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Silence – The Whispered World 2: Ein schönes Adventure

Nach nun 7 Jahren erscheint die Fortsetzung des Adventures „The Whispered World“ aus dem Hause Daedalic. Das „Modern Adventure“ Silence knüpft nicht direkt an den ersten Teil an, weshalb ihr diesen nicht unbedingt gespielt haben müsst.

Story

Ihr spielt die Geschwister Noah und Renie, welche während eines Krieges Zuflucht in einem Luftschutzbunker finden. Dort entdecken die beiden den Übergang zu einer ihnen unbekannten Welt: Silence.

Doch kaum als sie diesen entdeckten, verliert Noah seine kleine Schwester und ist gezwungen Silence zu betreten um Renie zu suchen. Glücklicherweise trefft ihr zu Beginn auf Spot. Eine kleine Raupe, welche ihre Form ändern kann und euch begleitet. Leider herrscht auch in Silence Krieg und böse Kreaturen streifen durch das Land. Einzig ein paar Rebellen kämpfen noch und es liegt an den beiden Geschwistern diese Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Gameplay

Im Laufe des Spiels stoßt ihr auf viele Hindernisse und Rätsel, welche ihr mit Hilfe von einzelnen Gegenständen oder eurem Freund Spot bewältigen könnt. Denn ein wirkliches Inventar gibt es nicht, wie in vielen Adventures. Die Aufgaben sind meist aber schnell gelöst und ihr könnt euch wieder der Story widmen. Diese macht einen großen Teil dies Spiels aus.  Denn Silence ist für ein Adventure sehr gradlinig, fast schon wie ein Film und die Rätsel eher Nebensache.

Trotz dessen habt ihr in den Dialogen immer wieder die Auswahl zwischen zwei Antworten. Leider ist es nicht ganz ersichtlich, was diese bewirken und man hat nicht wirklich den Drang herauszufinden welche die richtige Antwort ist.

Ob ihr euch also stumpf durch den Dialog klickt oder gewissenhaft entscheidet, ist egal. Durch die Story kommt ihr sicher.

Allgemein habt ihr selten das Gefühl, dass eine Entscheidung euch das Spiel „verlieren“ lässt. In meinem gesamten Test bin ich einmal gestorben. Das wirft natürlich die Frage auf, ob das nur an dieser Stelle passieren kann, oder es mehrere Möglichkeiten gibt einen Fehler zu begehen. Denn wirklich ersichtlich ist dies nicht.

Genauso wie das Speichern eures Spiels. Ihr startet zu Beginn auf einem von drei freien Slots, doch im Spiel habt ihr keine Option das Spiel zu speichern. Beim Beenden wird lediglich darauf hingewiesen, dass sämtlicher Fortschritt bis zum letzten Autospeichern verloren geht. Leider gibt es keinerlei Anhaltspunkte, wann das Spiel speichert und so darf man hoffen, den richtigen Zeitpunkt des Beendens zu wählen.

Mit einer angegeben Spielzeit von 12 Stunden ist Silence nicht sonderlich lang. Dies merkt man leider auch, denn die Story wirkt zum Ende hin ziemlich gepresst. Trotzdem macht Daedalic hier vieles richtig. Mit der kleinen naiven Renie und ihrem großen Bruder Noah hat man zwei liebenswerte Charaktere, welche einem schnell ans Herz wachsen. Das schnelle Ende und die relativ kurze Spielzeit übersieht man sehr gerne.

Grafik

Ziemlich lästig sind auch die Übergänge zwischen den Szenen, welche viel zu lange laden und ihr gut eure 5 Sekunden warten dürft. Dadurch wird manches simple Rätsel zur Folter des schwarzen Ladebildschirms.

Grafisch untermalt Silence seine Szenen mit wunderschön handgezeichneten Hintergründen, welche für vieles aufkommen. Das Spiel punktet nicht mit besonders kniffligen Aufgaben und wahnsinnig ausgeprägten Dialogen, sondern mit Story und Atmosphäre. Und was für eine Atmosphäre! Daedalic setzt auf malerische Landschaften, passende melodische Untermalungen und punktet damit auf ganzer Linie.

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Simon Uhl

Zurzeit bin ich noch Schüler eines Baden-Würtenberger Gymnasiums und mache gerade mein Abitur. Als knapp jüngster Vertreter unseres Teams war meine erste Gaming Erfahrung wohl der Gamboy advance mit Pokemon Feuer Rot. Seitdem hab ich mich über den Nintendo DS, die Playsation 2, die Wii und die Playstation 3 bis zum PC durch alle Gaming Generationen Durchgezockt.

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