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Streamlabs OBS und OBS: Welche Streaming-Software ist die richtige?

Bestimmt hast du dir als angehender ambitionierter Twitch-Streamer schon die Frage gestellt, welche Open Broadcaster Software, kurz OBS, für dich in Frage kommt und dir die besten Funktionen bietet. Heute verraten wir dir die Unterschiede zwischen Streamlabs OBS und OBS. Eines sei jedoch bereits zu Anfang schon geklärt: Sie unterscheiden sich nur marginal im Benutzerinterface. Das lässt erahnen, dass auch die Basics, wie zum Beispiel die Aufnahmefunktionen oder das Teilen der Inhalte auf diversen Plattformen, ähnlich ablaufen. Zeit, um beide Programme genauer unter die Lupe zu nehmen, um dir die Entscheidung möglicherweise zu erleichtern.

Die Idee hinter OBS

Für alle, die hier gelandet sind und noch nicht wissen, was eigentlich eine Open Broadcaster Software (kurz OBS) ist, hier mal eine kurze Erklärung. OBS ist eigentlich nichts anderes als ein Recorder für deinen Bildschirm. Er ist in der Lage, deine Bildschirminhalte, sei es Gaming oder Videos auf verschiedenen sozialen Plattformen oder Live-Streaming-Portalen zu teilen.

OBS, beziehungsweise OBS Studio lässt sich zusammengefasst als eine Basisversion für Streaming-Anwendungen beschreiben, die kostenlos zur Verfügung steht. Die Software beherrscht alle für Video– und Audioaufnahme relevanten Funktionen und bietet darüber hinaus auch verschiedene Szenen und Übergänge an. Für den Fall, dass du noch keine aktive Fangemeinde beziehungsweise Abonnenten hast, wäre das an sich kein Problem. Jedoch gehen die Features von OBS Studio nicht wirklich weit darüber hinaus. Widgets, Chatbots oder anderweitige Funktionen zur Verwaltung der Community sucht man hier vergebens. Des Weiteren lässt sich OBS zwar mit diversen Streaming-Plattformen verlinken, eine eigene Benutzeroberfläche zur Verwaltung des Streaming-Accounts inklusive Webseite fehlt jedoch. Für viele Funktionen existieren jedoch Plugins von Drittanbietern beziehungsweise der Community – was aber meist einen höheren Aufwand darstellt und sich gerade für Anfänger weniger eignet.

Streamlabs OBS als All-in-One-Lösung

Als Ableger des bekannten OBS (Open Broadcaster Software) entwickelt die Streamlabs-Version die Streaming-Toolbox mit einfacher Bedienung und umfangreichen Funktionen weiter. Streamlabs OBS vereint dabei alle wichtigen Werkzeuge für dein perfektes Streamingerlebnis. Die Palette reicht hier vom Aufnehmen und Streamen verschiedener Videoquellen (und natürlich auch dem Bildschirminhalt), bis hin zu vielseitig einsetzbaren Widgets, die du in deine Szenen einbauen kannst. So sorgst du nicht nur für angenehme Berieselung deiner Abonnenten, sondern förderst Interaktionen zwischen dir und deiner Community untereinander – und genau dadurch erhöhst du deinen Bekanntheitsgrad und erntest Erfolg.

Passende Themes

Des Weiteren hast du bei Streamlabs OBS die Möglichkeit, diverse Szenen und Bildelemente, wahlweise kostenlos oder kostenpflichtig per Abonnement, herunterzuladen und im Studio für deine eigenen Zwecke zu verwenden. Es stehen über 250 Gratis-Themes zur Verfügung, mit denen du deinen Stream effektvoll in Szene setzen kannst. Wenn man bedenkt, welche gravierende Zeitersparnis du dadurch gewinnst, kannst du direkt mit dem Streamen loslegen und musst dir nicht erst jedes Bildelement mühsam erarbeiten.

