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Studie beleuchtet Situation von Gaming im Jahr 2020

Computer- und Online-Spiele sind schon lange kein gesellschaftliches Randphänomen mehr und werden deshalb für auch die Wissenschaft zu einem immer interessanteren Themengebiet. In den letzten Jahren wurde so beispielsweise herausgefunden, dass das Gehirn von Computerspielern neue Informationen schneller aufnimmt (Quelle: Psychological Research), dass Videospiele das Lesevermögen und die visuelle Aufmerksamkeit verbessern können (Quelle: Scientific Reports) und dass regelmäßiges Zocken die Reaktionszeit verkürzt und die Impulskontrolle verbessert.

Nun hat das Unternehmen Limelight Networks eine weitere Studie vorgestellt, die den Stellenwert von Gaming im Alltag, die Spieldauer sowie die genutzte Hardware und vieles mehr in Deutschland, Frankreich, UK, USA, Indien, Japan und Südkorea analysiert hat.

Mehr als sechs Stunden Spielzeit pro Woche

Die durchschnittliche Spielzeit der sieben analysierten Länder liegt bei 6,33 Stunden. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um elf Prozent.  Auffällig sind starke Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während in der ESports-Hochburg Südkorea, die in der Studie auf die geringste Spielzeit kommt im Mittel „nur“ 5,04 Stunden pro Woche mit Computer- und Konsolenspielen verbracht werden, liegt die durchschnittliche Spielzeit in Deutschland bei 6,92 Stunden pro Woche. Die Bundesrepublik ist damit führend in der Gruppe der analysierten Staaten.

Starke Differenzen gibt es auch zwischen den Altersgruppen. Gamer zwischen 18 und 25 Jahren spielen im Mittel 7,48 Stunden pro Woche, die Gruppe der Senioren (60 Jahre und älter) kommt noch auf 4,70 Stunden Spielzeit.

Außerdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die das Vorurteil vom männlichen Zocker bestätigen. Frauen kommen im Mittel auf eine Spielzeit von 5,80 Stunden pro Woche, bei Männern sind es 6,84 Stunden.

Smartphones bleiben beliebteste Plattform

Limelight Networks hat überdies analysiert, welche Plattformen von Gamern typischerweise genutzt werden. Die Umfrageteilnehmer konnten dabei Punkte von 0 (wird niemals benutzt) bis 4 (wird am häufigsten benutzt) vergeben. Wie im Vorjahr sind Smartphones im globalen Mittel mit 2,27 weiterhin führend, gefolgt von Computern (1,65), Konsolen (1,35) und Tablets (1,08).

Auch hier zeigen einige Länder deutlich Abweichungen, darunter zum Beispiel das vermeintliche „Konsolen-Paradies“ Japan, in dem unterdurchschnittlich wenig auf Konsolen und Computer und dafür überdurchschnittlich viel auf Smartphones gezockt wird.

Ärgernisse beim Gaming

Das häufigste Ärgernis unter Gamer sind laut der Studie von Limelight Networks verschiedene Probleme beim Download von Spielen, die von 87 Prozent der Befragten als störend empfunden werden. Dazu zählen die Studienautoren langsame Downloads, abgebrochene Downloads und Downloads, die gar nicht funktionieren.

Casual-Gamers am beliebtesten

Die Beliebtheit einzelner Spielkategorien wurden in der Studie wie bei den Plattformen anhand der Bewertungsskale 0 bis 4 abgefragt. Mit großem Abstand am beliebtesten sind Casual-Games (1,97) wie Angry Birds, Candy Crush und Spider Solitaire. Alle anderen Kategorien liegen mit einer Bewertung von 0,99 bis 1,19 in einem ähnlichen Bereich. Lediglich Ego-Shooter wie zum Beispiel CS:GO oder CoD können sich mit einer Bewertung von 1,32 leicht abheben.

Große Unterschiede gibt es hier jedoch zwischen den Altersgruppen. Während Casual-Games in allen Gruppen führend sind, zeigt die Studie, dass die Beliebtheit aller anderen Kategorien mit steigendem Alter stark abnimmt. Am auffälligsten ist diese Entwicklung bei Ego-Shootern.

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