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SSDs: Was sie sind, wie sie funktionieren und was darüber hinaus wichtig ist

Das Akronym „SSD“ leitet sich aus der englischen Bezeichnung „Solid State Drive“ ab. Es bezeichnet einen bestimmten Festplattentypen. Bei dieser Festplatte handelt es sich um eine moderne Alternative zur herkömmlichen Festplatte, die auch als HDD bezeichnet wird. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden gängigsten Festplatten werden in einem späteren Abschnitt ausführlich behandelt werden.

Grundlegend handelt es sich bei einer SSD also um ein Speichermedium, das in Computern eingesetzt wird. Die Entwicklung dieser Festplatten begann zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends. SSDs kamen vereinzelt in sogenannten Supercomputern zum Einsatz. Aufgrund ihres enorm hohen Preises setzten sie sich zunächst jedoch nicht durch. Im Laufe der Jahre wurden die Halbleiterlaufwerke weiterentwickelt und deutlich verbessert. Im Rahmen dieser Weiterentwicklung entstanden zunächst flashbasierte, später auch „Enterprise-Flash“-SSDs.

SSDs zeichnen sich vor allem durch das Fehlen beweglicher Bauteile aus, die herkömmliche Festplatten kennzeichnen. Sie sind aufgrund dieser baulichen Besonderheit robuster gegenüber mechanischen Einflüssen, was im täglichen Gebrauch einen erheblichen Vorteil darstellt. Darüber hinaus arbeiten sie geräuschlos und ermöglichen vergleichsweise kurze Zugriffszeiten.

Wie funktioniert eine SSD?

Das Speicherlaufwerk ist zentraler Bestandteil eines Computers. Es muss jedoch mit anderen Elementen – dem Systemspeicher sowie dem Systemprozessor – zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ermöglicht den Zugriff auf und die Verwendung von Daten, die auf der Festplatte gespeichert sind. Letztendlich ist eine Festplatte also notwendig, um einen Computer betreiben, Daten speichern, diese aufrufen und bearbeiten zu können. Neben den gespeicherten Daten des Nutzers – Bilder, Spiele etc. – zählt auch das Betriebssystem zu den auf der Festplatte hinterlegten Daten.

SSD, Bildquelle: Crucial

SSDs verwenden eine andere Technologie des Zugriffs auf diese Daten. Diese führt zu den bereits angedeuteten Vorteilen gegenüber herkömmlichen Festplatten. Die Funktionsweise einer SSD soll an einem Beispiel erläutert werden. Hierfür ist die Prämisse aufzustellen, Nutzer A wolle auf Datei B, womöglich ein Computerspiel, zugreifen. Hierzu bedient er sich seines Computers.

Zunächst ist festzustellen, dass Datei B sich auf dem Speicherlaufwerk befindet, also auf der SSD gespeichert ist. Nun fordert Nutzer A den Computer durch eine Eingabe auf, Datei B zu öffnen – er klickt auf das Symbol, welches den Zugriff auf diese Datei auslöst. Dieser Klick löst einen technischen Prozess aus. Der Prozessor des Computers beginnt, die für den Zugriff und die Verwendung nötigen Daten vom Speicherlaufwerk in den Arbeitsspeicher zu übertragen.

Während des Ladevorgangs werden die benötigten Programmdaten also von der SSD in den Arbeitsspeicher geladen. Ist dieser Ladevorgang abgeschlossen, greift der Prozessor auf die im Arbeitsspeicher „gelagerten“ Daten zurück – während der Nutzung des Programms erfolgt also kein Zugriff auf die SSD, sondern lediglich auf den Arbeitsspeicher.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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