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So kannst du einen einfachen Ubuntu-Fileserver erstellen

Es muss nicht immer NAS sein. Besonders, wer noch alte Hardware besitzt, für die er keine Verwendung hat, kann sich auch mit sehr geringem finanziellem Aufwand einen Netzwerkspeicher erstellen. Einen relativ einfachen und schnellen Weg stellt Linux da. Und in diesem Tutorial erfährst du, wie du einen einfachen Fileserver auf Ubuntu-Basis konfigurierst.

Anmerkung: Ein Fileserver ersetzt natürlich keine Datensicherung, die z. B. durch ein NAS oder die Cloud erfolgen sollte! Gleichwohl übernehmen weder Basic Tutorials noch der Autor dieses Artikels Haftung für verlorengegangene oder beschädigte Daten, die durch den Fileserver entstehen könnten.

Schritt 1: Die Installation von Ubuntu Server

Zuallererst lädst du eine Version von Ubuntu Server herunter. Empfehlenswert ist hierbei eine LTS-Version, da diese für fünf Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt wird.

Nun kümmern wir uns um die Installation. Nach der Auswahl der Sprache und des Tastaturlayouts erscheint der Screen für die Netzwerkkonfiguration.

Hier solltest du unbedingt eine statische IP-Adresse vergeben. Dazu wählst du den ersten Netzwerkadapter aus. Dann markierst du „Edit IPv4“. Ändere die IPv4-Method auf „manual“.
In der Zeile Subnet gibst du deine Netzwerkadresse mit einer Subnetz-Maske an, zum Beispiel 192.168.100.0/24. „/24“ steht hierbei für die Subnetz-Maske 255.255.255.0. Beachte, dass das „/“-Zeichen hier auf der „-„-Taste liegt.
In der nächsten Zeile gibst du die IP-Adresse ein, die du deinem Server zuweisen möchtest. Anschließend benennst du das Standard-Gateway deines Netzwerks. Die letzte für uns relevante Zeile wird mit den DNS-Servern gefüllt. Die im Beispiel verwendeten Servern gehören zu Google (8.8.8.8) und Cloudflare (1.1.1.1).

Falls du einen Proxy nutzt, kannst du dessen Adresse auf dem nächsten Screen angeben.

Nun ist es an der Zeit, das Dateisystem einzurichten. Der Einfachheit halber werden wir in diesem Tutorial eine gesamte Festplatte nutzen. Dazu aktivierst du „Use an entire disk“ und im nächsten Schritt wählst du die Festplatte aus. Ubuntu zeigt dir dann an, welche Partitionen erstellt werden. Bist du damit einverstanden, so wählst du „Done“. Ubuntu beginnt nun schonmal mit der Installation.

Während & nach der Installation

Der Screen mit dem Profilsetup erscheint. Als erstes gibst du deinen Namen an. Nun folgt der Name, den dein Server erhalten soll. Daraufhin gibst du deinem Account einen Namen und ein Passwort.

Die nächsten beiden Seiten erhalten einige Programme, die du, bei Bedarf, mitinstallieren kannst. Für dieses Tutorial verzichten wir aber darauf.

Nun wird die Installation fertig gestellt. Anschließend startest du den Server neu und entfernst das Installations-Medium.

Ist der Neustart abgeschlossen, prüfst du, ob du den Server von deinem PC aus anpingen kannst. Dazu gibst du Ping xxx.xxx.xxx.xxx (xxx sollte durch die IP-Adresse deines Servers ersetzt werden) in die Kommandozeile deines PCs ein. Klappt der Ping, bist du bereit für den nächsten Schritt.

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