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Shadow: macht der Cloud-Dienst Computer bald überflüssig?

Haben Computer bald ausgedient? „Shadow“, der Cloud-Computing Dienst von Blade, hat großes Potential, genau diese Entwicklung anzustoßen. Es handelt sich hierbei um eine sehr interessante Alternative gegenüber hohen Anschaffungspreisen für Gaming-PCs und ermöglicht Spielspaß auf jedem beliebigen Endgerät mit entsprechender Internetkompatibilität. Shadow verspricht Flexibilität, immer eine up-to-date Hardware bereit zu stellen und kompromisslose Spielperformance für anspruchsvolle Gamer. Für das System bezahlt man aktuell ca. 30€ pro Monat.

Unsere Meinung; Shadow hat das Potential, etwas ganz Großes zu werden!

Überall, jederzeit

Das Vorhaben von Shadow: Jedes neue Spiel auf den höchsten Einstellungen spielen können – und das auf PC, Mac, IPhone oder Android. Wo ist der Haken? Man braucht eine relativ stabile Internetleitung. Man habe den Dienst so weit weiterentwickelt, dass nun auch eine Downloadrate von nur 5 MB/s für Officetätigkeiten ausreicht. Für anständiges Gaming braucht man dann mindestens eine 15-20 MB-Leitung. Der Dienst wird kontinuierlich verbessert, so hat man in den letzten Monaten beispielsweise gute Lösungen für Latenzprobleme gefunden und auch die Hardware wird immer aktuell gehalten. Das Netz in Deutschland ist inzwischen auf einem guten Weg und die Infrastruktur wird endlich weiter ausgebaut.

Das Ziel von Shadow ist es, dass für Nutzer kein Unterschied zwischen einem lokalem PC und dem Dienst erkennbar ist. Sie seien die beste „Cloud Gaming Tech“ auf dem Markt.

Man kann auf dem Fernseher anfangen, dann kommt die Freundin und will GZSZ gucken – gar kein Problem, man zockt einfach woanders weiter.

Der Schatten wächst

Letztes Jahr haben wir den Dienst schon vorgestellt, unseren Beitrag dazu findet ihr hier. Einige kritische Fragen sind noch offen geblieben, insbesondere wie es mit der Multiplayer-Möglichkeit aussieht. Es war auf jeden Fall beeindruckend, mit dem Dienst die anspruchsvollsten Titel ohne Verzögerungen in 4k und mit 144Hz anspielen zu können. Ich wurde als anfänglicher Skeptiker überzeugt, deshalb verfolge ich das Projekt gerne weiter. Dieses Jahr soll Shadow endlich auch in Deutschland anlaufen. Ich bin auf die Entwicklung hierzulande gespannt und lasse mir auf der gamescom 2018 die Neuerungen vorstellen – an der Hardware hat sich etwas getan. Aktuell sind Intel Xeon E5-2697 und Geforce GTX 1080 verbaut.

Der Entwicklungsstand

Der Cloud-Computing-Dienst gibt ein Datum für die Verfügbarkeit in Deutschland bekannt: Den 04.09.2018. Der deutsche Markt sei sehr kritisch, so Marcus Bläsche, DACH Community Manager für Blade. Man sei nun aber zuversichtlich, einen ausgereiften Dienst für jenen schwierigen Markt zu bieten. Das lokale Rechenzentrum liegt in Amsterdam. Der Vorteil des Standorts ist, dass er als Knotenpunkt für sehr viele Games herhalte. Zur jetzigen Zeit würden viele PCs ihr Leben aushauchen. Die möglichen Kunden können sich dann bald für einen neuen PC oder den Cloud-basierten Dienst entscheiden. Auf der Messe zeigt man aber auch, dass Altgeräte das neue Far Cry auf den besten Grafikeinstellungen schaffen. Hierfür hat man den schlechtesten Laptop aufgetrieben, den man finden konnte. Zugegeben, auf der gamescom 2018 kein leichtes Unterfangen, aber der Dinosaurier kann es mit Shadow tatsächlich.

