Peripherie Testberichte

Sound BlasterX Katana im Test: Eine Soundbar für Gamer?

In den letzten Jahren haben Soundbars den Heimkinomarkt erobert. Die Vorteile der schmalen Sound-Balken liegen dabei auf der Hand: durch ihre kompakte Form benötigen sie nur wenig Platz und generieren dennoch einen raumfüllenden Klang. Meist kann sogar Raumklang simuliert werden, wobei sich die Ergebnisse verschiedener Systeme hierbei in ihrer Qualität unterscheiden. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Gegensatz zu einem ausgewachsenen 5.1-System keine aufwändige Verkabelung für die hinteren Surround Lautsprecher nötig ist. Der „WAF“ (Wife Acceptance Factor) profitiert somit ungemein.

Die Firma Creative möchte das Konzept nun auf den Schreibtisch bringen und richtet sich dabei vor allem an Fans der digitalen Unterhaltung und professionelle „Steam-Sale“-Sammler. Die an der Unterseite verbauten LEDs sind daher so unausweichlich wie das Amen in der Kirche. Aufgrund der veranschlagten ca. 300 € sollte die Sound BlasterX Katana jedoch etwas mehr als nur RGB-Swag bieten.

Schwache Mitten, aber kraftvoller Bass

Sound Blaster X Katana
Das schlichte Design und hochwertiges Material gefallen.

Um dem Sound mehr Wucht zu verleihen, findet sich daher im Lieferumfang neben der Soundbar selbst und einer Infrarot-Fernbedienung auch ein kabelgebundener Subwoofer. Das ist auch bitter nötig, denn ohne diese Unterstützung ist der Sound sehr dünn und auf die eher spitzen Höhen begrenzt. Leider wählt Creative beim Bass die Vorschlaghammer-Methode, in der Standard-Einstellung wummert der Bass daher sehr stark und übertönt den Rest.

Wird die Soundbar über USB an den PC angeschlossen, kann in der optionalen Treiber-Software jedoch Abhilfe geschaffen werden. Leider lassen sich jedoch nicht alle Probleme so einfach lösen. Obwohl die Software viele Möglichkeiten bietet, den Klang an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, bleibt das Klangbild ähnlich. Die Höhen sind etwas zu spitz, die Mitten bleiben zu sehr im Hintergrund und der Bass ist unpräzise dafür aber kräftig. Marketingabteilungen wählen in diesem Fall gerne die Beschreibung „gaming-optimierter Klang“.

Würde die Sound BlasterX Katana die Hälfte kosten, wäre der Sound absolut in Ordnung. In der Preisklasse um 300 € konkurriert sie jedoch mit Kandidaten wie dem “Companion 50″ von Bose oder dem „Concept C“ von Teufel. Diese bieten zwar auch keinen echten Raumklang, aber eine bessere Stereo-Separation. Denn auch der virtuelle Raumklang des Sound BlasterX Katana kann wenig überzeugen. Wird dieser in der Software aktiviert, entsteht lediglich ein leichter Hall-Effekt.

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Milan Stuhlsatz

Ich bin Milan und seit Anfang 2015 bei Basic-Tutorials. Wie die meisten hier interessieren mich Technik, Hardware, Software und Gaming. Daher auch meine Entscheidung Informatik zu studieren. Ich bin gebürtiger Kölner, lebe jedoch momentan in Lübeck und genieße das Studentenleben.

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