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Smartphone-Verkaufszahlen bei Sony weiter im Sinkflug

Der japanische Konzern Sony ist ähnlich wie HTC und andere ehemals große Smartphone-Produzenten fast vollständig vom Markt verschwunden. Trotz seit Jahren sinkender Verkaufszahlen hat Sony Anfang September erklärt, dass das Unternehmen auch weiterhin Smartphones entwickeln und verkaufen möchte, auch wenn diese Unternehmenssparte nur noch vernachlässigbar kleine Umsätze einbringt. Begründet wird dies laut einem Artikel von Welt.de damit, das Sony das bei der Entwicklung von Smartphones gewonnene Wissen für andere Geschäftsbereiche benötigt.

Würden wir keine Smartphones bauen, wäre es für uns schwierig, die Technik zu erlangen, die wir brauchen, um beispielsweise zu verstehen, was die Mobilfunktechnologie 5G bedeutet und welche Dienste und Geräte damit möglich sind.
Mitsuya Kishida, Präsident von Sony Mobile

Zusammengefasst sind die Smartphones für Sony derzeit also nur noch ein Mittel zur Förderung anderer Geschäftsbereich, in denen das Unternehmen auch weiterhin zur Weltspitze gehört. Außerdem soll so der Kontakt mit Mobilfunkunternehmen aufrechterhalten werden, der benötigt wird, falls Sony in Zukunft nochmals Smartphones in hohen Stückzahlen absetzen möchte.

Auch die kürzlich veröffentlichen Geschäftszahlen bestätigen die seit langem ersichtlichen Trend. Während im dritten Quartal 2018 noch 900.000 Sony Smartphones abgesetzt werden konnten, lag die Zahl im dritten Quartal 2019 bei nur 600.000 Exemplaren weltweit. Insgesamt gehen Prognosen von 2,5 Millionen verkauften Smartphones im Jahr 2019 aus. 2017 hat Sony noch 13,5 Millionen Geräte verkauft, 2018 immerhin noch 6,5 Millionen Geräte.

Aufgrund des anhaltenden Sinkflugs hat Sony nun angekündigt, dass eine Reihe von Smartphone-Diensten aus Kostengründen nicht länger angeboten werden können. Dies betrifft die Sony Galerie-App „Album“, deren Amazon-Backup-Funktion bereits am 31.03.2019 beendet wurde. Außerdem streicht Sony die E-Mail-Funktion, die ab dem Xperia 5 kein Smartphone des Unternehmens mehr erhalten hat. Als Alternative empfiehlt das Unternehmen die Nutzung von Gmail und Google Fotos.

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