Software Testberichte

Spyzie – Smartphonespionage im Test

Wir leben in einer Zeit, in der sich unser Leben immer mehr von der realen in die digitale Welt verschiebt. Gerade unsere Smartphones, als ständige Begleiter, sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend viele private und sensible Daten sind auf diesen kleinen Geräten gespeichert. Von WhatsApp-Chats zu Dingen wie Bankverbindungen.

Aus eben diesen Gründen wird die Überwachung von Smartphones natürlich immer relevanter.  Bei Spyzie handelt es sich um ein Programm, welches dies sowohl für Android- als auch iOS-Gerräte ermöglicht. Für Android sogar in zwei Varianten, der Ultimate-Version und der Premium-Version, welche ein paar Features weniger besitzt. Für diesen Bericht wurde die Ultimate-Version verwendet. Wie zuverlässig die Überwachung vom Browser aus funktioniert, wird im folgenden näher erläutert.

Die Installation

Der erste Schritt ist natürlich erst mal die Installation. Spyzie muss auf dem Gerät, welches überwacht werden soll, installiert werden. Die Überwachung selber lässt sich danach bequem vom Browser aus erledigen.
Spyzie zu installieren ist ein wenig komplizierter, als man es gewohnt ist. Im Gegensatz zu anderen Apps wird die Anwendung nicht einfach aus dem App-Store heruntergeladen. Stattdessen muss die APK-Datei über den Browser heruntergeladen werden. Für die Installation ist es dann notwendig, Sicherheitseinstellungen des Handys auszustellen, so ist es logischerweise nötig, zuzulassen, dass Apps, die nicht aus dem Play Store stammen, installiert werden können.

Hierfür bietet Spyzie selber aber eine ausführliche Anleitung mit Screenshots, der man kinderleicht folgen kann. Nach der Installation ist oberflächlich allerdings nicht mehr zu sehen, dass Spyzie installiert ist.

Großer Umfang an Funktionen

Bereits beim ersten Blick auf Spyzie sieht man, dass die Anwendung viele Funktionen bietet. Diese lassen sich alle problemlos an der Seite auswählen, womit nach kurzer Eingewöhnung eine übersichtliche Benutzeroberfläche gegeben ist.

Von Standortüberwachung bis hin zur Überwachung der Zwischenablage deckt Spyzie alles Erdenkliche ab, was ein Smartphone an Möglichkeiten bietet.

Sogar für spezielle Apps kann die Überwachung eingerichtet werden. So kann man beispielsweise beliebte Apps wie WhatsApp, facebook und Tinder gezielt überwachen – allerdings nur fünf gleichzeitig.
Diese Überwachung sieht so aus, dass Spyzie regelmäßig Screenshots macht und mithilfe der Tastatureingaben und App-Benachrichtigungen die Verschlüsselung der Messengerdienste umgeht. Diese Ergebnisse lassen sich dann im Browser einsehen.

Auch ist es möglich, für bis zu drei Apps einzustellen, dass in regelmäßigen Abständen automatisch Screenshots gemacht werden, unabhängig davon, ob eine neue Nachricht empfangen oder gesendet wurde. Außerdem lässt sich einsehen, welche Apps wie oft verwendet werden und darüber hinaus kann man auch die Nutzung gewisser Apps sperren.

Fast genaue Ortungsfunktion

Spyzie bietet auch eine Ortungsfunktion. Diese ist relativ genau, allerdings nicht immer zu 100%. Mal war das Handy laut Spyzie ein paar Häuser weiter, mal nur beim Nachbarn. In den meisten Fällen ist der ungefähre Standort zwar ausreichend, aber es gibt sicherlich einige Situation, wo dies nicht zutrifft. Passend hierzu kann man Geofences einrichten, um eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn der Träger des Handys ein bestimmtes Gebiet betritt, beziehungsweise verlässt.

Ferngesteuerte Screenshots

Spyzie ist in der Lage aus der Ferne einen Screenshot zu machen und diesen dann mittels Browser einzusehen. Dies funktioniert auch ziemlich gut. Anzumerken ist hierbei aber, dass Spyzie nur bedingt dazu in der Lage ist, Screenshotsperren, wie einige Apps sie haben, zu umgehen. Will man beispielsweise einen Screenshot machen, während man Google Chrome im Inkognitomodus nutzt, so ist am Ende ein schwarzer Bildschirm anstelle des Inhaltes der App. Sehen lassen sich dann nur Komponenten, die nicht mit der App im Zusammenhang stehen, beispielsweise die Tastatur.

