen Ausdauer hat die Pro die Nase vorn. So bietet die IronWolf Pro 125 bei der Gesamtschreibleistung (TBW) 435 bis 7.000 TB. Im Vergleich dazu schafft es die klassische IronWolf 125 „nur“ auf 300 bis 5.600 TB.

Zusätzlicher Schutz in der Pro-Version

Wer vor der Wahl zwischen IronWolf 125 oder IronWolf Pro 125 steht, sollte auch den besonderen Schutz vor Datenverlust in die Wahl mit einbeziehen. Käufer der Pro-Version werden vor Datenverlusten bei Stromausfall explizit geschützt. Sollte es soweit kommen, bietet Seagate den Seagate Rescue Service (SRS) an. Dieser kümmert sich im Falle eines Defekts um die Wiederherstellung der Daten. Ab Kauf der Pro-Version behält man diesen Schutz für zwei Jahre.

Preise und Verfügbarkeit

Alle drei Modelle sind ab sofort im Handel erhältlich. Die NAS-SSD IronWolf 125 kann man ab 65 Euro für die Version mit 250 GB erwerben. Zu einem Preis von 100 Euro gibt es die Version mit 500 GB. 1 TB schlägt mit 165 Euro zu Buche. Die beiden größten Versionen kosten 300 Euro (2 TB) bzw. 610 Euro (4 TB). Für die Pro-Version muss man etwas tiefer in die Taschen greifen. Diese startet bei 100 Euro für 240 GB. Für 135 Euro gibt es 480 GB Speicherplatz. 960 GB gibt es zu einem Preis von 250 Euro. Die Variante mit 1,92 TB erhält man für 430 Euro. Die größte Version mit 3,84 TB gibt es für 820 Euro.

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Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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