
Die digitale Transformation bringt viele Vorteile für Unternehmen mit sich: Von der effizienten Verwaltung von betrieblichen Prozessen bis hin zur Automatisierung profitieren viele Firmen bereits von der Industrie 4.0. Die zunehmende Vernetzung erhöht allerdings auch die Risiken im Bereich digitale Sicherheit. Cyberkriminalität kann den Betrieb stilllegen, aber auch den Ruf des Unternehmens dauerhaft schädigen. Umso wichtiger also, dem mit einer individuellen Cyber-Security-Strategie optimal vorzubeugen. Mit welchen Maßnahmen KMUs ihre digitale Sicherheit jetzt schon erhöhen können, verrät dieser Beitrag.
Diese Risiken betreffen alle Unternehmen
Cyberkriminalität macht vor keiner Art von Unternehmen Halt – ganz unabhängig von der Branche und dem Bekanntheitsgrad des Betriebes. Scare- und Ransomware ermöglicht es Betrügern, Betroffene zu manipulieren. Beispielsweise, um Lösegeld zu fordern oder anderweitig unter Druck zu setzen. Möglich ist aber auch der Datendiebstahl, der vor allem bei Kunden zum Vertrauensverlust führt. Oft muss der Betrieb für geraume Zeit stillgelegt werden, womit für die meisten Unternehmen hohe Kosten verbunden sind. Laut einer Bitkom Studie waren 2024 knapp 81 Prozent der befragten Unternehmen von Cyberangriffen betroffen. Umso wichtiger also, dem von Anfang an Einhalt zu gebieten. Dabei können die folgenden Maßnahmen behilflich sein:
Passwortsicherheit prüfen und erhöhen
Schon ein Passwortaudit kann dabei helfen, einen Großteil der Risiken abzuwehren. Hierbei werden bestehende Passwörter auf Schwachstellen geprüft. Wird Handlungsbedarf aufgedeckt, können Betriebe ihre Passwortsicherheit auf Basis aktueller Empfehlungen erhöhen. Die richtigen Passwörter allein können die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegen Hackerangriffe erhöhen.
Daten regelmäßig sichern
Wer sich gegen Datenverluste bei beispielsweise einem Ransomware-Angriff schützen möchte, sollte diese regelmäßig sichern. Werden die Daten verschlüsselt, um Lösegeld zu fordern, können Unternehmen auf die Kopie derselben zugreifen und den Betrieb größtenteils fortsetzen. Wichtig ist, dass betroffene Systeme sofort vom Netzwerk genommen werden. Nur so lässt sich die Infizierung weiterer mit dem Netzwerk verbundener Systeme – und damit der Betriebsstopp – vermeiden.
Zu beachten: Die Backups sollten ebenfalls vom Netzwerk getrennt werden – etwa auf einer externen Festplatte. Des Weiteren müssen die Backups regelmäßig vorgenommen werden, damit sich die Daten auch wirklich auf dem aktuellen Stand der Dinge befinden.
Notfallhandbuch erstellen und Mitarbeiter zur Vorgehensweise informieren
Nur mit Hilfe der richtigen Vorbereitung können Betriebe im Falle einer Cyberattacke optimal reagieren. Für dessen Erstellung kann eine Mustervorlage zur Hand genommen werden, die die richtigen Inhalte aufzeigt und gliedert. Das Notfallhandbuch gibt Mitarbeitenden Handlungsanweisungen für den Ernstfall, mit denen eine Ausweitung der Bedrohung vermieden werden kann. Zudem beugt die strukturierte Vorgehensweise einem chaotischen Zustand im Betrieb vor und dient der schnelleren Wiederherstellung der Betriebsprozesse. Anhand des Notfallhandbuchs sollten die Mitarbeiter zudem in regelmäßigen Abständen unterwiesen werden.
Überwachungssystem implementieren
Damit verdächtige Aktivitäten im Unternehmensnetzwerk sofort erkannt werden können, sollte ein Überwachungssystem implementiert werden. Die Monitoring-Tools überwachen die verschiedenen Systembestandteile in Echtzeit, um die schnelle Reaktion im Falle einer Attacke zu fördern. So können Cyberattacken nicht nur verhindert, sondern im Ernstfall auch zügig eingedämmt werden. Das reduziert nicht nur den Betriebsstillstand, sondern auch die Wiederherstellungsdauer und damit verbundene Kosten. Das IT-Überwachungssystem sollte dazu auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und dessen Ressourcen zugeschnitten sein.