Browserverläufe lassen sich aber grundlegend einsehen, egal ob im Inkognitomodus gesurft wurde oder nicht. Allerdings kann man nur sehen, was im Inkognitomodus gemacht wurde, nicht, dass dieser Modus verwendet wurde.

Kleinere Probleme bei der Bedienung

Ein Problem, dass Spyzie hat, ist die mangelnde Kommunikation mit dem Nutzer. Öfters werden Nachrichten eingeblendet, die aber viel zu schnell wieder verschwinden, als dass man sie sich durchlesen könnte.
Auch wird man manchmal nicht schlau daraus, warum Dinge gerade nicht funktionieren. So erlaubt Spyzie es beispielsweise Sperrzeiten für das überwachte Gerät einzustellen – aber nicht, wenn innerhalb dieser ein neuer Tag anbricht. Leider teilt das Programm einem nur mit, dass das Einstellen der Sperrzeit nicht geklappt hat. Den Grund behält Spyzie für sich.

Dieses Problem lässt sich übrigens umgehen, indem man einfach zwei Sperrzeiten einrichtet – ein wenig umständlich, aber keine Einschränkung der Funktionalität.

Synchronisierung

Um eine Aktualisierung der Daten zu bekommen, ist es notwendig einen simplen Klick auf die Synchronisieren-Schaltfläche zu tätigen. Tut man dies aber zu häufig, so wird die Funktion kurzzeitig gesperrt, für fünf Minuten.
In den meisten Fällen dürfte das nicht weiter tragisch sein, je nachdem wen man überwacht und in was für einer Situation. Allerdings gibt es sicherlich einige Szenarien, in denen fünf Minuten zu warten mehr als nur ein wenig nervenaufreibend sein kann.

Fazit

Je nachdem, wozu man Spyzie verwenden möchte, ist die Anwendung mehr als zufriedenstellend. Will man alle Funktionen nutzen, kommt es aber zu Problemen, da leider nicht alles so funktioniert, wie es soll. Die wichtigsten – und vermutlich auch am häufigsten verwendete – Funktionen sind allerdings recht zuverlässig.
Dazu kommen natürlich rechtliche Probleme, die ein solches Programm logischerweise mit sich bringt, weswegen die Anwendung bedacht geschehen sollte. Erlaubt ist es nämlich nur bei eigenen Geräten, dem seines minderjährigen Kindes oder mit der Erlaubnis des Anwenders.

Durch die Notwendigkeit der Synchronisierung und die Eingeschränktheit hierbei eignet Spyzie sich nicht unbedingt für die 24-Stunden-Echtzeit Überwachung einer einzelnen Person.

Für iOS-Geräte gibt es nur ein monatliches Abo für 49,99€ pro Monat. Für Android-Geräte kann man nicht nur zwischen zwei Versionen, sondern auch verschiedenen Abonnement-Modellen wählen. Damit schwankt der Preis zwischen 39,99€ und 9,17€ pro Monat. Allerdings beziehen sich all diese Preise nur auf die Überwachung eines Smartphones. Je mehr man überwachen möchte, desto teurer wird es. Damit ist Spyzie im Vergleich zur Konkurrenz relativ günstig.

Diese Preise sind durchaus gerechtfertigt, bei der Menge an Features, die Spyzie verspricht. Allerdings nicht unbedingt in Hinblick auf die nicht funktionierenden Features der Anwendung.

Spyzie

Benutzerfreundlichkeit
Funktionsumfang
Preis-Leistungs-Verhältnis

Solide Möglichkeit, Smartphones aus der Ferne zu überwachen.

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Katharina Mundt

Ich bin Katharina Mundt, stamme aus Lübeck und bin seit meiner Kindheit ein riesiger Fan von Videospielen. Mittlerweile bin ich zweiundzwanzig Jahre alt und studiere in meinem Geburtsort.

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