Dopamine Digging – der Gartentrend, der darauf abzielt, Ihre mentale Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu steigern

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Gastautor · 6 Min. Lesezeit

Im Gartenbereich, ebenso wie bei Interior Design, Küche, Mode und vielen anderen Bereichen, kommen und gehen Trends – einige bleiben länger bestehen, während andere sich als kurzlebig erweisen. Aktuell beobachten wir einen relativ neuen Trend, der in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat: „Dopamine Gardening“, ein Trend, von dem Gesundheitsexperten hoffen, dass er bleibt. Bewegungen wie „No-Dig Gardening“, „Messy Gardening“ oder „Chaos Gardening“ gehören zu einem größeren Trend, bei dem Gärten zunehmend als wertvolle Möglichkeit gesehen werden, die mentale Gesundheit zu fördern und zu erhalten.

Denn Gartenarbeit kann Dopamin und andere Neurotransmitter freisetzen, die Glück, Ruhe und Dankbarkeit fördern und gleichzeitig Angst reduzieren sowie die Konzentration verbessern – um nur einige Effekte zu nennen. Selbst der Anblick einer Pflanze oder Frucht kann bereits Glücksgefühle auslösen. Genau das möchten Befürworter des „No-Dig Gardening“-Trends vermitteln und weitergeben.

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Was genau ist „Dopamine Digging“?

Es fühlt sich an, als gäbe es eine unsichtbare Kraft, die das Nervensystem sofort beruhigt und den Körper mit Glücksgefühlen und Zufriedenheit erfüllt, sobald die Hände in die Erde eintauchen – als würde der Geist an einen ruhigeren Ort versetzt werden. Das alte Tätigkeitsfeld des Pflanzens, Grabens, Schneidens und Gießens ist nicht mehr nur Gartenarbeit – es wird zu einer Art Reset-Lösung, die für viele Gartenbesitzer jederzeit verfügbar ist.

Selbst ein Fensterbrett, ein Balkon oder ein kleiner Küchengarten, in dem Kräuter und Pflanzen wachsen, reicht aus. Auch wer in einer Wohnung lebt, ist davon nicht ausgeschlossen. Die Natur findet ihren Weg auf überraschende Weise in den Alltag.

„Dopamine Digging“ kann dabei unterschiedliche Bedeutungen haben. Für manche beschreibt es das Gefühl von Euphorie, das durch Gartenarbeit entsteht. Für andere ist es eine Art Gestaltungsmethode, bei der der Garten gezielt auf persönliches Wohlbefinden und Freude ausgerichtet wird.

Dopamin ist ein Neurotransmitter, der mit Belohnung und Vergnügen verbunden ist – daher stammt die Begriffskombination. Ein Garten mit Elementen, die man liebt und tatsächlich nutzen kann, wie zum Beispiel Kräuter, vermittelt ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, das gekaufte Produkte allein nicht bieten können. Dieses Gefühl wirkt sich positiv auf den Alltag aus.

Praktisch betrachtet

Wie sieht „Dopamine Digging“ in der Praxis aus? Im Kern bedeutet dieser Trend, sich von unattraktiven oder unnötigen Elementen zu trennen, die keinen Mehrwert bieten – etwa ein alter, verrosteter Stauraum, der nur Staub sammelt. Stattdessen sollte der Garten mit sinnvollen Strukturen gefüllt werden – mit passenden Aufbewahrungslösungen, Werkzeugen und Dekorationen, die zum tatsächlichen Lebensstil passen. In Zeiten emotionaler oder mentaler Belastung sollte der Garten nicht zusätzlich stressen, sondern entlasten.

Traditionelle Gartenarbeit folgt oft strengen Pflegeplänen und festen Abläufen, die bei anspruchsvolleren Gärten notwendig sein können. Moderne Gärten – insbesondere solche, die zunehmend von der Gen Z gestaltet werden – werden jedoch immer pflegeleichter und einfacher zu erhalten.