Kosten

Es gibt drei verschiedene Tarifoptionen. Monatliche Freiheit hat man für 44,90€, das 3-monatige Abonnement gibt es für 35€/Monat und bei einem jährlichen Abonnement bezahlt der Nutzer 30€/Monat. Man überlege auch, günstigere Testlizenzen zu etablieren, um im deutschen Markt schneller Fuß zu fassen, denn die 45€ zum Testen sind für viele zu teuer. Die Problematik ist jedoch, dass jedem Nutzer immer eine Windowslizenz zugewiesen werden muss. Für Freunde wird es Referral Codes geben, mit denen beide Seiten 10€ für einen Monat sparen können. Wirbt man also drei Freunde an, nutzt man Shadow für einen Monat gratis.

Und was ist mit der Sicherheit?

Der Computer steht nun mal nicht mehr unter dem eigenen Schreibtisch, sondern ist in einem weit entfernten Rechenzentrum. Das macht das ganze plastischer und für Nutzer ist es daher wichtig zu wissen, wie sicher die persönlichen Daten aufgehoben sind. „Shadow hat mehrere Sicherheitsvorkehrungen“, so Marcus Bläsche. Man verwende ein Level-3-Rechenzentrum, diesen Sicherheitsstandard nutzen auch Banken. Es gäbe nur drei Leute mit Zugang. Für die sichere Übertragung der Daten habe man eine hauseigene Verschlüsselung entwickelt. Falls Daten abgefangen würden, seien sie codiert und für Hacker somit nutzlos. Das Unternehmen registriere außerdem keine Keystrokes. Das größte Sicherheitsrisiko sei höchstens der Benutzer selbst. Dieser kann sein Windows frei verwenden und sollte daher etwa auch Sicherheitsupdates nicht vernachlässigen.

Datacenter Equinix

Auch wenn es nie eine 100%ige Sicherheit gibt, ist Shadow zuversichtlich, das sicherste, was man haben kann, anzubieten. Der Schutz der Benutzerdaten sei „sehr wichtig“.

Ghost – die Streaming-Box

Während des letzten Jahres hat Shadow eine neue Streaming-Box entwickelt. Die weiße Neuentwicklung läuft ohne Kühler, sie gibt keine Geräusche von sich und heißt deshalb passenderweise „Ghost“. Man kann den Dienst auch ohne die ca. 100 Euro teure Box nutzen. Sie dient als eine Art „Desk Station“ und ersetzt durch die optimierte Hardware einen Computer. Die neue auch optisch aufpolierte Version kommt mit Bluetooth und Wifi-Funktion.

gamescom ideal für Benutzererfahrng

„Die gamescom ist sehr wichtig für uns“. Man habe hier die Möglichkeit, seine Tech zu zeigen. Wichtig sei es, dass Benutzer auch selbst ausprobieren und sich von dem Dienst überzeugen können. Online oder in Werbungen werde sonst immer das Blaue vom Himmel versprochen, der Nutzer muss die Erfahrung selbst machen. Man zeigt auch auf dem ausgelasteten Messe-Internet, das man nichts zu verstecken hat. Außerdem nimmt man gerne direktes Feedback entgegen. Das Interface muss man nun mal ausprobieren:

Welche Partnerschaften gibt es?

Im Moment gibt es kaum Partnerschaften. Die Firma legte den Fokus zunächst auf das Produkt und wollte dieses marktbereit machen. Die Marktposition ist noch sehr ausbaufähig, der Dienst steckt hier quasi noch in Kinderschuhen. In Frankreich gäbe es allerdings schon weit über 25.000 Benutzer und man ist mit der Position zufrieden. Der Dienst wird kontinuierlich weiterentwickelt und die Nutzerzahlen sind monatlich wachsend. Mit einem Augenzwinkern wird uns mitgeteilt, dass man eventuell mit eSport-Teams im Gespräch sei. Man arbeitet darauf hin, dass der Cloud-Computing Dienst auch im High-end Bereich für eSports bereit sein wird.

Mehr Info gibt’s auf der offiziellen Website.

Marlon

Meine Begeisterung für Gaming und meine Neugierde für Hardware führten mich 2015 zu Basic-Tutorials. Neben eigenen Projekten im Bereich CS:GO entwickelte ich Interesse am Verfassen einiger Beiträge für den Blog. Dieser gibt mir fortan eine Plattform, um unverfälschte Produkttests und News über für mich ansprechende Themen zu verfassen. Ich gebe gerne Hilfestellungen und entwickle eigene Rezensionen.

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