Ungestörtes Zocken

Ein weiteres riesiges Feature ist das unterstützte Hardware-Encoding bei der Videoaufnahme. Dadurch übernimmt deine Grafikkarte (Streamlabs OBS bevorzugt hier CUDA-Beschleuniger) einen Großteil der Rechenarbeit und entlastet deinen Prozessor erheblich. Dadurch kannst du im Idealfall mit 60 Bildern pro Sekunde streamen und bietest deinen Zuschauern eine überaus flüssige Bilddarstellung. Und während du im Vollbildmodus zockst, blendet Streamlabs OBS dir alle relevanten Infos, Events und den Chat ein, sodass die Nähe zum Publikum selbst bei heißen Gefechten bestehen bleibt. Und in weniger actionreichen Momenten können deine User sogar Mini-Games im Chat spielen.

Vielfältige Plugins erleichtern deine Arbeit

Du willst Geld verdienen mit dem, was du machst? Mit deinem Talent und den richtigen Plugins für Streamlabs OBS steht dir nichts mehr im Weg. Nach der Installation sind bereits Standardwerkzeuge wie Spendenaufrufe, Spendenziele oder Toplisten mit an Bord – so kannst du deine Abonnenten immer wieder aufs Neue motivieren. In optisch ansprechenden, frei anpassbaren Alert-Boxes lassen sich all diese Informationen in deinen Stream integrieren. Du willst deine Zuschauer auch unterhalten, wenn du gerade gar nicht online bist? Jede Menge Chatbot-Einstellungen schaffen sogar das. Mit Streamlabs OBS nimmst du deine eigene Rolle als Regisseur, Tonmeister und Schauspieler gleichzeitig ein.

Du kannst sogar Effekte in deine Szenen einbauen, wie zum Beispiel 3D-Transformationen oder bewegte Elemente. Und für die passende Rückblende nach deinem Pentakill sorgt ebenfalls ein eigenes Plugin – natürlich direkt auf Tastendruck. Zudem lassen sich beinahe alle Programmfunktionen als Hotkey speichern, so kannst du ganz ohne Umwege und blitzschnell auf die gewünschten Aktionen zugreifen.

Schnittstellen beider OBS

In einem Vergleich punktet OBS Studio jedoch. Die Möglichkeiten, die Software mit einer Streamingplattform zu verbinden sind wesentlich größer. Während sich Streamlabs OBS hauptsächlich an die Bedürfnisse von Twitch-Streamern richtet, bietet dir OBS Studio eine Menge Schnittstellen. Das sollte in deinem Fall aber kein K.O.-Kriterium sein. Falls du allerdings planst, über mehrere Kanäle zu streamen, ist das aber möglicherweise die bessere Wahl.

Weitere OBS-Alternativen

Die Idee, seine Gamingsessions zu streamen, um sie mit Gleichgesinnten, Freunden oder Fans zu teilen, existiert schon länger. Selbst Broadcasting-Software ist keineswegs eine neue Erfindung.  Allerdings wurde nicht jedes Programm für den Zweck des Streamings entwickelt. Natürlich möchten wir dir an dieser Stelle Alternativen nicht vorenthalten.

XSplit: Eine kostenpflichtige Alternative nennt sich XSplit, welche mit einfacher Einrichtung und damit einhergehend mehr Zeit zum Streamen wirbt. Als Content-Plattformen werden neben Twitch auch YouTube, Twitter, Facebook und Mixer angeboten, über die gleichzeitig gestreamt werden kann.

Weitere Software findet ihr direkt bei Twitch auf einer Übersichtsseite, allerdings wird diese scheinbar nicht sonderlich aktiv gepflegt, denn einige der Programme wurden bereits wieder eingestellt.

Alles unter einem Dach

Das Streamen von Games und die damit verbundenen Interaktionen mit der Fanbase erfordern eine Software, die im Idealfall all dies unter einer Haube vereint, sodass du den Überblick behältst. Nur dann hast du alle Sinne frei und kannst dich aufs Wesentliche konzentrieren. OBS und sein weiter entwickelter Ableger Streamlabs OBS bieten alle Funktionen unter einer einheitlichen Oberfläche, die sich zudem nach Belieben mit Plugins und kreativem Content erweitern lässt. Und außerdem musst du dafür nicht zwingend Geld ausgeben, welches du besser in dein Equipment stecken kannst.

Was denkst du über das Thema? Hier geht es zu den Kommentaren!

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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