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Sony WH-1000XM4 Test: Überragender Over-Ear-Kopfhörer mit ANC

Ausstattung und Akkulaufzeit

Die Verbindung mit Audio-Quellen baut der Sony WH-1000XM4 im Wireless-Betrieb via Bluetooth 5.0 auf, kam hier im Vorgängermodell noch Version 4.2 zum Einsatz. Das sorgt in der Praxis für eine stabilere Verbindung und erhöhte Reichweite von rund 10 Metern, die sogar durch dicke Wände hindurch bestehen bleibt.

Das Pairing wird mit einem Druck auf den linksseitig verbauten Ein- und Ausschalter angestoßen und geht in unter 2 Sekunden sehr zügig vonstatten. Sehr praktisch: Beim ersten Einschalten wurden die Kopfhörer von unserem Android-Smartphone sofort erkannt, das uns mit einem Popup-Fenster über das neue, in der Nähe befindliche Headset informierte.

Als enorm praktisch erweist sich zudem der neue Näherungssensor, der das automatische Pausieren und Fortsetzen der Musikwiedergabe beim Absetzen des Hörers ermöglicht. Außerdem ist der XM4 in der Lage, sich nach 15 Minuten automatisch auszuschalten, um Akku zu sparen. Das kennen wir in ähnlicher Form bereits von der Konkurrenz, stellt für Sony allerdings ein Novum dar.

Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem der nützliche Quick Attention-Modus: Legt ihr die Hand auf die rechte Ohrmuschel (auf der sich auch das Touch-Bedienfeld befindet), werden ANC und Musikwiedergabe sofort heruntergeregelt, was Stimmen und Geräusche in der Umgebung hindurchlässt. Somit seid ihr in der Lage, Gesprächen auch dann zu folgen, wenn ihr die Kopfhörer aufhabt. Gleichzeitig werden die Stimmen aber, wie beim Transparenz-Modus, zusätzlich verstärkt und rücken dadurch selbst bei lauten Umgebungsgeräuschen angenehm in den Fokus. Die Kopfhörer signalisieren die Aktivierung dabei durch ein kurzes Geräusch.

Passend dazu integriert Sony auch die sogenannte Speak-to-Chat-Funktion, dank der die Musik automatisch pausiert und Umgebungsgeräusche hindurchgelassen werden, wenn die Kopfhörer eure Stimme wahrnehmen. Fünf integrierte Mikrofone und die moderne Audiosignalverarbeitung erkennen die Stimme dabei stets zuverlässig und setzen die Musikwiedergabe nach einer kurzen Verzögerung automatisch fort, wenn ihr aufhört zu sprechen.

Hinsichtlich der Akkulaufzeit sind die WH-1000XM4 ebenfalls sehr gut aufgestellt, wenngleich sich hier im Vergleich zu den Vorgängern nicht viel getan hat. Maximal 30 Stunden mit ANC und 38 Stunden ohne Geräuschunterdrückung sind möglich – ein guter, aber nicht überragender Wert.

Geladen wird ausschließlich via USB-C-Kabel, ein entsprechendes Netzteil findet sich allerdings leider nicht im Lieferumfang. Dafür gibt es eine Schnelladefunktion, die die Kopfhörer in nur 10 Minuten für ganze fünf Stunden Musikwiedergabe mit Energie versorgt.

Bedienung und Praxis

Gesteuert werden die Sony WH-1000XM4, ähnlich wie die XM3, vor allem über die berührungsempfindliche Außenseite der rechten Ohrmuschel. Mit dem Ein- und Ausschalter, sowie dem CUSTOM-Button befinden sich nur zwei physische Knöpfe am Kopfhörer, die sinnvoll positioniert und leicht zu erreichen sind. Letzterer kann mithilfe der Headphones Connect-App von Sony individualisiert werden, um entweder den Sprachassistenten (Google Assistant/Siri) oder Amazon Alexa zu steuern oder die ANC-Funktion zu steuern. Ein einmaliges Drücken wechselt dabei zwischen Transparenz-Modus („Ambient Sound“) und Geräuschunterdrückung, während ein langer Druck samt Halten der Taste den Rauschunterdrückungs-Optimierer startet.

Dieser ermittelt im Rahmen eines kurzen Tests die Lautstärke der Umgebungsgeräusche und misst den Luftdruck, um das ANC optimal an Situation und persönlichen Geschmack anzupassen. Solltet ihr nach dem Aufsetzen also unter dem bekannten „Taucherglocken-Effekt“ leiden, lohnt sich die Nutzung des Optimierers, um dem unangenehmen Druck Herr zu werden.

Die Touch-Bedienung der Kopfhörer funktioniert dabei gleichermaßen intuitiv wie zuverlässig und gehört zu den besten Systemen auf dem Markt – lediglich die Bose NC 700 haben hier in unseren Augen minimal die Nase vorn, weil sie noch eine Spur schneller und genauer reagieren.

Sony WH-1000XM4

Musikwiedergabe (Start/Pause) und das Anruf-Management werden durch ein doppeltes Antippen gesteuert, während eine horizontale Wischbewegung zum vorherigen oder nächsten Song wechselt. Mit einer Bewegung von unten nach oben beziehungsweise in die entgegengesetzte Richtung kann darüber hinaus die Lautstärke erhöht oder verringert werden – und das sogar stufenlos durch Streichen und Halten. Ein logisches Konzept, das auch ohne Studieren der Anleitung schnell von der Hand geht. Dank Multipoint-Konnektivität können die Kopfhörer sogar mit zwei Audio-Quellen gleichzeitig verbunden werden und erlauben so beispielsweise den schnellen Wechsel zwischen PC und Smartphone.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Bereits das Vorgängermodell WH-1000XM3 (unser Test) mauserte sich zu einem echten Referenz-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC). Mittlerweile liegt mit dem Sony WH-1000XM4 der aktualisierte Nachfolger vor, der Hintergrundgeräusche noch effektiver herausfiltern soll und einige spannende Neuerungen bietet. Ob er sich damit erneut den Spitzenplatz sichern kann, klärt unser Test. Technische Daten Kopfhörertyp Over-Ear (geschlossen) Bluetooth-Version … (Weiterlesen...)

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