Trends stellen das traditionelle, altbekannte Konzept auf den Kopf und rücken stärker in den Fokus, wie sich Ihr Garten anfühlt. Es geht darum, einen Außenbereich von einer „To-do-Liste“ in einen sinnlichen Erlebnisraum zu verwandeln, der Freude und Zufriedenheit bietet. Genauer gesagt geht es darum, den Stress zu beenden, den man empfindet, wenn man sich daran erinnert, dass man letztes Wochenende den Rasen nicht gemäht hat – und diese eintönige, aber notwendige Routine durch den Einsatz eines autonomen Rasenmähers zu ersetzen, einer zunehmend verbreiteten Lösung in Gärten, in denen Zeit und Effizienz im Vordergrund stehen. Große Gärten profitieren besonders von einem Mähroboter für große Flächen, da die Größe zusätzliche Verantwortung und Arbeitsaufwand mit sich bringt und solche Investitionen dadurch umso sinnvoller macht.

Der Teil „Digging“ (Graben)

Graben bedeutet, die Hände in die Erde zu stecken und schmutzig zu werden. Wissenschaftlich betrachtet ist der plötzliche Glücksschub dabei nicht nur ein Placebo-Effekt, wenn man bedenkt, dass der Boden ein Bakterium enthält, das die Serotoninproduktion im Gehirn fördert – Mycobacterium vaccae. Die Haut nimmt dieses Bakterium auf, sobald die Hände im Garten arbeiten, wodurch eine kleine Gruppe von Neuronen aktiviert wird, die reich an Serotonin ist. Man kann es als ein natürliches Antidepressivum betrachten, für das kein Rezept nötig ist. Darüber hinaus wurde vor einigen Jahren eine nicht-lebende Version dieses Mikroorganismus entwickelt und bei Krebspatienten eingesetzt, die dadurch weniger Angst sowie ein höheres Energie- und Glücksgefühl berichteten.

In Kombination mit dem körperlichen Rhythmus von Pflanzen, Schneiden oder Gießen entsteht so eine Art Schutzmechanismus gegen Stress, Nervosität, Traurigkeit und andere negative Gefühle. „Dopamine Digging“ wird zunehmend als wirkungsvolle Lösung gegen einen „überladenen Geist“ erkannt.

Grundsätzlich zeigt sich „Dopamine Digging“ auf zwei Ebenen:

Erstens gibt es den biologischen Effekt – die Euphorie, die entsteht, wenn man sieht, wie ein Samen keimt, wenn man eine sonnenwarme Tomate erntet oder wenn man entdeckt, dass Vögel in einer Kletterrose nisten. Das sind kleine persönliche Erfolge, die Dopamin freisetzen und das Gefühl von Leistung verstärken.

Zweitens gibt es den ästhetischen Effekt – das sogenannte „Dopamin-Dekor“ für den Außenbereich. Dafür sollten Elemente integriert werden, die Freude auslösen, etwa farbenfrohe Töpfe, blühende Kletterpflanzen, ein Bereich für soziale Treffen oder ein geschützter Stauraum. Wichtig ist außerdem, Gartenwerkzeuge und Geräte gut zu organisieren, um Unordnung und mentale Ermüdung zu vermeiden. Wenn Sie beispielsweise einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel besitzen, sollten Sie einen Platz wählen, an dem er vor Sonne, Regen und anderen Wetterbedingungen geschützt ist, um seine Lebensdauer zu verlängern. Für andere Gegenstände gibt es bereits moderne Lösungen: So können Solarbeleuchtung und automatische Bewässerungssysteme installiert werden, um natürliche Bedingungen optimal zu nutzen. Der Sitzbereich kann mit wetterfesten, farbenfrohen Textilien und ergonomischen Möbeln aufgewertet werden. Zusätzlich lassen sich intelligente Bodensensoren installieren, die melden, wann Pflanzen Wasser benötigen. Immer häufiger findet man zudem Blumenbeete mit insektenfreundlichen Wildblumenmischungen – ein Trend, der stark von der Gen Z geprägt wird, die die Bedeutung lokaler Biodiversität zunehmend erkennt und entsprechend handelt. Laut Inspiration gaben mehr als 6 von 10 Gen-Z-Mitgliedern im Jahr 2024 an, mehr in Gartenarbeit investiert zu haben als im Vorjahr. Immer mehr Menschen empfinden diese Tätigkeit als „cool“ und gestalten Außenräume nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen.

Mit diesen Erkenntnissen im Hinterkopf: Wie werden Sie künftig eine Beziehung zu Ihrem Garten aufbauen? Welche ersten Verbesserungen planen Sie, und was möchten Sie damit erreichen?