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Star VR ONE: VR-Headset mit Sichtfeld von 210 Grad

Das „Star VR ONE“ richtet sich an professionelle Kunden und wartet mit einem beinahe vollständigen Sichtfeld von 210 Grad auf. Weiterhin überzeugt es mit Eye-Tracking und einer Auflösung von 1.830 x 1.464 Pixeln pro Auge. Darüber hinaus werden kamerabasierte Trackingsmethoden unterstützt.

Herausragend ist vor allem das eingangs erwähnte Sichtfeld. Betrachtet man die FoV-Werte gängiger Konkurrenzprodukte, fällt der extreme Unterschied auf: „Oculus Rift“, „HTC Vive“ und „PSVR“ bieten in der Regel ein horizontales FoV von 100 bis 110 Grad. Das „Star VR One“ kommt hier aus besagte 210 Grad. Der wahrnehmbare Bildausschnitt ist damit beinahe doppelt so groß, was den häufig beklagten „Taucherbrilleneffekt“ reduziert.

Problematisch wird die notwendige Verteilung der zur Verfügung stehenden Pixel auf das deutlich größere Bild. Um verpixelte Darstellungen zu vermeiden, greift der Hersteller auf eine Auflösung von 1.830 x 1.464 Pixeln pro Auge. Damit wird selbst das „HTC Vive Pro“ recht deutlich übertroffen. „Star VR“ betont zudem, dass im Display drei Subpixel pro Pixel genutzt werden. Die Konkurrenz setzt hingegen auf lediglich zwei Subpixel. PSVR stellt hier eine Ausnahme dar – auch hier werden drei Subpixel genutzt, was von VR-Begeisterten positiv aufgenommen wurde. Das „Star VR One“ bietet – ebenso wie die Geräte von Oculus und HTC – eine Bildfrequenz von 90 FPS.

Das VR-Headset bietet zudem Eye-Tracking. Hierbei filmen zwei kleine Kameras die Augen des Nutzers und registrieren sämtliche ihrer Bewegungen. Hieraus resultieren zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten im VR-Bereich, die von unterschiedlichsten Herstellern genutzt werden können. Die Möglichkeiten, die sich aus dem Eye-Tracking ergeben, werden vom Hersteller wie folgt angegeben:

  1. Menschen mit körperlichen Einschränkungen erhalten die Möglichkeit, VR-Anwendungen durch Blinzeln zu steuern
  2. Kommerzielle Anbieter können in ihren Anwendungen messen, wohin der Blick des Nutzers wandert
  3. In sozialen VR-Anwendungen können die echten Augenbewegungen mit denen fiktiver Charaktere verschmelzen

Das VR-Headset wird in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt kommen. In der XT-Variante ist es mit optischen Markern ausgestattet, welche es ermöglichen, die Position im Raum mit Hilfe von Kameras festzustellen. In der normalen Variante fehlen diese Marker. Das Headset ist stattdessen mit Steam-VR-Tracking-2.0 kompatibel.

Durch das Eyetracking wird immer nur der aktuell fokussierte Bereich tatsächlich scharf berechnet. Der restliche Bereich ist dagegen nur unscharf, wodurch enorme Rechenleistung eingespart werden kann.

Wir haben das VR-Headset auf der IFA am Acer-Stand ausprobiert und waren begeistert von der Qualität der Darstellung. Vor allem der nicht vorhandene Fliegengittereffekt weiß zu begeistern.

Wann das Gerät erscheinen wird, ist bisher nicht bekannt. Auch die Preise wurden bisher nicht genannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es auch preislich eher für professionelle Abnehmer interessant sein dürfte. StarVR betonte bei der Präsentation, dass es sich um kein Konsumerprodukt handelt.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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