Spiele Testberichte

„Star Wars: Battlefront 2“ im Test: Ein Erwachen der Macht oder eine Enttäuschung?

Die Spielmodi

Um dies zu erreichen, hält EA insgesamt fünf Spielmodi parat. Der Vorgänger hat an dieser Stelle noch neun Spielvarianten geboten und war somit minimal abwechslungsreicher, ein klassisches Deathmatch oder Capture the Flag wurden kurzerhand gestrichen. Übrig bleiben also noch der Galaktische Angriff (früher Walker Angriff), das Gefecht (Team-Deathmatch), Helden gegen Schurken und die beiden neuen Modi Sternenjärger-Agriff und Agriff.

Beim galaktischen Angriff spielt ihr mit bis zu 40 Spielern auf großen, teamorientierten Karten und müsst dabei bestimmte Einsatzziele erreichen. Zur Auswahl habt ihr dafür allerhand Einheiten, die jede Menge Abwechslung bieten. Der Sternjäger-Angriff hingegen ist mit bis zu 24 Teilnehmern spielbar und findet natürlich in der „Luft“ statt. Wähle zwischen leichten Jägern, Bombern, Abfangjägern und Heldenschiffen, um deine Gegner zu dominieren. Beide Modi machen Spaß und lassen echtes Star Wars Feeling aufkommen, jedoch hätte uns das Squad-Gameplay à la Battlefield hier besser gefallen, denn hat man ersteinmal das Zeitliche gesegnet, landet man mit zusammengewürfelten Spielern erneut an einem festen Spawnpunkt und darf sich wieder in die Schlacht werfen. Es gibt keine Möglichkeit das Spielgeschehen während des Ablebens weiter zu verfolgen oder bei Squad-Mitgliedern erneut einzusteigen. Schade eigentlich.

Im Modus Angriff und Gefecht geht es um kleinere Kämpfe mit bis zu 20 Spielern, die eher schnell von statten gehen sollen und lediglich Bodeneinheiten zur Auswahl bieten. Interessant wird es beim Helden vs. Schurken Modus, wo sich insgesamt acht Spieler, die auf zwei Teams aufgeteilt sind, mit Heldenklassen gegenüberstehen. Das erinnert doch irgendwie an Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy, wo praktisch jeder ein Jedi oder eben Sith sein konnte und mit seinen persönlichen Lichtschwertskills glänzen konnte. Davon wünschen wir uns mehr und hoffen auf einen entsprechenden Nachfolger.

Die Klassen

Auf den Schlachtfeldern stehen verschiedene Klassen zur Auswahl, die allesamt ihren Zweck erfüllen sollen. Der Kampf auf dem Boden umfasst daher den Assault, den schweren Truppler, den Offizier und den Spezialisten. Wer sich am liebsten direkt ins Gefecht stürzt, der greift zu einer der ersten beiden Klassen, denn diese nutzen automatische Strahlenkanonen und nehmen die Gegner sofort in die Mangel. Der Offizier hält sich taktisch eher zurück und platziert an strategisch wichtigen Stellen z.B. Geschütztürme. Mit dem Spezialisten und seinen Scharfschützengewehren könnt ihr eure Feinde zudem aus großer Distanz ins Visier nehmen.

Jede Klasse verfügt dabei über unterschiedliche Waffen, die mit der Zeit freigeschaltet werden können. Eine ähnliche Mischung gibt es im Luftkampf, wo leichte Jäger, schwerfällige Bomber und Allrounder zur Verfügung stehen. Besonders interessant wird es, wenn die Heldenklassen zum Einsatz kommen, denn mit Ihnen kann man z.B. auch in die Rollen von Luke Skywalker, Han Solo, Darth Vader und vielen anderen schlüpfen. Diese kommen dann mit mächtigen Spezialfähigkeiten daher, die eure Gegner in Angst und Schrecken versetzen sollen.

Mithilfe von Starcards können die Klassen zudem noch individuell angepasst und auf die Bedürfnisse des Spielers abgestimmt werden. Dies ist nicht nur bei den Bodentruppen, sondern auch bei Fahrzeugen, Raumschiffen und Heldenklassen möglich. Das System ist zunächst recht komplex und man muss sich erstmal einen Überblick über die verschiedenen Fähigkeiten und Ihre Kombinationsmöglichkeiten verschaffen. Nach kurzer Eingewöhnungsphase sollte dies aber kein Problem mehr darstellen.

Grafik & Sound

Grafisch weiß Star Wars: Battlefront 2 mehr als zu überzeugen, was vor allen an der erneuten Verwendung der Frostbite-Engine liegt. Mehrmals mussten wir während des Spielgeschehens stehenbleiben, um die Umgebung zu bestaunen. Auf unserem Test-System mit einem Intel Core i7-8700K sowie einer NVIDIA GeForce GTX 1080 lief das Spiel in WQHD-Auflösung auf höchsten Details und hat uns immer wieder aufs neue ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Framerate ist durchweg stabil, die Texturen gestochen scharf und die Effekte atemberaubend. Perfekt, um in das Star-Wars-Universum abzutauchen und sich wie ein Teil der Geschichte zu fühlen. Selbst in den verschiedensten Multiplayer-Modi konnten wir lagfrei und ohne FPS-Drops mit bis zu 40 Spielern spielen. Es wird jedoch kein High-End-Rechner benötigt, um Battlefront 2 anständig spielen zu können. Auch schwächere Rechner oder Konsolen zaubern erstaunlich gute Bilder auf den Monitor und bringen mindestens ebenso viel Spielspaß, wie auf dem PC.

Der Sound ist in Star Wars: Battlefront 2 erneut über jeden Zweifel erhaben. Egal ob Musik oder Effekt-Geräusche, hier wird auf die originalen Sounds zurückgegriffen und absolut perfekt in Szene gesetzt. So macht das Spielen wirklich Spaß und man fühlt sich mitten ins Geschehen versetzt. Vor allem die großen Weltraumschlachten im Multiplayer lassen Gänsehaut entstehen, auch wenn neben euch der zehnte Tie-Fighter in die Luft fliegt. Wer das Spiel zudem auf Deutsch spielt, wird sogar mit den originalen Synchronstimmen belohnt.

Vorherige Seite 1 2 3Nächste Seite
Tags

Roman

Gebürtiger Berliner mit großem Interesse an Technik & Gadgets, der auch gerne mal 1-2 Runden zockt. :)

Related Articles

Schreibe einen Kommentar

Back to top button